Rezension: Die Elfen - 06 - Die goldenen Pfade

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MonsterAsyl
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Rezension: Die Elfen - 06 - Die goldenen Pfade

Beitrag von MonsterAsyl » So 26.05.2013, 09:12

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Die Elfen - 06 - Die goldenen Pfade

Zum Inhalt:
Nach wie vor glauben die Trolle an einen Sieg über die Elfen. Mit Hilfe ihrer verschlagenen Schamanin Skanga versuchen sie, in die Burg von Emerelle, der Elfenkönigin, einzudringen. Als Ollowain den Plan durchschaut, macht er sich sofort auf den Weg dorthin, doch es sieht nicht so aus, als ob er es rechtzeitig schaffen würde.


Zur Produktion:
Gut ein Jahr ist es her, daß die letzte Folge der ersten Staffel von Bernhard Hennens Elfen-Reihe bei Fogenreich herauskam. Eine Fortführung war nur bei entsprechendem Absatz in Aussicht gestellt worden. Offensichtlich haben genügend Fantasyfans die Serie gekauft, so daß nun Staffel 2, die diesmal aus insgesamt 6 Teilen bestehen wird, erscheint. Skript, Regie und Produktion liegen erneut in den bewährten, überaus kompetenten Händen Dennis Erhardts, der mit seinem Drehbuch eine spannnende Geschichte erzählt, der man als Neueinsteiger genauso gut folgen kann wie jemand, der schon die ersten fünf Teile gehört hat. Die Ereignisse, die hier geschildert werden, bilden einen interessanten Auftakt, wobei ihre Auswirkungen noch gar nicht abzusehen sind, aber mit Sicherheit auch weiterhin aufregende Abenteuer garantieren. Obwohl es wegen der epischen Breite der Romanvorlage eine große Zahl an Charakteren gibt, die auch noch verschiedenen Rassen und Völkern angehören, gelingt Erhardt ein echtes Kunststück. Zwar darf jeder einzelne Sprecher individuell agieren, aber als Regisseur sorgt er dafür, daß man allein schon an der Ausdrucksweise erkennen kann, um welches Volk es sich handelt. So formulieren beispielsweise die Elfen ihre Sätze recht gewählt, während sich die grobschlächtigen Trolle vor allem mit heiserem Gebrüll verständigen. Ein Teil des Charmes der Reihe liegt sicherlich auch darin, daß es sich hier nicht einfach um simple "Hau drauf"-Fantasy handelt, sondern um sogenannte "High Fantasy", bei der Entwicklung und Motivation der einzelnen Figuren eine mindestens ebenso große Rolle spielen, wie die reine "Action".
Die Produktion selbst entspricht ganz dem weitläufigen Stil der Buchvorlage. Die eingesetzte Hintergrundmusik von Andreas Meyer klingt meist martialisch und droht den Hörer mit ihrer Wuchtigkeit beinahe zu erschlagen. Da die musikalischen Einlagen größtenteils während der kriegerischen Handlungen verwendet werden, ertönen vor allem Trommeln, die perfekt zu dem brachialen Geschehen passen. Daneben gibt es aber auch noch Flöten und Geigen, welche die Handlung entsprechend akzentuieren. Richtig lebendig wird das Ganze aber erst durch die zahlreichen und vielfältigen Geräusche. Neben den "üblichen" Tönen, wie Vogelzwitschern, Krähenkrächzen oder rumpelnde Karren, bekommt man auch ungewöhnliche Laute, wie das zarte Schlagen der Feenflügel oder das Geschrei der echsenähnlichen Lasttiere der Trolle zu hören.


Zu den Sprechern:
Der Übersichtlichkeit halber werde ich, wie schon bei den Rezensionen zur ersten Staffel, die Sprecher sortiert nach ihren unterschiedlichen Rassen aufführen.
Elfen:
Da wäre zunächst der bekannte Schauspieler Helmut Zierl(Meister Alvias/Erzähler) zu nennen, der mit seiner emotionalen Erzähl- und Darstellungsweise den Hörer sofort für sich einnimmt. Sein nicht minder erfolgreicher Kollege Bernd Rumpf(Ollowain) gehört, genau wie Zierl, schon von Anfang an zu den Hauptfiguren. Rumpf verkörpert den abgebrühten, erfahrenen Schwertmeister, der schnell mal die Geduld verliert. An seiner Seite kämpft Cathlen Gawlich(Silvyna), die starke Elfin, die nur Verachtung für Schwätzer wie Shandral übrig hat. Patrick Bach(Shandral) ist eine gelungenen Besetzung für diese überhebliche Figur. Daniela Hoffmann(Emerelle) wirkt augezeichnet als die herrische Königin, die eine Aura der Unantastbarkeit umgibt. In kleineren Nebenrollen treten noch der coole Tim Knauer(Elodrin), der aufgeregte Kai-Henrik Möller(Fenryl) und die enthusiastische Marion Elskis(Caileen) auf.
Trolle:
Luise Lunow(Skanga) beeindruckt aufs Neue mit ihrem Portrait der niederträchtigen Schamanin, die vor keiner Brutalität zurückschreckt, und Douglas Welbat(Branbart) spielt den angeberischen Trollkönig mit solcher Bravour, daß man sich wünscht, ihm würde sein dreckiges Lachen im Halse stecken bleiben. Simona Pahl(Birga) bleibt Skangas gehorsame, völlig skrupellose Helferin. Neu dabei ist Uli Krohm(Slarag), der diesmal den Part als königlicher Jasager bekleidet, ohne den ein
Trollherrscher wohl einfach nicht auskommt.
Kobolde:
Die Sprechweise der Kobolde hat sich ein wenig geändert, wahrscheinlich weil es sich hier um eine andere Art, nämlich die fuchsköpfigen 'Letine', handelt. Die Kobolde in der ersten Fole hatten eine eher weiche Aussprache, während sich Rasmus Borowski(Elija Glops) und Leon Seibel(Nikodemus Glops) eher heiser und zischend anhören. Borowski kann man allein schon aufgrund der Textmenge als einen Hauptcharakter bezeichnen, dessen Manipulationen und Intrigen kein Maß kennen, um sein Ziel zu erreichen. Leon Seibel(Nikodemus Glops) hat noch diverse Anfangsschwierigkeiten bei der Darstellung des neunmalklugen, unbedarften kleinen Bruders, der Elija durch seine kindliche Unbekümmertheit ständig in tödliche Gefahr bringt. Im Gegensatz dazu kann Laura Maire(Ganda) mit einer breiten Palette glaubwürdiger Emotionen, von Enttäuschung über Empathie, bis hin zum Wutausbruch, aufwarten.
Feen:
Ganz neu vertreten ist das Volk der Feen in Form von Konstanze Ullmer(Mondblüte), die eine eindrucksvolle Darbietung als kleine, schwangere Blütenfee abliefert. Ihre Stimme klingt allerdings teilweise so, als habe man der Sprecherin Helium gegeben.
Weitere Bewohner von Albenmark:
werden dargestellt von Benjamin Dittrich, Janis Grossmann, Julia Holmes, Robert Missler, Ilya Welter, welche wohl teilweise die Yingiz verkörpern - und natürlich dem ehrenamtlichen 15köpfigen Trollchor unter der Regie von Sebastian Breidbach.


Fazit:
Spitzen Einstieg in die zweite Staffel der Elfensaga.


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