Die Geschichten eines alternden Gamers

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mercury

Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von mercury » Mi 16.06.2010, 22:45

Diese Texte dienen zur Unterhaltung und sind absichtlich dramaturgisiert, aber ein wahrer Kern und vielleicht etwa, was ma daraus am Ende mitnehmen kann ist natürlich hne Frage absolut enthalten... villeicht ist es auch mehr als nur ein Kern, der wahr ist... ;)
Erstmal ist es nur ein text, den ich hauptsächlich aus eigenem Antrieb geschrieben und nicht fertig ausgearbeitet habe, vielleicht kommen ja noch mehr dazu, vielleicht aber war es dann hier auch, dass liegt natürlich zum Teil auch an eurer Resonanz. Also: Viel Spass beim Lesen:

Die Horde greift an



Woran ich merke, dass ich trotz meines jungen Alters von 26 Jahren langsam alt werde? Nun ja, das liegt daran, dass das, was ich als einen wichtigen Teil meines Lebens angesehen habe nun nicht mehr existiert, oder zumindest nicht mehr in der Form in der ich ihn kenne und geliebt habe. Ich rede vom Gaming. Als ich angefangen habe, war das etwas, das man in seinem Keller gemacht hat. Wegen meines Hobbys wurde ich bei meinem Abitur vom Jahrgang mit großer Mehrheit als „grösster Psycho“ gewählt. Ich war Moderator eines namenhaften Gamingforums und habe mich auch in der Moddingszene ein kleines bisschen eingelebt. Ich kannte die Welt des Gaming bevor... nun ja, bevor sie zu dem wurde, was sie heute ist.
Wenn man früher – ich sag schon früher – auf einem Server war, dann hatte man Spass am Spiel und Spass daran sich gegenseitig seine Fähigkeiten zu demonstrieren. Die Spiele verlangten den Spielern viel Geschick ab und man musste lange üben um mithalten zu können. Die Communitys und die Server um die Spiele waren in privater Hand, manchmal sogar in eigener, übersichtlich und familiär. Man kannte sich und mochte sich. Klar, Trashtalk gab es auch damals schon, aber der Tonfall und die Wortwahl waren doch deutlich anders. Sicher, auch damals gab es schon sogenannte Lamer, aber diese Lamer waren sehr vereinzelt, wurden schnell geächtet oder fanden ihren Weg in die Netiquette der Gamingwelt. Es war eine wahrhaft schöne Zeit um ein Gamer zu sein, da man sich eine Welt geschaffen hatte, in der die Leute einander gut behandelten, man Differenzen durch einen gemeinsamen Nenner klären konnte und es immer ein Thema gab, das positiv im Raum stand.
Dann kam die Playstation eins und mit ihr wurde plötzlich jeder zum „Gamer“ das fand zwar noch alles abseits des Internets statt, aber die Entwicklung nahm ihren Lauf und brachte mit Counterstrike, einem Spiel, dass mit allen bisherigen Konventionen in irgendeiner Weise brach, auch die Kiddies ins Internet. Nach und nach übernahmen diese unsere Server, unsere Foren und unsere Games. Da sie natürlich nicht unser Können besaßen waren viele der älteren Games mit viel Frist verbunden, und da diese Kiddies an keine Netiquette gebunden waren führte dass zu einer erheblichen Verschärfung des Tons auf den Servern. Man fing an sich gegenseitig von Servern zu Kicken, gewisse Communitys, die schon überrannt waren wurden geächtet und man geilte sich an jedem kleinen Fehltritt der anderen auf.
Bis dahin konnte man sich jedoch noch in private Foren und Chats, sowie passwortgeschützte, oder eigene Server flüchten, dies waren die letzten Bastionen, die den Altgamern noch erlaubten ihren Lebensstil zu leben. Doch dann geschah das, was alle befürchteten. Die Hersteller fingen an nur noch Spiele zu veröffentlichen, deren Server die allein kontrollieren konnten. Die Communitys und die Serverarbeit wurde aus den Händen der Gamer genommen. Die kleine Familie wich der Anonymen Masse, der eigene Server wich Steam o.ä. Scoreboards, Turniere, alles fand jetzt in der Öffentlichkeit für die Öffentlichkeit statt.
Um die Zerstörung perfekt zu machen wurden alle Onlinegames nun für die Spielkonsolen zurecht getrimmt. Das Movement wurde der behäbigen Steuerung mit Joypad angeglichen, das Zielen ebenfalls.
Dies war jedoch nur noch ein kleiner Schritt, da die Games, die einem Fertigkeiten abverlangten schon lange am sterben waren. z.B. Trickjumps in dem Sinne gibt es heute keine mehr - Übung braucht man wenig um irgendwas zu erreichen. Die Spiele sind leichter, kürzer und an Joypadsteuerungen angepasst. Die Spieler sind jünger, aggressiver und beleidigender.
Wenn ich früher auf einen Server gegangen bin und einen Frag kassiert habe, dann gab es ein Smilie und ein „n1“, was so viel heißt wie „nice one“, also grob gesagt „gut gemacht“. Wenn ich heute einen Frag mache, dann heißt es „You Fu**ing Ni**er, Motherfu**er, I kill you, a**hole!!!111“
Nun spiele ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr, bzw. nicht mehr regelmäßig. Die meisten Spiele, die ich nun Spiele sind entweder LAN Games oder Einzelspieler Spiele. Ganz selten schaue ich mal, ob es noch Server für die Games gibt, die ich früher so gerne gespielt habe. Diese sind oft schwer aufzutreiben und selten belegt. Auch die alten Communitys gibt es nicht mehr wirklich, oder zumindest nicht mehr in der bekannten Form. Es ist dann so, als würde man durch eine abgefackelte, geplünderte Stadt gehen, wo hier und da noch ein paar Menschen leben, die wie man selber trauernd über den Trümmern dessen hocken, was einst eine wunderschöne, blühende Metropole gewesen ist.
Gaming ist tot und niemand hat ihm ein Grab gegraben. Millionen Aasgeier vergnügen sich an den Überresten und die einstigen Angehörigen können nur tatenlos zuschauen wie all das, was sie aufgebaut haben langsam vergammelt oder verschlungen wird.
Aber gibt es wirklich keine Hoffnung mehr für uns Alte? Für die, die aus ein paar Pixeln damals eine Faszination haben entstehen lassen? Was ist unser Lohn dafür, dass wir durch unser finanzielles Einwirken all das überhaupt erst möglich gemacht haben? Die grossen Hersteller haben uns offensichtlich zur Seite geschoben und geben nun dem grösseren Publikum den Vorrang, oder doch nicht?
Nun ja, die Antwort ist... „jein“
Der große Anteil des Mainstream Gaming gehört eindeutig den Kiddies, den Lamern oder wie auch immer. ABER es gibt dann doch noch eine Menge Games, die von diesen fast vollkommen unbeachtet geblieben sind und jetzt kommt das Beste an der Sache: die meisten dieser Games sind sehr günstig, oder gar kostenlos. Woran liegt das? Zum einen sind die Modder von früher erwachsen und können ihre eigenen Games programmieren. Zum anderen finden kleine, unabhängige Hersteller einen Absatzmarkt für ihre Produkte, die natürlich qualitativ selten mit dem Mainstream mithalten können, aber oft reicht tatsächlich die berühmte gute Idee und der letzte Tropfen Herzblut um ein Spiel auf die Beine zu stellen, dass man gut online spielen kann.
Gerade die Imperfektion machen diese Spiele dann nicht selten zu den perfekten Spielen für uns Altgamer, da es wieder neue Dinge gibt, die man herausfinden und nutzen kann - Bugs, die weite Sprünge erlauben, ein Movement, dass beeinflusst werden kann, wenn man weiss wie, Waffen, die Zweckentfremdet werden können, um sich andere Vorteile im Spielverlauf zu erhaschen etc. Eben all das, was in den heutigen Mainstreamgames flächendeckend fehlt.
Warum sind diese Games uns in gewisser Weise vorbehalten? Die Antwort liegt näher als man denkt: weil man, um sie zu finden ein wenig um Internet suchen muss, was wiederum die Fähigkeiten und das Wissen von 99% aller Kiddies übersteigt. Wir hingegen sind damit aufgewachsen und es interessiert uns, wir finden, weil wir Interesse haben und das ist das, was wir der Masse immer voraus haben werden.
Vielleicht bietet das Mainstreamgaming für uns nichts mehr. Es ist bitter abgeschmeckt auf den größten Nenner - simplifizierte Spielmechaniken sollen den Einstig wohl auch für Neugeborene ermöglichen und alles woran noch geschraubt wird ist die Grafik. Wir können jedoch flüchten, in die wunderbare und erfrischende Welt des Indigaming.
Natürlich wird sich damit der Kreislauf weiter fortsetzen, aber es wird immer etwas für uns geben, wir dürfen nur nicht aufhören danach zu suchen.

Anonymous

Beitrag von Anonymous » Do 17.06.2010, 06:30

Wow!

oliver
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Beitrag von oliver » Do 17.06.2010, 10:22

ja, das stimmt schon.

wobei ich nie ernsthaft übers internet gespielt habe. wir haben hier zuhause schon ein richtiges großes LAN gehabt bevor andere leute überhaupt wussten, wass das heißt.

von daher wurde familienintern oder mit freuden gespielt und nicht anonym übers netz.

und ich krame immer wieder gerne alte games raus (erstens weil ich keinen super rechner habe und ich zweitens gerne auch mal an den spielen rumschraube und da einfach mit der "serious sam engine" am besten zurecht komme und keinen nerv habe, nach jahre langer einarbeitung was neues anzufangen).

oft hat gar nicht das eigentliche spielen den meisten spaß gebracht, sondern eigene levels und maps zu kreieren und das dann übers netztwerk mit meinen brüdern zu teilen.

szwerg
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Beitrag von szwerg » Do 17.06.2010, 20:29

auch wenn ich wirklich nichts mit Gaming am hut habe, ein toller Text!!!

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Beitrag von Astro » Do 17.06.2010, 23:25

Es ist schon was wahres dran. Ich spiele ab und zu noch BF2. Wird wohl dann irgendwann auch das letzte Spiel sein, das ich online spiele, oder überhaupt spiele. Die Zeiten von UT, CS und DOD waren einfach besser. Die Spieler waren diszplinierter, teamfähiger und vor allem auch intelligenter. Heute verzweifelt man an der Dummheit der Teammitglieder oder verliert vor lauter Lamern jede Lust. ---
Gute Flugsimulatoren gibt es auch nicht mehr. Die waren schon tot, als das Onlinegaming richtig begann und Breitband einiges möglich gemacht hätte. Wenn ich an die Flugphysik in BF2 denke, verzweifle ich manchmal. Ich erwarte, dass sich das Flugzeug wie ein Flugzeug verhält. Nicht, wie ein fliegender Ziegelstein mit Spoilern. :wand: Wie im Text beschrieben, alles angepasst auf die ganzen Pillemannjoysticks der Spielkonsolen.

Na ja, kann auch sein gutes haben. Mehr Zeit für Kreativität. :breakfast:
Keep calm and ssskreeeonkg.

mercury

Beitrag von mercury » Fr 18.06.2010, 15:53

Scheint besser anzukommen als erwartet, na mal sehen :)

@Astro: Jeder Steuerungseinheit hat ihre Stärken und Schwächen, die man an ganz bestimmte Games anpassen muss. FPS und allgemein Spiele, bei denen man gut und schnell zielen können muss (also im wesentlichen alle 3d Shooter) funktionieren mit Keyboard und Maus bei weitem am Besten. Strategiespiele sind Beispielsweise nur mit Keyboard und Maus möglich, alles andere, was ich bisland auf dem konsolenmarkt so gesehen habe war absolut unspielbar.
Flugsimulatoren und Spiele, bei denen man in einer 3diemensional Schwingenden Kapsel sitzt machen mit nem echten Joystick am meisten Spass, gehen aber auch mit Maus und Keyboard.
Kampfspiele, Jump 'n Runs und Spiele, bei denen du nicht zielen musst, aber schnell an verschiedenen Knöpfen sein musst gehen deutlich am besten mit Joypad 3D Adventures ebenso....

Kommen wir zur nächsten Geschichte:
Die Spiele damals



Also: Spiele bei denen man von hinten auf einen Charakter schaut und ein Fadenkreuz bedient gehen am Besten mit K+M Spiele, bei denen das nicht so ist gehen häufig mit Joypad besser, besonders bei einer Seitenansicht.
So ist jede Steuerungseinheit für bestimmte Genres gedacht und kann nur dort optimal eingesetzt werden... und jetzt kommt der Haken: die Amis scheinen zu glauben, dass mit einem Joypad alles geht. das Ergebnis sind Spiele, die sich "seltsam" Steuern (langsame Sprünge, seltsames Blickfeldverhalten) und in vielen anderen belangen, wie etwa Anzahl der tragbaren Waffen etc. stark beschnitten sind.
Auch diese Abwesenheit einer echten Gesundheitsanzeige nervt mich total. so gut wie jedes moderne Spiel scheint zu 100% auf Healthpacks verzichten zu wollen und lässt den Spieler als Alternative einfach ein paar Minuten in einer Ecke sitzen und Daumen-lutschen. Das unterbricht jedes mal den Spielfluss und nimmt unendlich viele spannende Momente weg.
Wie war das geil damals, wenn man nur noch 10 Gesundheitspunkte hatte und in einem Raum voller Gegner ging. Man speicherte davor noch schnell, holte einmal tiiiiief Luft und spähte kurz um eine Ecke um die Architektur und die Verteilung und Anzahl der Gegner zu überprüfen. Dann ging es los. Alles hing die wenigen Momente lang vom eigenen Können ab. Man war zu 110% gefordert und Schweiß bildete sich in den Achselhöhlen und auf der Stirn. Auch anders als heute konnte man durch geschicktes manövrieren und springen den feindlichen Angriffen geschickt ausweichen. in der Ecke lag dann noch wohlmöglich ein kleines Healthpack für +25 Gesundheitspunkte und vielleicht eine Rüstung. Ja, Rüstungsteile sind auch etwas, dass man in modernen Shootern vergeblich suchen kann. Früher waren das enorm wichtige taktische Elemente im Multiplayer und im Singleplayer. Gut genutzte Rüstung konnte das Spiel um 180° wenden. So waren bei vielen Spielen die schweren Rüstungen ein hochgradig wichtiger Bestandteil eines jeden Itemtimings... oh, Intemtiming ist noch so eine jener Sachen, die in so gut wie keinem modernen Shooter mehr vorkommen. Es ist die Königsklasse der taktischen Disziplinen gewesen. Wer alle Items richtig getimed hat, der hatte alle Trümpfe in der Hand. Wer nichts hatte, aber es schaffte die Items für sich zu timen, konnte ein Spiel kurzerhand herumreißen. Hier waren alle gefordert. Die Mapdesigner mussten Karten erstellen, die ein Itemtiming komplex und interessant und schwer zu managen machten, aber eben nicht unmöglich. die Spieler mussten die optimalen Wege lernen und herausfinden wie man diese am besten und schnellsten bewältigen konnte, oder wo gute Möglichkeiten bestanden einen Itemrun des Gegners zu unterbrechen.
Nun aber mal zurück zu unserer SP Situation:
Wir sind also in den Raum gestürmt und konnten uns dank der realitätsfreien und daher unbeschwerten und unterhaltsamen Steuerung dem feindlichen Feuer entziehen. der erste Weg geht natürlich zum Health und zur Rüstung. Fast sind wir da, als ein schwererer Gegner sich uns in den Weg stellt. Wir wissen, dass ein Schuss aus seiner Schulterwaffe einen Schaden von 50 Punkten macht... ZUW Spläät, das wars. Wir laden wieder, denn wir geben uns nicht so schnell geschlagen - außerdem müssen wir es irgendwie schaffen, da der letzte Speicherstand ewig zurückliegt. Während das Spiel lädt überlegen wir uns eine neue Strategie. Es muss doch einen Weg um diesen Panzer von Gegner herum geben. Das Spiel hat geladen und wirft uns mit unseren 10 Lebenspunkten zurück ins geschehen. Wir besitzen derzeit 8 Waffen: die Shotgun, die Mashinegun, ein Plasmawerfer, ein Raketenwerfer, ein Granatenwerfer, ein Sharfschätzengewehr, eine Waffe mit unendlich Munition, die aber nichts taugt und eine oben über drüber sonst was Waffe die nur wenig Munition hat, aber einen gigantischen Schaden anrichtet. Dank der Fülle an Waffen können wir uns auf jede Situation nach eigenem ermessen belieben einstellen. Für wenige Situationen gibt es die eine ultimative Waffe, Waffenwechsel war damals auch eine sehr wichtige Fähigkeit, die heute in fast allen Shootern wegfällt. Durch den Mangel an Tragekraft sind die Entwickler gezwungen Situationen, in denen du eine bestimmte Waffe brauchst - wie etwa ein Scharfschützengewehr, wenn du von einem Dach aus eine Person am Boden beschützen musst - richtig aufzustellen. So findest du dann urplötzlich ein Scharfschützengewehr, dass irgendeiner dort hat liegen lassen wenn du es brauchst, oder eine Schwere Waffe fällt die genau dann in die Hände, wenn ein gigantischer Roboter zu besiegen ist. Dies nimmt dem Spieler viel eigenverantwortliches denken ab, oder besser weg und zwingt ihn dazu den einen Weg, den der Entwickler vorgesehen hat zu beschreiten. Gute Spiele schaffen es das ein wenig netter zu verpacken, aber im Kern bleibt es das selbe. Auch Munition von gewissen Waffen müssen nicht mehr eingespart werden, da du bestimmte Waffen eh nie verwenden wirst bevor du sie wegwerfen musst um eine Neue aufnehmen zu können. Es bringt also nichts seine Munition taktisch auf die Spiellänge zu verteilen... welche heute längst nicht mehr die Länge von Spielen aus früheren Zeiten vorweist.
Kommen wir also zurück zu unserer SP Situation:
Den Granatenwerfer beherrschen wir nicht gut genug um ihn so als direkte Waffe einzusetzen, aber er kann ein wenig Schaden Anrichten und die Gegner zur Tür locken. Der Raketenwerfer kann uns selbst beschädigen und ist ein wenig zu langsam. Für die Shotgun ist ist der Raum zu groß und die Mashinegun ist etwas zu schwach in dieser Situation und die Munition der oben über drüber Waffe ist und zu schade. Das Scharfschützengewehr würde gehen, aber dazu müssen wir zu genau sein. So nehmen wir den Plasmawerfer, auch wenn wir uns die Munition davon eigentlich für einen Boss aufnehmen wollten. Also: wir planieren den Raum zunächst mit dem Granatenwerfer, wir hören bereits, dass es zwei dahingerafft hat. genug davon, wir sprinten durch die Tür und wechseln zum Plasmawerfer. der gepanzerte Gegner ist bereits um die Ecke gekommen und eröffnet das Feuer. Daneben! Wir suchen schnell Deckung hinter einem Pfeiler in der Mitte des Raumes, von hier aus eliminieren wir erstmal zwei der schwächeren Gegner. Am Geräusch der Fußstapfen können wir erkennen, dass unser Gepanzerter Nemesis in unsere Richtung unterwegs ist. jetzt kommts drauf an. mit einem schrägen Satz entfernen wir uns von der Deckung in die hintere Ecke des Raumes und feuern alles was wir haben auf den Gepanzerten. geschickt weichen wir mehreren Schüssen aus seiner Schulterkanone aus, schließlich fällt er zu Boden, wir haben gewonnen.
Wir haben diesen Raum bezwungen und zwar mit nur 10 Health. Das Gefühl lässt sich kaum beschreiben. Man hat eine große Leistung vollbracht und das Spiel lässt es einen spüren. Wir nehmen Health und Rüstung an uns und verlassen den Raum erleichtert und triumphierend zum Hinterausgang.
Heute wäre die Situation niemals so außer Kontrolle geraten. Wir wären mit voller Gesundheit in die Situation gekommen und hätten und hinter dem Pfeiler regenerieren können. Allein diese Sache mit der Selbstheilungskraft nimmt einem, wie man sehen kann viel von der Schwierigkeit des Spiels und von der Spannung einzelner Augenblicke weg. Auch Entscheidungen werden heute für den Spieler getroffen und oft nicht mehr von dem Spieler. Kontextsensitive Steuerung und Quicktimeevents leiten nun kleine Cutscenes ein die, wie im neuen AvP beispielsweise viele Spannungsmomente erzeugen und dem Spieler viele ansonsten selbst durchgeführte Aktionen wegnehmen. Ein Beispiel ist das Hacken aus AvP 2 im Vergleich zum Hacken aus dem neuen AvP. im zweiten teil musste man sich zunächst mit dem Hackmodul bewaffnen. dann musste man es anwenden. das waren Minuten, in denen man mit dem Rücken zu allem Stand, was da auch immer sein mochte. und wenn sich sich wehren wollte musste man zuerst einmal in der Situation eine Waffe ziehen. Beim neuen AvP geht man zur hackbaren Konsole, die übrigens mit einem dicken Fetten Symbol angezeigt wird, drückt die Aktionstaste und das hacken wird eingeleitet. Während das Modul hackt ballert man fröhlich ein paar Aliens ab und bekommt eine Statusanzeige am unteren Bildschirmrand. Dem Spieler wird seine Kompetenz abgesprochen und er wird immer häufiger zum Zuschauer degradiert. Das ist etwas, das bislang nur japanische Spiele gut konnten. Der Grund dafür: heutige Gamer wollen keine Spiele mehr spielen, sie wollen interaktive Filmerlebnisse. Ein Spiel an sich kann nur sehr oberflächlich, wenn überhaupt eine Geschichte erzählen. Um eine Story voranzutreiben muss das Spiel zumindest wie in Unreal mit Text gefüttert werden. Früher war es nicht nötig, weil die Spiele an sich wichtiger waren. Man spielte, weil man das Spiel spielen wollte und nicht um eine epische Geschichte erzählt zu bekommen, dafür gab es Filme und Bücher. Mittlerweile ist bei vielen die Geschichte einer der Hauptspielgründe geworden. Da sind dann natürlich solche Szenen, wie oben beschrieben vollkommen deplatziert. So etwas braucht da keiner, weil es einen nur davon abhält der Geschichte zu folgen. Das Ende vom Lied ist: Games werden einfacher und nehmen die Spieler nun oft bei der Hand um sie durch das Spiel zu führen. Darunter leider am Ende alles, weil man keinen Skill mehr voraussetzen kann. Und ohne Skill bleiben wenige Spielarten übrigen, die man dem Spieler noch zumuten kann. Im Rahmen eines FPS kann also nur noch der Taktikshooter wirklich punkten.
Da man nun nicht mehr davon ausgeht es mit fähigen Gamern zu tun zu haben wird auch die Wahl der Steuerung nebensächlich, solange die Plattform die Grafikpower hat ist egal was im USB Port vor sich hin gammelt. Steuerung ist eben unwichtig, wenn es keine Momente mehr gibt in denen ein Spieler alles geben können muss. Erwartet man solche Momente trotzdem wird das Fadenkreuz einfach auf den ganzen Bildschirm gestreckt. Ja, erinnert ihr euch nur wie präzise man früher trotz der gröberen Hitboxes oft zielen musste? Da man ja heute auch keine Munition mehr wirklich sparen muss kann man einfach blind in die ungefähre Richtung des Feindes ballern...
Alles in allem ist Gaming langsamer, kürzer, einfacher und zugänglicher geworden. Das erweitert das potenzielle Publikum, macht Storytelling möglich überfordert niemanden und wird ohnehin von der großen Masse so gewollt. Die Nachteile für uns alte Gamer sind offensichtlich.

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Beitrag von Der Amiganer » So 20.06.2010, 20:50

Ich hab mich zwar noch nie mit Online-Gaming beschäftigt, aber ich kann nur dir nur zustimmen was die Entwicklung der heutigen Spiele anbelangt. +++
Wenn der Pessimist sagt "Das Glas ist halb leer" und der Optimist "Das Glas ist halb voll", was sagt dann der Realist? "Das Glas ist doppelt so groß wie es sein müsste"

Bild: Megumi Odaka als Asuka Kuraku

mercury

Beitrag von mercury » Mo 21.06.2010, 07:20

Ja, viele der Mängel in heutigen Spielen werden auf "Realismus" geschoben, aber ich bitte dich, in einem Spiel wie Halo ist ein Wort wie "Realismus" keinesfalls ein Wort mit tatsächlicher Gültigkeit. Oder nehmen wir das neue AvP... ich hätte gedacht, dss man da den Realismus spätestens beim Titel des Spiels schon über Bord geworfen hat. Warum also so erpicht auch beispielsweise ein realistisches Waffenwechselnsystem sein?
Die Liste der Probleme ist lang, die Liste der Ausreden länger, am Ende ist es die Verkonsolierung und die Faulheit der Programmierer.


Klein und fein



Communitys von damals waren kleine eingeschworene Gruppen, jeder kannte jeden und jeder hatte Spass an seiner Rolle und an seinem Mitgliedsstatus. Der eine konnte dies, der andere das, man lebte kreativ zusammen unabhängig voneinander. Man wollte zusammengehören und man hatte Interesse aneinander. Heutzutage werden Spiele und Server Zentral verwaltet. Allein schon um den Singleplayer spielen zu können muss man sich für einige Spiele online registrieren und zwangsläufig einer Community anschließen. Man wird in eine Gruppe gezwungen und hat keinen Einfluss darauf wie diese zusammenpasst. Man wird auf Server gepfercht wie Vieh in einer Massenabfertigung und man wird in ein Forum gepfercht wie in einen Schweinestall. Das Individuum zählt nichts mehr, wenn du sich selbst einbringen willst, dann musst du heutzutage schon großes leisten und Anerkennung kannst du ohnehin vergessen, dazu geht ein Beitrag in der Fülle von Beiträgen schlichtweg zu schnell unter. Auch die, die wollen können nicht, da sie dich einfach nicht mehr sehen.
Ich möchte dies einmal anhand eines Beispiels darlegen, das wir alle kennen:
Früher waren Communitys so, wie wenn man sich nachmittags mit seinen besten freunden auf dem Bolzplatz zum Fußballspielen traf. Man kannte und mochte sich, man respektierte sich und hatte Spass am Spiel und an der zwischenmenschlichen Kommunikation. Es war ein Miteinander an dem jeder mitwirken konnte.
Heute ist es wie Schulsport. Es gibt fixe Zeiten und fixe Räumlichkeiten, vielleicht mag man den einen oder anderen, aber keinesfalls alle, es gibt feste Abläufe und ein Chef von oben entscheidet was gespielt wird und wie die Regeln sind und der zwischenmenschliche Austausch findet nicht oder zumindest nicht sinnvoll statt. Der einzelne bewegt hier nichts mehr.
Geregelt wird heute von oben nach Unten. der Hersteller weiss wann du wie lange mit wem sein Spiel gespielt hast, der gläserne Gamer ist schon lange Realität und stand nie zur Debatte, man möchte fast meinen, dass das Gegenteil der Fall sei. Menschen rennen den Unternehmen geradezu die Bude ein und wollen sich preisgeben. Gamertags findet man heute in jedem Forum, darauf ist klar zu erkennen welches Spiel man wie lange und wie Erfolgreich gespielt hat. Für viele Gamer scheint dies nun die Möglichkeit geworden zu sein in der Masse vielleicht doch noch aufzufallen. Dabei wird nicht beachtet, dass jeder so ein Gamertag hat und jeder versucht damit aufzufallen und bei jedem stehen irgendwelche Erfolge drin.
Ja, Erfolge. Früher gab es eine Score in manchen Spielen, oder man überzeugte durch können, heute erspielt man sich "Achivements", das sind Erfolge, die man bekommt, wenn man bestimmte vorgegebene Dinge erfüllt, wie zum Beispiel ein bestimmtes Level in einer bestimmten zeit abzuschließen. Viele dieser Achivements sind absolut billig zu bekommen und bedeuten daher nichts. Man hat also ca. 100 Achivements zu Buche stehen bis man an die wichtigen und großen kommt. Wer sieht sich so etwas an? Reicht denn eine einfach Score nicht mehr? Nein, jetzt braucht man Bildchen dafür, dass man in Batman - AA jemanden von einem Gargoylekopf aus gehascht hat - als ob man in dem Spiel noch irgendwas anderes macht. Und dann ist man in einer Community, in der allein aufgrund der Größe 50% aller Mitglieder das Spiel eh schon weiter als man selbst gespielt hat, was bringen einem dann all die tollen Achivements?
Wir sehen uns also einem alten und überholten System gegenüber, das neu aufgebauscht wurde und ganz im Sinne des modernen Gaming in Art, Ort, Zeit und Inhalt zu 100% fixiert wurde. Wo man früher eine Score auf jede nur mögliche Art erlangen konnte und damit viele Freiheiten in der findung seiner eigenen Spielweise hatte kann man die Spielinterne Anerkennung heutzutage nur noch dadurch bekommen, dass man sich zu 100% dem Willen der Entwickler unterwirft. Dieser wird dann online für einen veraltet und der Welt präsentiert und mit der Welt vergleichen. Man bemerkt, dass man vielleicht aus eigener Sicht etwas tolles erreicht hat, sieht aber im gleichen Atemzug, dass man im Weltvergleich nicht mal nennenswert ist. Wo man sich früher mit Freunden gemessen hat und dann sein Selbstwertgefühl daran aufbauen konnte, dass man immerhin schon auf dem zweiten Platz in der Scoretabelle auf deine Heimkonsole war bedeutet es heute nichts mehr. Selbst wenn man absolut perfekt spielt kommt man nicht weit nach oben und man kann sich keinerlei Anerkennung mehr sicher sein.
Was macht das mit dem Selbstwertgefühl des neuen Gamers? Ich war damals jemand weil ich einzigartig war und mich durch mich, mein Können und meine Spielweise von den anderen abhob. es waren nicht viele, aber es waren wenigstens welche. Die Spiele ließen mich in mein Spiel rein kommen und zwangen mir nicht ihre Art auf. Die Hersteller gaben mir die Freiheit selbst zu bestimmen was ich online repräsentierte und mit wem ich verkehrte. Die Communitys achteten mich für meine Art zu spielen, man redete mit mir. Online zu sein hieß den Tag hinter sich zu lassen, wenigstens für ein paar Minuten oder Stunden. Es war eine Möglichkeit sich auszutoben, sich mit etwas anderem zu beschäftigen, den Alltag einmal links liegen zu lassen, in eine andere Welt einzutauchen Teil von etwas zu sein, eben wie das Fußballspiel mit den Freunden, nur epischer und fantasievoller, mit mehr Möglichkeiten.
Heute ist es für viele Alltag, es ist industrialisiert. Das Spiel ist nicht mehr Teil von dem Spieler, der Spieler ist jetzt Teil der Industrie. Die Masse an Spielen hat endlos zugenommen und jeder versucht den anderen zu übertrumpfen. Den besseren Onlinedienst anzubieten, die größere Community zu haben, die volleren Server zu verwalten etc. Der einzelne Spieler geht verloren, er ist nur noch eine weggekürzte eins am Ende eine Statistik. Den neuen Gamern scheint es so zu gefallen, sie kennen es wohl auch nicht anders, worüber sollten sie also klagen? Teil von einer Masse zu sein hat auch seine Vorteile wenn man andere Beleidigt. Bei 10000 Lamern fällt einer nicht mehr auf und die Industrie kann und will ohnehin nicht jeden zahlenden Kunden verbannen, der man jemanden beleidigt.
Obwohl das so auch nicht ganz stimmt. Dadurch, dass Spiele heute online registriert werden müssen und erst vom Hersteller freigegeben werden liegt die Möglichkeit zu Spielen ganz im Ermessen des Herstellers. Schon im Kaufvertrag unterschreibt der Spieler, dass er sich gerade für den kauf einer 30 Tage Demo für 70 € entschieden hat. Alles was danach kommt ist nicht Teil des Kaufs, denn die 70 € hat man nicht etwa für das Spiel bezahlt, sondern für die Hülle, das Handbuch und die CD. Wir erinnern uns an früher, wo man auch tatsächlich ein Spiel bekam, wenn man eins kaufte. Wo man es jederzeit installieren und spielen konnte, ohne am Internet zu hängen, Auf jeder LAN Party beim Kumpel um die Ecke.
Das geht jetzt nicht mehr, jetzt zahlt man für seine Unterhaltung und zwar doppelt und dreifach.
Die Hersteller behindern die Gamer also bewusst am echten sozialen Kontakt und zwingen sie in die eigenen Communitys. Wo man früher, wenn man nicht online sein wollte noch frei entscheiden durfte wird man heute in die Einheitsform gepresst und muss sich online offenbaren, wenn man seine 70 € nicht verschenkt wissen will. Was da noch hinzu kommt ist, dass solche Standards mit dem Käufer nicht angesprochen sind und nur marginal auf der Verpackung zu lesen sind. Man kennt allerdings auch nicht die AGBs der Onlineregistrierungen, so ist die rechtliche Lage also unbekannt bis zu Letzt. Das sind Methoden die einer Firma unter normalen Bedingungen den Bankrott durch hohe Geldstrafen bringen würde.
Letztlich ist das aber auch das Miteinander, das Kennenlernen von neuen, interessanten Leuten, das in der Masse untergeht. Anstatt mehr Freunde zu finden findet man nur mehr "Friends", das sind virtuelle Bekannte, mit denen man nichts zu tun hat. Man lernt sich nicht kennen, tauscht sich nicht aus, es entstehen keine interessanten Diskussionen, bestenfalls gibt es Flamerei, denn durch Beleidigen fällt man auf. Vermutlich ein weiterer Grund für den großen Anstieg der Flamerei. Anerkennung durch auffallen und Auffallen egal wie.

mercury

Beitrag von mercury » So 17.10.2010, 10:59

Leicht verbesserte Versionen der texte kommen jetzt auf Angerissen. Teil 1 ist hier:
http://www.angerissen.de/?p=1681

mercury

Beitrag von mercury » Sa 23.10.2010, 15:20


mercury

Beitrag von mercury » Sa 30.10.2010, 10:10

Teil 3:
http://www.angerissen.de/?p=1752

Ich erinnere nochmal: die Fassungen sind mehr oder weniger stark überarbeitet. da steht ein bisschen was neues drin, wer also interesse hat sollte sie nochmal lesen :).
Wenn ich gut bin gibts ab nächster Woche dann die neuen Teile.

mercury

Beitrag von mercury » Fr 17.12.2010, 15:20

Erinnert ihr euch n die waghalsigen Manöver, das grandiose Movement, die sagenhaft schnelle Gameplay und das gnadenlos präzise Aiming von Quake 3?
So schaut das aus, wenn man das Spiel mit einem Kontroller versucht zu steuern...:
http://www.gametrailers.com/video/multi ... ena/708596

Deswegen gehören Shooter auf den PC, vielleicht können Entwickler dann auch endlich mal wieder was anderes herausbringen als "War-Shooter #8127351" oder "Halo xyz". Wie wärs mal mit einem echten Game und keiner Farce?

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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Leitbild » Fr 09.03.2018, 12:15

Ooooh, hab das erst heute zufällig entdeckt - ein wundervoller dreiteiliger Text, der mir wahrlich aus der Seele spricht ... +++

Ich selbst war auch jahrelang in einem UT-Clan ... bis der Server eingestampft wurde und die Alternativserver allesamt von kleinen, dummen, arroganten, grossmäuligen Kackbratzen überrannt wurden (der Horror war nun letztendlich doch im eigenen "Haus" angekommen), die noch nichtmal richtig spielen konnten, für die "Teamwork" offenbar ein Fremdwort war und bei denen "Netspeak" offensichtlich nur noch aus geistigen Ergüssen a'la "F*** You, Sh*tface" oder "I kill You, B**ch" bestand ... und das war bereits schon 2006-2008!

Und die ganzen Konsolenkinder und andere Holzköpfe, die über Steam und Konsorten Einzug hielten und noch nichtmal damit klar kommen, einen Mod richtig zu installieren und ständig mit der selben Frage herumspammen (und nach mehrmaligen Erklärungsversuchen auch noch beleidigend werden, nur weil sie selber zu blöd sind und ihren Frust an denen auslassen, die ihnen eigentlich nur helfen wollen) nahmen in den Jahren ab 2009-2013 Überhand ... auch wenn ich mir viele Spiele original hole, so muss ich sie zwangsläufig dennoch cracken, nur um mir diesen ganzen unnützen Steam-Zirkus zu ersparen ... :roll:

Ja nee ist klar, für ein reines Single-Player-Game wie Half-Life 2, Skyrim od. Oblivion MUSS man ja auch ständig online sein ... :breakfast: BULLSHIT!

Von den meisten übertrieben kurzweiligen und geistlosen Schiessbuden-Games ohne jegliche Innovation (siehe CoD, Battlefield, CS und Konsorten) will ich gar nicht erst anfangen müssen ...

Und was soll eigentlich der ganze Scheiss mit diesen Let's Plays? Irgendeine Saftnase, die sich selbst als "YouTube-Star" verkauft (die sollen lieber mal ordentlich arbeiten gehen!) spielen also ein Spiel und geben ihre dummen Kommentare dazu ab ... aha ... und die Typen sind tatsächlich beliebt??? :stupid: Ganz ehrlich, ist es nicht sinnvoller nur eine Review für das jew. Game zu machen und die Leute nicht lieber selber spielen zu lassen? So haben die ausnahmsweise auch mal was davon, ohne von vornherein abgeschreckt und gespoilt zu werden ...

Gott, wisst ihr noch, damals in den 1990ern, wo man noch blindlinks auf unzähligen Shovelware-CDs herumprobierte, um mal ein halbwegs brauchbares Game zu entdecken? Ganz zu schweigen von berüchtigten Titeln wie "Doom", "Quake", "Wolfenstein 3D" die angeblich "verboten" waren (ja, Indizierungen wurden damals noch naiv als Verschwörungen der Erwachsenen Spielverderber-Eltern und Gutmenschen-Lehrer abgetan :-P ) und dann hatte doch tatsächlich einer die Shareware-Version von Doom od. Heretic auf Diskette! Man war sofort der gemachte Mann in der Parallelklasse ... :lol: Derjenige war meistens ich ... :-P Dieser Entdeckungs- und Forschergeist wird heute dank Youtube und Konsorten leider im Keim erstickt ... die breite Masse spielt nicht mehr, sie konsumiert nur noch und lässt sich schön stumpfsinnig alles vorkauen ... :breakfast:

Und was soll eigentlich der ganze Schrott mit den "E-Sports"? :breakfast:
Schön, man hat uns die Games und Server weggenommen und kommerzialisiert und nun auch noch den Sportsgeist derselbigen? ---

So frustrierend das ganze auch für altgediente Gamer ist, so hat sich in den letzten Jahren auch einiges Positives getan - nämlich die Modderszene ist aktiver dennje und sehr fleissig und kreativ dabei, die wenigen noch halbwegs brauchbaren Games mit noch mehr Qualität, Innovation, Vielfalt und Fun zu versehen ... und das ist doch mal was ... die einstigen Clans, Server-/Forenbetreiber und Teamgeister von einst sind umgesattelt, testen nun Mods, Sourceports und Betas von Indiegames und geben Feedbacks und kreativen Input an die kreativen Köpfe weiter ... Tja, wenn einen die Spielewirtschaft verkauft, verrät und im Stich lässt, so gibt es nix besseres, als den Spiess umzudrehen und sich selbst den Spielspass zurechtzubasteln, der einem von den Geldsäcken da oben verwährt wird (meistens werden die Mods sogar besser als die eigentlichen Kernspiele) +++

Es besteht also durchaus noch Hoffnung ... naja, mal schauen wie lange noch bis uns dann auch dies noch weggenommen und restlos an den unwürdigen Pöpel verschachert wird ... Steam und Bethesda sind z.B. offenbar schon jetzt fleissig dabei, die Grundlage für den neuesten Verrat an ihren treuesten Stammkunden und einstigen Geldgebern zu schaffen (ohne Scheiss, ohne die Modder die deren verbuggte Games schon aus Tradition regelmäßig reparieren, wäre vorallem Bethesda längst vom Markt) - geschickt getarnt als "Möglichkeit für Modder ihre tolle Arbeit dem breiten Publikum zugänglich zu machen" - am Anus! Das "breite Publikum" weiss sowas doch gar nicht mehr zu schätzen (es erfordert nämlich schon mehr Grips, einen Mod überhaupt erstmal richtig zum laufen zu bringen als nur per Plug-and-Play blindlinks zu konsumieren) ... :breakfast:

Teamgeist - tot ... Geschick - tot ... Abenteuerlust - tot ... Entdeckergeist - tot ... Fantasie - tot ... das nächste was ausstirbt, ist die Kreativität ... :?

Eine neue Generation von Gamern wäre schon was tolles - wenn diese auch entsprechend verantwortungsvoller mit dem Thema umgehen könnte ... aber so? Jeder Depp mit zuviel Taschengeld, der gerademal eine Konsole bedienen kann bezeichnet sich heutzutage schon als "Pro-Gamer" :roll:
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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Gorath » Sa 10.03.2018, 10:11

Ich bin auch viele Jahre als Einzelkämpfer in Spielen unterwegs gewesen, Hauptsächlich auf Konsolen aber für Strategiespiele und PC-exklusive Titel eben auch am PC. Ich habe mich noch nie als Profispieler bezeichnet, aber als jemand der Videospiele für so Sachen wie Story, Gameplay und Präsentation liebt. Ich finde ich habe selbst auf Konsolen auch eine Menge sowohl technisch als auch spielerisch anspruchsvolle Spiele gehabt. Natürlich habe ich auch mindestens die selbe Menge an spielerischem "Fastfood" und "Junkfood" gehabt.

Multiplayer im Internet ist nicht so ganz mein Ding, ich habe zwar in der Neuzeit hier und da auch mal so Sachen wie World of Warcraft und Diablo 3 gespielt, aber meist queste ich halt einfach lieber, so wirklich ernsthaft mit anderen Spielern war ich noch nicht unterwegs. Irgendwie fehlt mir da einfach der Nerv und ich weiß das die Communitys der Spiele unter Umständen nicht so wirklich Fehler verzeihen.

Für mich war es damals schon Multiplayer genug wenn ich mit meinem Bruder Tekken 3 oder Streetfighter Alpha gespielt habe oder Irgendwelche Rennspiele gezockt habe. Mir fällt auch echt auf, das ich wenn ich mal bei Steam schaue nicht nach dem aktuellen Titeln schaue, sondern eher nach alten Spielen wie z.b. Shadow Man oder der Thief Reihe. Alte Spiele bleiben einem halt immer noch als gute Spiele in Erinnerung. Ich habe damals z.b. mit Begeisterung Legacy of Kain Soul Reaver am PC gespielt, auch ohne Gamepad, ich habe mir die grottige Tastatursteuerung zu eigen gemacht.

Aber das beste am PC waren eigentlich die Strategiespiele wie Age of Empires oder Warcraft 3, die Rollenspiele wie Diablo 1+2 und Fallout, nicht zu vergessen Morrowind und Oblivion sowie die ganzen schönen Point and Click Adventures wie Monkey Island 3, Day of the Tentacle oder auch das damals von DTP vertriebene Black Mirror. Man muss das klar Abgrenzen, Die Playstation 1 bzw. 2 war halt das Spielgerät das ich für so Sachen wie Metal Gear Solid, Final Fantasy, Tekken und GTA genutzt habe sowie halt für andere Spiele die auf der Konsole Sinn machen und der PC halt für alles andere was auf der Konsole nicht gut Spielbar war. Also Egoshooter, Strategie, Adventures, Rollenspiele.
Zuletzt geändert von Gorath am Sa 10.03.2018, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Astro » Sa 10.03.2018, 16:42

Abgesehen von den Rechtschreibfehlern muss man zustimmen. Online spielen lohnt sich nicht mehr. Die meisten Spieler sind schlechter als Bots. Hab eine Zeit lang World of Tanks gespielt, aber mit der Dummheit der User und dem ganzen Premium- und Lootingkram heutzutage ist eigentlichen alles unspielbar.
Die Folgespiele ehemals guter Spiele werden durch das Zusammenrühren von PC und Konsolenspielern auf gemeinsamen Servern verhunzt. Da ist jedes neue Spiel ein Downgrade, damit die Konsolenzocker mit ihren grobmotorischen Controllern nicht komplett gegen die präzisen PC-Spieler abka**en. Das führt dann zu seltsamen Zauberergebnissen, die jeden PC-Spieler frustrieren müssen.
Eigentlich bin ich auch froh drum. Die Spielerei ist eigentlich nur verbratene Zeit. Die sollte man besser nutzen. Mit einem guten Hobby oder einem Buch. Jedes Spiel verlangt heutzutage "grinding". Eigentlich haben wir davon ja schon genug auf der Arbeit, oder?
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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Leitbild » So 11.03.2018, 11:54

@Astro - Wohl wahr, wohl wahr :-P

Aber mir geht es so, dass ich beim zocken immernoch am besten abschalten kann ... das geht am besten, wenn man direkt und interaktiv in eine andere (interessantere und hoffentlich weniger frustrierende) Welt abtauchen kann ... :wink:

Zugegeben, das ist auch mit einem guten Buch machbar - nur leider bin ich nicht so der Roman-Fan, ich bevrzuge lieber nüchterne Belletristik und Sachbücher (da bleibt die Fantasie leider immer etwas auf der Strecke) :lol:

Da helfen mir eben meist nur noch Filme (für das simple, vorgekaute abschalten) & Games (für das vielseitigere, interaktive abschalten) ... halt Eskapismus in Reinkultur :wink:

@Oliver - Oooh, jaaa ... Shadowman ... Age of Empires ... das waren noch Zeiten :-P
Hab die alle sogar noch Original da (zumindest Shadowman & AoE1+2) +++

Die Point + Click Adventures von LucasArts waren auch immer ganz nett ... hab die aber ehrlich gesagt seit Dekaden nicht mehr angerührt ... wäre vllt. dann doch mal wieder an der Zeit ... :-P

Aber dazu muss man erstmal Muse haben ...
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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Elite » Di 13.03.2018, 15:05

Astro hat geschrieben:
Sa 10.03.2018, 16:42
Abgesehen von den Rechtschreibfehlern muss man zustimmen. Online spielen lohnt sich nicht mehr. Die meisten Spieler sind schlechter als Bots. Hab eine Zeit lang World of Tanks gespielt, aber mit der Dummheit der User und dem ganzen Premium- und Lootingkram heutzutage ist eigentlichen alles unspielbar.
Die Folgespiele ehemals guter Spiele werden durch das Zusammenrühren von PC und Konsolenspielern auf gemeinsamen Servern verhunzt. Da ist jedes neue Spiel ein Downgrade, damit die Konsolenzocker mit ihren grobmotorischen Controllern nicht komplett gegen die präzisen PC-Spieler abka**en. Das führt dann zu seltsamen Zauberergebnissen, die jeden PC-Spieler frustrieren müssen.
Eigentlich bin ich auch froh drum. Die Spielerei ist eigentlich nur verbratene Zeit. Die sollte man besser nutzen. Mit einem guten Hobby oder einem Buch. Jedes Spiel verlangt heutzutage "grinding". Eigentlich haben wir davon ja schon genug auf der Arbeit, oder?
Ich weiß zwar nicht, was für aktuelle Spiele außer World of Tanks aber alle aktuellen Spiele damit anzuschuldigen nur noch grinding vom Spieler abzuverlangen finde ich äußerst polemisch. Auch die Spielerei als verbratene Zeit zu bezeichnen finde ich ebenso polemisch. Ich habe mich in akademischer Hinsicht im letzten Jahr sehr viel mit Videospielen befasst und für die Germanistik und die Medienwissenschaft sind sie in akademischer Hinsicht von großer Bedeutung. Durch fast hundert Fachbücher zum Thema habe ich mich durchgewälzt und was Videospiele in narrativer, immersiver und performativer Hinsicht mit einer Geschichte bewirken können, lässt sich kaum mit einem Buch oder gar einem Film aufwiegen. Klar, sie haben Grenzen in ihrer Interaktivität, doch die anderen beiden Medien vermögen es kaum den Rezipienten dermaßen stark in die Handlung zu involvieren, wie es etwa Videospiele schaffen. Das Medium hat großes Potenzial, vor allem in narrativer Hinsicht. Es bietet ebenso didaktisches Potenzial für unsere Klassenräume, wenn sie denn nicht in digitaler Hinsicht so unfassbar rückständig wären. Dieses Spannungsfeld zwischen Narration, Immersion und Performanz ist äußerst komplex und mit Blick auf den Grad der Interaktivität, die dem Spieler eingeräumt "werden kann" hochinteressant. Einer meiner ehemaligen Dozenten hat sogar seine Dissertation darüber verfasst. Videospiele somit als verbratene Zeit zu bezeichnen, kann nur von jemanden stammen, der sich mit dem Medium weder eingehend und schon gar nicht akademisch befasst hat.


Mal abgesehen davon kann man die meisten Spiele auch an den Konsolen mit Maus und Tastatur zocken, was bereits seit der PlayStation 2-Ära teilweise möglich ist. Wer also gegen PC-Spieler spielt, wird dies mit Sicherheit auch in Betracht ziehen, allein schon aufgrund der Input-Lags der Controller, die heutzutage auch nicht mehr so grobschlächtig sind wie sie es damals zu PlayStation 1-Zeiten noch waren. Darüber hinaus kommt es auch darauf an wie gut die Entwickler ihr Spiel programmiert und darauf abgestimmt haben. Bei manchen Spielen sehe ich auch keinen Unterschied zwischen den Eingabegeräten z.B. Rocket League. Bei Shootern sieht das z.B. widerum anders aus (auch wenn ich am liebsten eben jene mit dem Controller spiele). Verschiedene Genres eignen sich halt mal besser für die Maus und Tatstatur oder eben für den Controller. Ich find's da keineswegs verkehrt den Leuten die Wahl zu lassen, vor allem dann, wenn es gut und fair aufeinander abgestimmt worden ist (zur Not auch Patches sei dank).

Ich für meinen Teil, um mal beim Thema zu bleiben, stamme aus dem Konsolen-Lager. Das Nintendo 64 und die erste PlayStation waren die ersten Heimkonsolen, die wir (mein Bruder und ich) als Kinder hatten. Einen PC haben wir erst relativ spät bekommen, etwa zu Zeiten des ersten Battlefields, Project I.G.I.s etc.. Wir hatten jedoch nicht sonderlich viel Spaß mit unseren Computern, obwohl sie öfters aufgerüstet worden sind. Die Spiele liefen nicht sonderlich flüssig, obwohl wir die Grafik und Auflösung stark heruntergeschraubt hatten und die eingebauten Komponenten mit den Spielen gut hätten klarkommen müssen. Probleme, welche diese Dinge verursacht haben könnten, konnten wir kaum ausfindig machen und ständig Geld fürs Aufrüsten oder Reperaturen zu bezahlen konnten und wollten wir nicht hinnehmen.

Konsolen hatten zwar längere Ladezeiten, aber dank des Plug & Plays konnte man das Spiel einfach reinstecken und ohne Probleme zocken, denn damals gab es kaum Bugs, die so gravierend waren, den Spielstand zu löschen oder etwa das Weiterkommen permanent zu verhindern. Heutzutage ist es komplett anders. Trotz der fortgeschrittenen Technik fühlt es sich wie ein deutlicher Rückschritt an. Die Entwickler werden von ihren Publishern so unter Druck gesetzt ihre Release-Termine zu halten, damit die Aktien des Unternehmens bloß kein Quäntchen sinken im Falle einer Verschiebung. Deswegen werden heutzutage haufenweise unfertige Spiele veröffentlicht, die beim Release ohne riesigen Day One-Patch kaum spielbar sind und gar den aktuellen Fortschritt löschen oder von ständigen Freezes beherrscht werden. Dies gilt übrigens für Konsolen sowie für den PC gleichermaßen. Außerdem setzten ebenfalls beide Systeme auf Abzocker-Modelle à la Pay to Win durch Mikrotransaktionen oder DLCs, was einem immer den faden Beigeschmack hinterlässt nicht nur ein unfertiges sondern auch nur ein halbes Spiel für sein Geld erworben zu haben. Fast keines meiner PS3-Games habe ich mir dabei direkt zum Release geholt, wodurch ich zum Gebrauchtkäufer geworden bin, um Geld und Nerven zu sparen.

Es ist nicht nur das, was mich als leidenschaftlichen Zocker von modernen Konsolen abwendet, sondern auch die Tatsache, dass sie den Computern immer ähnlicher werden und ironischerweise trotzdem schon zu Release diesen hinterherhinken. Ich hätte gerne wie früher ein komplettes Spiel, mit dem nicht hinterher wer weiß wie viel Geld mir noch aus der Tasche gezogen werden soll. Ich möchte nicht das Spiel erst installieren müssen und Gigabyte-große Patches herunterladen, damit ich es anschließend erst halbwegs ohne Probleme zocken kann. Und ich möchte nicht tausende Social Media-Anbindungen an Facebook, YouTube, Twitch und Konsorten haben. Einfach nur dem klassischen Plug & Play-Prinzip gemäß das Spiel reinschieben und loslegen (vor allem auch ohne permanente für mich als Spieler sinnlose Online-Anbindung). Der Konsolen- bzw. der Spielemarkt generell macht grad einige bedenkliche Entwicklungen durch, doch die ganzen kleinen Kiddies geben den führenden Publishern in ihrem Handeln recht, indem sie ihnen all ihr Taschengeld in den Rachen schieben. Jedenfalls stellt sich mir die Frage wieso ich noch eine Konsole kaufen sollte?! Stattdessen kann ich mir doch auch einen neuen Rechner zusammenstellen und es würde bis auf die bessere Technik fast auf das Gleiche hinauslaufen. Deswegen habe ich mit der PlayStation 3 für mich den Schlussstrich gezogen und sie wird daher meine letzte Konsolengeneration sein. Die PlayStation 4 habe ich bisher erfolgreich ausgesessen und ich habe aufgrund der aktuellen Entwicklung auch kein sonderlich großes Verlangen nach ihr. Auch die Nachfolgegeneration wird mich sicherlich kaum reizen. Ich habe den Fokus mehr auf die alten Konsolen gelegt, die ich besitze und weite meine Sammlung dementsprechend auch aus.

Abschließend wollte ich nur noch einmal klarstellen, dass ich nichts gegeb PC-Spieler habe (nichts was hilft [kleiner Scherz am Rande]) und Konsolen und PCs als Spieleplattform beide ihre Daseinsberechtigung haben. Auch innerhalb der Konsolen mach ich nicht bei den Microsoft Vs. Sony-Bullshit mit, da es mir schlicht und ergreifend zu infantil ist. Jedes System seiner Generation hat einfach seine Vor- und Nachteile, seine eigenen tollen Exklusivtitel und Innovationen. Es ist mehr eine Geschmackssache, was man bevorzugt als ein objektiv besseres System auszumachen. Leute die sowas nur an der Technik, den Marken oder den Innovationen messen und es nicht im großen Ganzen betrachten, sind zu sehr Fanboys ihrer Spieleplattform, als dass man mit ihnen objektiv und sachlich über verschiedene Plattformen hinweg argumentieren könnte.
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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Astro » Mi 14.03.2018, 19:23

Elite hat geschrieben:
Di 13.03.2018, 15:05
Ich weiß zwar nicht, was für aktuelle Spiele außer World of Tanks aber alle aktuellen Spiele damit anzuschuldigen nur noch grinding vom Spieler abzuverlangen finde ich äußerst polemisch. Auch die Spielerei als verbratene Zeit zu bezeichnen finde ich ebenso polemisch. Ich habe mich in akademischer Hinsicht im letzten Jahr sehr viel mit Videospielen befasst und für die Germanistik und die Medienwissenschaft sind sie in akademischer Hinsicht von großer Bedeutung. []
Dem Herrn Akademiker und Germanisten sei gewahr, daß ich obig meine persönlichste Meinung und Bewertung zu Kunde taht. ... Da müsste ich auch jeden der Polemik bezichtigen, der behauptet, Lakritze sei nicht lecker. :mrgreen:
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Re: Die Geschichten eines alternden Gamers

Beitrag von Elite » Do 15.03.2018, 11:32

Astro hat geschrieben:
Mi 14.03.2018, 19:23
Elite hat geschrieben:
Di 13.03.2018, 15:05
Ich weiß zwar nicht, was für aktuelle Spiele außer World of Tanks aber alle aktuellen Spiele damit anzuschuldigen nur noch grinding vom Spieler abzuverlangen finde ich äußerst polemisch. Auch die Spielerei als verbratene Zeit zu bezeichnen finde ich ebenso polemisch. Ich habe mich in akademischer Hinsicht im letzten Jahr sehr viel mit Videospielen befasst und für die Germanistik und die Medienwissenschaft sind sie in akademischer Hinsicht von großer Bedeutung. []
Dem Herrn Akademiker und Germanisten sei gewahr, daß ich obig meine persönlichste Meinung und Bewertung zu Kunde taht. ... Da müsste ich auch jeden der Polemik bezichtigen, der behauptet, Lakritze sei nicht lecker. :mrgreen:
Na dann akzeptiere und respektiere ich deine Meinung auch gerne! :) Ich bin nur beim Guardian of Orthography etwas stutzig geworden, da er nirgends kenntlich gemacht hat, dass es sich lediglich um eine Meinungsäußerung handelt und das, obwohl er sich sonst immer so gewählt auszudrücken vermag. :wink:
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