Rezension: Die Wupis - 02 - Angriff der Gemeinagenten

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MonsterAsyl
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Rezension: Die Wupis - 02 - Angriff der Gemeinagenten

Beitrag von MonsterAsyl » Mi 07.06.2017, 19:04

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Die Wupis - 02 - Angriff der Gemeinagenten

Zum Inhalt:
Ben ist überglücklich. Der Kommander der Wupis "Was geht ab Mann" hat beschlossen, daß Otto, Cameo und Triximixi bei ihm auf der Erde bleiben dürfen. Allerdings nur unter der Bedingung, daß sie die Menschen und ihre Gewohnheiten auskundschaften und regelmäßig Bericht an den Planeten Wups erstatten.
Dazu müssen sie aber das Haus verlassen und die Stadt besuchen, ein nicht ungefährliches Unterfangen. Tatsächlich lauern ihnen bereits zwei Geheimagenten auf, denen es trotz heftiger Gegenwehr gelingt, Triximixi zu entführen. Nun ist guter Rat teuer, denn für Ben, Cameo und Otto steht fest, daß sie schnell handeln müssen. Sie beschließen, Triximixi aus den Fängen des Geheimdienst zu befreien - doch wie sollen sie das anstellen?

Zur Produktion:
Zeitgleich mit der ersten Folge ist auch die Fortsetzung als Hörbuch bei Karussell erschienen, und ich muss sagen, daß mir diese sehr viel besser gefallen hat. Zu Beginn erfolgt eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, bei der auch die einzelnen Charaktere mit knappen Worten vorgestellt werden, und schon geht es los mit der neuen Geschichte. Autor Fabian Lenk erzählt hier ein weitaus interessanteres und vor allem auch spannenderes Abenteuer, das er gekonnt mit lustigen Szenen auflockert. Dazu zählen unter anderem Ottos Selbstversuch mit den "Raketenschuhen", bei dem das schielende Faultier ziellos durch die Bude titscht, die Szene vor dem Kaufmannsladen, als Triximixi entführt wird, während sich die halbe Straße eine wilde Obstschlacht liefert und natürlich das Verhör der "Gemeinagenten", bei dem Triximixi wieder einen ihrer selbstgemischten Tränke einsetzt. Es macht Spaß, den Protagonisten bis zum Ende ihrer Mission zu folgen, und die gemeinsame Flucht aus dem Geheimdiensthauptquartier bildet einen zufriedenstellenden Höhepunkt. Eine Kleinigkeit hat mich allerdings doch gestört: Bei ihrer spektakulären Flucht versuchen die Freunde, mit einem Hubschrauber zu entkommen und fliegen auch einen Looping. Als erwachsener Hörer weiß man natürlich, daß dies eine physikalische Unmöglichkeit ist, aber Kindern und Jugendlichen wird es wohl nicht weiter auffallen.
Wie schon in der ersten Folge ("Die Wupis - 01 - Mit großem Knall aus dem All") gibt es die eine oder andere "Namens-Spielerei" (der Chef des Geheimdienstes heißt z.B. Viktor Verborgen), und ernstere Themen (hier die Umweltverschmutzung durch Autoabgase) werden wieder nur nebenbei angeschnitten.
Der dritte Teil der Reihe ("Die Wupis - 03 - Feuer hinterm Steuer"), bei dem alle gemeinsam zum Planeten Wups fliegen, ist in Buchform bereits für den 20.07.2017 angekündigt, ein Termin für die Hörbuchfortsetzung steht aber noch aus.
Was die Prouktion von Jan Krüger angeht, so hat sich nichts geändert. Wie für ein Hörbuch üblich, gibt es, mit Ausnahme des Titelliedes (getextet und komponiert von Gideon Sperling und Martin Freitag), weder Geräusche noch eine musikalische Untermalung. Zwar schätze ich es sehr, wenn Hörspiele und Hörbücher mit einer eigens kompnierten Titelmelodie aufwarten, aber diese will mir einfach nicht gefallen. Das liegt aber weniger an der etwas bizarren Musik, als vielmehr an dem wenig eingängigen von Gustav Stolze und Lilly Schlenker gesungenem Text, den ich als ziemlich lahm empfinde. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache.

Zu dem Sprecher:
Vermutlich wurden beide Hörbücher direkt hintereinander eingelesen, jedenfalls tut dies auch hier wieder der großartige Santiago Ziesmer. Erneut beweist er ein gutes Gespür für die einzelnen Charaktere und erweckt diese mit nuanciert verstellter Stimme zum Leben. Frauen, wie Bens Mutter Florence oder Oma Dolores, verkörpert er mit eher hoher Stimmlage, während er bei Männern, wie den Geheimagenten und ihrem Boss, tiefer spricht. Darüber hinaus passt er seine Stimme auch der Situation an. Mal flüstert er den Text, mal ruft er ihn laut heraus, je nachdem, was die Handlung gerade erfordert. Dieser Vortrag hat ihm hörbar Spaß gemacht, und ich hoffe doch sehr, daß er der Reihe auch weiterhin als Erzähler erhalten bleibt.

Fazit:
Gelungene und der ersten Folge inhaltlich klar überlegene Fortsetzung.

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Keeper of the Monsters

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