Rezension: Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene

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MonsterAsyl
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Rezension: Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene

Beitrag von MonsterAsyl » Fr 17.04.2015, 11:14

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Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone

Zum Inhalt:
Prinzessin Pustilla ist enttäuscht. Eigentlich sollte abends ihr erster Tanzball stattfinden, aber ihr Vater, König Schläfchen, hat während eines Ausflugs seine Krone verloren. Ohne dieses Zeichen seiner Würde kann der Ball nicht eröffnet werden. Nachdem es dem kleinen Zauberer Wackelzahn nicht gelingt, die Krone zurückzuzaubern (solange kleine Zauberer noch ihren ersten Wackelzahn haben, klappt das mit der Magie nämlich nicht so richtig) beschließt er, zusammen mit Pustilla danach zu suchen. Unterwegs treffen sie den kleinen Ritter Rübe. Der möchte eigentlich lieber mit ihnen kämpfen, um endlich vom König zum Ritter geschlagen zu werden. Aber als er von der verschwundenen Krone hört, schließt er sich den beiden kurzerhand an. Vom Flugdrachen Flatterich mitgenommen zu werden, würde die Suche sicher erleichtern, aber der muss erst mal seine Flugangst überwinden, bevor das Abenteuer richtig losgehen kann.

Zur Produktion:
Pünktlich zum Erscheinen des Kinderbuchs "Der kleine Zauberer Wackelzahn und der Gewitterdrache und andere Geschichten", von Ralf Leuther, veröffentlicht das Label Karussell seine Hörbuchadaption in Form einer dreiteiligen Lesung. Dieses 80minütige Hörbuch ist Folge 1, die beiden anderen Teile ("Der kleine Zauberer Wackelzahn und der Gewitterdrache" und "Der kleine Zauberer Wackelzahn und der zerbröselte Zauberstab") sind zeitgleich herausgekommen. Erfeulicherweise braucht der Hörer aber nicht gleich alle CDs auf einmal zu kaufen, denn die Erlebnisse des kleinen Zauberers haben eine jeweils in sich abgeschlossene Handlung.
Autor Ralf Leuther (*1961) dürfte vielen wohl von seinen Kinderbüchern "Cara, das Gespenstermädchen" oder "Ein Fall für die Flusspiraten" her bekannt sein. Als Rezensent ist man ja immer in der Versuchung, einen Vergleich anzustellen, und hinsichtlich dieser Geschichte würde ich seinen Stil in Richtung Ottfried Preussler einordnen. Der Inhalt wird unterhaltsam, kindgerecht und nie zu aufregend für die anvisierten Hörer ab 4 Jahren erzählt. Besonders gut fand ich den Charakter des kleinen Ritters Rübe, der mutig beweist, daß es eben doch nicht immer auf die Körpergröße ankommt.
Jedes der dreizehn Buchkapitel hat auf der CD einen eigenen Track, was den Wiedereinstieg nach Unterbrechungen erheblich erleichtert.
Zur Produktion an sich gibt es eher wenig zu sagen, da bei einem Hörbuch üblicherweise weder Geräusche noch Musik eingespielt werden.
Letzteres ist schon ein bisschen schade, denn bei drei Teilen wäre ein Titellied oder eine entsprechende Anfangsmelodie für das kleine Publikum sicher schön gewesen.
Regisseur Martin Freitag ist zusammen mit Bertold Budig verantwortlich für Aufnahme, Schnitt und Produktion. Leider kommt es genau in diesem Bereich auch zu einem kleine Schnitzer: Im fünften Kapitel (05:02 Min.) fehlt ein Satz, so daß man nicht erfährt, was Pustilla hier sagt. Natürlich ist das ärgerlich, aber dem Hörvergnügen an sich schadet es nicht.
Anmerkung: Auf Anfrage teilte Karussell mit, daß der digitale Download im Shop demnächst entsprechend korrigiert werden wird, das gilt auch für die Zweitauflage der CD.

Zu dem Sprecher:
Es gibt eher wenig künstlerische Bereiche, in denen das Multitalent Santiago Ziesmer(*25.07.1953) noch nicht tätig war. Seine Karriere begann schon im Alter von 10 Jahren, als er in dem Film "Alle Loks pfeifen für Jan" das erste Mal vor der Kamera stand. Es folgte eine Vielzahl an Film-, Theater- und Fernsehauftritten, und wenn Hr. Ziesmer nicht schauspielert, arbeitet er als vielbeschäftigter Synchron-, Hörspiel-, Hörbuch- oder Werbetext-Sprecher. Mich persönlich hat seine Stimme von Kindheit an auf etlichen LPs und MCs begleitet, aber spätestens seit seiner Synchronarbeit für die TV-Serie "Sponge Bob" dürfte ihn wohl wirklich ganz Deutschland kennen.
Bei diesem Hörbuch zeigt er wieder einmal sein ganzes Können, und es macht viel Spaß, ihm beim Intonieren der verschiedenen Figuren zuzuhören. Zwar ist er kein "Stimmenmorpher" wie Stephan Kaminski, aber mit Hilfe unterschiedlicher Betonung bzw. veränderter Aussprache, gelingt es ihm, jedem Charakter eine individuelle Persönlichkeit zu verleihen. Obwohl er die Szenen mit viel Gefühl unterlegt, wirkt er auch in temporeicheren Sequenzen nie hektisch, sondern behält das einmal gewählte, angenehme und für Kinder gut verfolgbare Sprechtempo bei.

Fazit:
Humorvolles Märchen für die Kleinen, an dem aber auch größere Hörer ihren Spaß haben.

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Keeper of the Monsters

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