Batman V Superman: Dawn of Justice (2016)

Spiderman schaut Supergirl unters Röckchen und der Hulk haut alles zu Klump!
Benutzeravatar
Kai "the spy"
Kongulaner
Kongulaner
Beiträge: 3630
Registriert: Do 06.04.2006, 16:33
Wohnort: Breisach am Rhein
Kontaktdaten:

Re: Batman V Superman: Dawn of Justice (2016)

Beitrag von Kai "the spy" » Sa 02.04.2016, 21:18

MonsterZero hat geschrieben:@Kai "the spy"
Wie fandest du denn Man of Steel?
Den fand ich schon nicht so toll und anstrengend zu gucken und ich gucke eigentlich gerne anstrengende Filme.
Da hatte ich mir immer eine längere Fassung gewünscht, da ich die Hoffnung hatte, dass er dann wie Watchman besser werden würde, aber kam ja leider nicht.
MoS war mir auch schon zu sprung- bzw. bruchstückhaft.
MoS hat für mich als Superman-Fan mehr richtig als falsch gemacht, aber dass was er falsch gemacht hat, hat er so richtig falsch gemacht.
An sich hätte ich kein Problem mit einem Superman-Film in einem düsteren und zynischen Universum, wenn Superman selbst dabei nicht korrumpiert würde. Das wurde er leider in MoS, und zwar nicht nur in der inzwischen berüchtigten Genickbrecher-Szene. In BvS hatte er zwar auch ein paar Anflüge, hat in diesem Film aber wenigstens noch immer die Kurve gekriegt. Batman leider nicht.

Zu Zack Snyder muss ich sagen, der Typ macht viel falsch, und wenn er etwas richtig macht, dann macht er es (wenn man sich die Interviews so durchliest) aus den völlig falschen Gründen. Ich habe auch oft den Eindruck, er nimmt Änderungen an den Prinzipien der Helden vor, und lässt dann jemanden die Comics nach Präzedenzfällen durchsuchen (welche es, bei fast 80 Jahren kontinuierlicher Veröffentlichung, natürlich gibt). Er hat zwar visuell eine ganze Menge drauf, aber ansonsten eher wenig. Vielleicht ist er die Art Regisseur, die sich aus der Story besser völlig raushält.

Ich habe BvS heute übrigens erneut gesehen, und fühle mich bestätigt. Der Film hat zwar ein paar Schwächen, funktioniert aber insgesamt sehr gut. Es werden die Konsequenzen der Existenz Supermans sehr gut beleuchtet, etwas was der Film deutlich besser macht als MoS, und selbst die Marvel-Filme hinken dem hinterher (erst mit dem kommenden "Captain America: Civil War" werden hier die Konsequenzen wirklich gezeigt). Superman sollte zwar deutlich mehr lächeln dürfen, und warum er nicht mal Lois Lane oder Clark Kent ein Interview gibt und es eine Vorladung vor dem U.S.-Senat braucht, um ihn öffentlich Sprechen zu lassen, ist mir auch sehr schleierhaft, aber wie bereits gesagt, mehr richtig als falsch, und nichts so gravierend falsch wie in MoS.

Meine Wertung: +++ +++ +++ (oder 8,5/10)
Bild

Benutzeravatar
MonsterZero
Gold Kongulaner
Gold Kongulaner
Beiträge: 7407
Registriert: Fr 03.12.2004, 15:17
Wohnort: Chatos Land

Re: Batman V Superman: Dawn of Justice (2016)

Beitrag von MonsterZero » So 03.04.2016, 11:17

ACHTUNG ICH SPOILERE HIER!

Erstmal zu Zack Snyder der Mann kann, wenn er eine abgeschlossene einfache Geschichte hat durchaus was aus einem Stoff machen.
Sein Dawn of the Dead Remake fand ich gut, 300 hat so wenig Handlung, vorlagenbeding, da kann man nichts falsch machen, Watchmen - Die Wächter war in der Kinofassung eine Katastrophe in der Langfassung phantastisch und bei Sucker Punch sehe ich das ähnlich, ich weiß ich bin einer der wenigen der den Film mag, aber er ist audiovisuel sehr stark und die Handlung macht durchaus Sinn, wenn man sich drauf einlässt, taten die wenigsten.
Dann kam Man of Steel, den ich mittelmäßig fand.
Ich fand gut, dass er düster war und nicht so fröhlich wie die meisten Superman Verfilmungen.
Mit dem Genickbruch kann ich auch leben, schließlich muss er abwägen ob es sinnvoll ist ihm am Leben zu lassen.
Weiß nicht mehr, war in dem Film von der Phantomzone zu hören?
Jedenfalls von der Grundatmosphäre macht MoS viel richtig, vom erzählerischen lässt er mir zu viel weg und ist mir zu sprunghaft, was ihn schwer zu gucken macht, was ich an Sucker Punch aber mag.
Das hat meiner Meinung nach aber nichts bei einer Supermanverfilmung zu suchen.
Vielleicht kam ich mit MoS auch nicht klar, weil ich deinem Tip folgte und vorher Birthright gelesen habe, was ich nicht bereue, schöne neue Sicht auf seine Entstehung, aber vielleicht hätte ich mir unterbewusst mehr so etwas in der Richtung, sprich linear, gewünscht.
Stattdessen springt der Film und reißt mehr Lücken als er schließt.
Für mich schrie das ganze nach einer Verlängerung wie bei Watchmen, aber kam dan LEIDER nicht.

Batman v Superman aus Sicht eines Batmanfans der zwar mit einigen Supermanstories was anfangen kann, bei weitem aber nicht allen.
Fangen wir positiv an.
Das ganze zur Rechenschaft ziehen finde ich gut, das wurde meines Wissens nach auch in einigen Comics gemacht, auch das mit dem "False God" kam mir bekannt vor.
Das man Superman dazu bringen will nur das zu tun was die Regierung von ihm will, ist er Staatsbürger?, hat in Ansätzen was von Frank Miller, bei dem man sich im Streifen doch ab und an mal bedient, verschenkt aber Potenzial.
Ich meine wenn man sich bei Millers Dark Knight so offenkundig bedient, Batmans Rüstung zum Beispiel, dann hätte man sich das für viel später aufheben können, als Zerfall der Justice League zum Beispiel, wie es bei Miller ja auch war, gut er ist uns immer noch schuldig wie es genau dazu kam, das wäre meine Intension dahinter gewesen.
Batman und Superman machen es am Ende aus Frank Miller like, vielleicht noch ein einarmiger Bogenschütze. :wink:
Dafür hätte ich aber erst mal die JLA gründen müssen.

Batman ist im Film schon 20 Jahre im Dienst, Jason Todd ist (noch?) tot und er hat schon einiges erlebt.
Seine härtere Gangart, eindeutig Frank Millers Allstar Batman, würde ich gut finden, wenn man es durchziehen würde, hat man sich nicht getraut, ihn als abgewrackten Psychopathen zu zeigen.
Affleck macht seine Sache erstaunlich gut, ich mag es wie er ihn mit einer Art mir ist alles egal Attitüde spielt, aber auch das wird nicht konsequent durchgezogen, Unterhaltungen mit Alfred und spätestens am Ende wenn Trinity vereint ist.
Generell hätte man mehr draus machen können, der Mann hätte mehr gebrochen sein können, er hätte noch düsterere Gedanken haben können, er schwangt mir zu sehr zwischen Melancholie, mir ist alles egal und eigentlich bin ich doch ganz in Ordnung.

Batman ist wie oben erwähnt 20 Jahre im Dienst, dann frage ich mich, was ein schlechter Reporter Clark ist.
Ich meine die Unterhaltung im Daily Planet wo er meint Batman geht nur gegen die Docks und die armen Viertel vor.
Wenn der Mann schon 20 Jahre im Dienst ist dürfte schon einiges passiert sein, also fucking google it.
Ich glaube nicht, dass Bats in den 20 Jahren nur am Hafen abhing.
Wo wir schon bei 20 Jahren und Scheinwerfer auf dem Dach sind, wo ist Gordon?
Für Squad ist er gecastet wurden, also lebt er noch.
Was sagt die Polizei zu den Brandings?
Wenn Batman / Bruce was gegen Superman hat, Angst was er machen könnte, warum geht er nicht als Bruce Wayne gegen ihn vor?
Unterstützt die Anhörung oder arbeitet selber an Abwehrmaßnahmen?
Der paranoide Miller Batman und auch der Batman aus einigen der "JLA zerbricht" Stories (Turm von Babel z.B.) war auf so was immer vorbereitet, ich hoffe man denkt an so was in der Zukunft, wenn man ihn schon so darstellt.

Ich finde es schon arg konstruiert, warum Clark / Superman nichts mit Batman anfangen kann.
Die Superman stellt sich dem Batmobil in den Weg Szene finde ich auch völlig überflüssig, ich meine Superman hat gerade größere Probleme als sich über Batman aufzuregen, der ein paar Leute branded.
Außerdem kann ich mich nicht erinnern, dass Batman öffentlich gegen ihn vorgegangen ist.
Überhaupt nach der Explosionsgeschichte war der ganze Superman vs. Senat Plot dahin.
Wäre schön gewesen, wenn man Lex dann in die Öffentlichkeit gebracht hätte, der ein wenig Propaganda gegen Superman macht, versucht die Leute auf seine Seite zu ziehen.
Generell kommen mir die Leute zu kurz, hier mal ein paar Demonstranten und dann war es das schon fast.
Überhaupt, dann lässt man Lex Supis Mutter entführen um ihn zum kämpfen zu bringen, dass ist plump für jemanden, der in den Comics schon mal Präsident war...
Dann die Auflösung des Konfliktes, weil, ihre beiden Mammis den selben Namen haben / hatten... :?
Ich glaube, das alleine ist der einzige Grund warum sie Lex Supis Mutter haben entführen lassen, weil ihn keine andere Lösung einfiel.

Die Traumsequenz verstehen viele nicht, kann ich verstehen.
Ich fand sie gut.
Die ganzen Andeutungen auf Darkseid, das große Omega, die Parademons, die Andeutung Batman ist irgendwie Schuld an Lois Tod, Flash der sich mit seiner Botschaft im Zeitpunkt geirrt hat usw.
Ist klar, dass dies viele verwirrt.
Sie ist eigentlich auch unnötig und Snyder kam erst sehr spät darauf sie einzubauen.
Zugegeben sie wirft Fragen auf.
Ist das eine andere Erde (hab den Überblick verloren wie viele es mittlerweile sind), ist es gar kein Traum sondern beruht die Vision auf Flashs Zeitsprung, scheint ja mal wieder eine Crisis zu geben in der Zukunft...
Warum baue ich so was hier schon ein?
Um Neukunden zu verschrecken?
Viele Leute stört diese Szene und sie passt auch nicht wirklich.

Doomsday wird verheißt und dient eigentlich nur dazu Wonder Woman in Aktion zu bringen, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen.
Man hätte ohne Probleme den Film mit Batman und Superman belassen können und Wonder Woman taucht unter und wird zukünftig von Batman gesucht.
Aber nein, wir lassen Lex Doomsday züchten und verbraten ihn dann in gut 15 bis 20 Minuten.
Ich meine Doomsday, das Vieh, dass Superman getötet hat.
So was hebe ich mir doch für einen zweiten Superman Film auf, oder?
Das bisschen was Wonder Woman jetzt in dem Kampf gemacht hat bringt es jetzt auch nicht.
Die Opferung am Ende ist auch selbstzweckhaft, weil man meiner Meinung nach keine Idee hatte wie man sonst aus der Superman Kritiker Kiste hätte raus kommen sollen.
Wirklich gut umgesetzt finde ich das Opfer dann auch nicht.
Hat denn niemand was von John Woo oder Sam Peckinpah gelernt, wie man Helden opfert? :mrgreen:

Ich weiß nicht, ich hätte den Film nicht als zweites gemacht und wenn ich ihn gemacht hätte, hätte ich es auf Batman und Superman beschränkt, gerne mit Gastauftritt von Wonder Woman, aber nur als Zivilistin.
Ich hätte Doomsday nicht verbraten und ich hätte Lex in die Anti-Superman Kerbe hauen lassen nach der Senatsexplosion mit etwas Stimmungsmache gegen Superman.
Ich hätte Bruce Wayne aktive gegen Superman vorgehen lassen, btw. finde ich es faszinierend, dass das Gebäude am Anfang erst evakuiert wird nachdem Wayne anrief.
Wahrscheinlich hätte ich das ganze damit enden lassen, dass Superman freiwillig ins Exil geht und Batman Wonder Woman und die anderen sucht, die Dateien hätte er ja trotzdem von Lex haben können, den ich nur gerne am Ende frei und in Richtung Politik gehend gesehen hätte.
Man hätte es ja so drehen können, dass Superman gegen Lex hätte vorgehen wollen wegen der Bombe und Batman durch Tatortuntersuchungen ebenfalls auf Lex gestoßen wäre und die beiden wären dabei aneinander geraten und hätten erst mal gegeneinander gekämpft, sich dann vertragen und am Ende hätte Lex alles so manipuliert, dass man ihm nichts nachweisen kann und Superman ist gezwungen ins Exil zu gehen und Batman schwört Lex ihn irgendwie zu bekommen, doch dieser steht kurz vor seinem Senatseintritt und ist ohne Beweise erst mal unantastbar.
Dazwischen hätte er irgendwie seine Haare verloren, bei einem Unfall im Kampf mit den beiden, dabei hätte Lex seine Privatarmee benutzen können, etwas Kryptonit und hey vielleicht einen oder zwei Jungs die wir bald in Suicide Squad sehen, schon hätte man eine Brücke.
So hätte ich es gemacht.
Lex am Ende in der Politik oder in die Richtung, so das man ihm nichts nachweisen konnte, Superman im Exil und Batman auf der Suche nach Wonder Woman.
Enden lassen hätte man das ganze wie bei Arkham Origins, die beiden oder der eine die / der Lex noch geholfen hatte, wird am Ende in der Zelle besucht und bekommt das Angebot beim Squad mitzumachen.
Dann könnte man in Suicide Squad noch die Komponente einbauen das Batman dort auftaucht, weil er Beweise gegen Lex braucht und deshalb versucht an den oder die Beteiligten aus Batman v Superman ran zukommen die jetzt im Squad sind.

Ich habe mich hinreisen lassen, so viel wollte ich gar nicht schreiben und normalerweise lasse ich dir Finger davon wie ich einen Film gemacht hätte, aber hier wird zu viel verschenkt meiner Meinung nach.

Zu deinem Interview mit Lois oder Clark, verstehe ich auch nicht, zumal es ja ganz einfach ist Superman zu treffen, man muss nur Lois vom Dach schmeißen. :wink:
Mir ist schleierhaft woher er das wusste bzw. warum er gerade in der Nähe war, er war doch da gerade wandern.

Btw. seit wann sind Metropolis und Gotham Nachbarstädte?
"What Chato's land doesn't kill, Chato will." - Chato's Land (1972)

Benutzeravatar
Kai "the spy"
Kongulaner
Kongulaner
Beiträge: 3630
Registriert: Do 06.04.2006, 16:33
Wohnort: Breisach am Rhein
Kontaktdaten:

Re: Batman V Superman: Dawn of Justice (2016)

Beitrag von Kai "the spy" » Do 02.06.2016, 19:48

Bild

Antworten

Zurück zu „Superheroes & Co - Comicverfilmungen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast