James Bond - Ein Quantum Trost (Quantum of Solace / 2008)

Von James Bond bis Kommissar X, Jerry Cotton, Fantomas und Euro-Trash.
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mario-pana
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James Bond - Ein Quantum Trost (Quantum of Solace / 2008)

Beitrag von mario-pana » Di 25.03.2008, 21:33

Bild

Daniel Craig strafte seine anfänglichen Kritiker Lügen und legte eine Bond Darstellung hin, die sich gewaschen hatte. Mit der Neuverfilmung des Ian Fleming Romans CASINO ROYALE konnten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson das James Bond Franchise mit neuem Leben erfüllen.
Kein Wunder, dass man schnell dort weiter machen will, wo man mit dem überzeugenden Streifen gelandet ist und schon an einem neuen Abenteuer bastelt. Dieses basiert wieder auf einer neu erdachten Geschichte und nicht auf Flemings Werken. Ob die Briten erneut einen Treffer landen können bleibt abzuwarten. Ziehen sie an den richtigen Hebeln steht uns noch in diesem Jahr ein weiterer James Bond Actioner mit Daniel Craig als Agent in Diensten ihrer Majestät ins Haus.

Inhalt (Quelle = cinefacts): Nachdem er von Vesper, der Frau, die er geliebt hat, betrogen wurde, kämpft 007 gegen das Verlangen an, seine nächste Mission zu einer persönlichen Angelegenheit zu machen. Fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken, verhören Bond und M Mr White, der enthüllt, dass die Organisation, die Vesper erpresst hat, viel komplexer und gefährlicher ist als zunächst angenommen. Die forensische Abteilung des Geheimdienstes kann einen Mi6-Verräter mit einem Bankkonto in Haiti in Verbindung bringen. Aufgrund einer Verwechslung macht Bond dort die Bekanntschaft der schönen aber resoluten Camille, eine Frau, die ihre eigene Vendetta führt. Camille bringt Bond direkt zu Dominic Greene, einem rücksichtslosen Geschäftsmann und der treibenden Kraft innerhalb der mysteriösen Organisation. Auf einer Mission, die ihn nach Österreich, Italien und Südamerika führt, findet Bond heraus, dass Greene ein Komplott schmiedet und versucht, die totale Kontrolle über eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen der Welt zu gewinnen. Um das zu erreichen, drängt er auf einen Deal mit dem im Exil lebenden General Medrano. Indem Greene seine Partner in der Organisation benutzt und seine einflussreichen Kontakte bei der CIA und in der Britischen Regierung manipuliert, verspricht er, das gegenwärtige Regime eines lateinamerikanischen Staates zu stürzen und dem General die Macht zu übertragen – als Gegenleistung für ein scheinbar wertloses Stück Land. Inmitten eines Minenfeldes aus Betrug, Mord und Täuschung, verbündet sich Bond mit alten Freunden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Auf der Suche nach dem Mann, der für den Verrat an Vesper verantwortlich ist, muss 007 der CIA, den Terroristen und sogar M immer einen Schritt voraus sein, um Greenes dunkle Machenschaften aufzudecken und seine Organisation zu stoppen.

Klingt interessant. Ich bin schon sehr gespannt.

Die Rolle des Felix Leiter will in meinen Augen nicht so recht zu Schauspieler Jeffrey Wright passen. Diesen Namen bring ich echt nicht mit einem Farbigen in Verbindung.

Als deutscher Kinostart ist der 6. November 2008 angesetzt worden.


Blicke hinter die Kulissen gefällig? Kein Problem.
Hinter dem folgenden Link verbergen sich 4 Behind the Scenes Clips:

http://www.worstpreviews.com/trailer.php?id=522&item=0
Zuletzt geändert von mario-pana am Fr 08.08.2008, 16:10, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Quantum of Solace (James Bond / 2008)

Beitrag von DJANGOdzilla » Di 25.03.2008, 23:22

1. Welche Hautfarbe Felix Leiter hat, ist völlig unwichtig.
2. In CASINO ROYALE hatte er doch bereits mitgespielt. Warum bringst du diese Bemerkung erst jetzt?
3. Bereits in SAG NIEMALS NIE war Felix Leiter schwarz.
Regelmäßig neue Reviews von Stuart Redman und DJANGOdzilla bei
JÄGER DER VERLORENEN FILME

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Beitrag von mario-pana » Do 22.05.2008, 14:22

Bei imdb wird das Budget des neuen Bond Streifens auf 230 Mio. US Dollar geschätzt.

Ich muss ja sagen die Jungens greifen ordentlich zu. Der letzte Film "Casino Royale" war da nur 150 Mio. teuer und das ist schon eine enorme Summe, wie ich finde.

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Beitrag von Dr.Prankenstein » Do 12.06.2008, 20:30

Der deutsche Titel des 22. Bond-Films steht nun fest:

007 - EIN QUANTUM TROST

Sein Name ist Bond, James Bond. Der berühmteste Geheimagent der Welt kehrt zurück - erneut in der Gestalt von Daniel Craig. Nach seinem furiosen Debüt als 007 in "Casino Royale", dem erfolgreichsten Bond-Film aller Zeiten, tritt er nun zu seiner neuesten Mission an. Die Regie hat diesmal der deutsch-stämmige Marc Forster ("Monster's Ball", "Wenn Träume fliegen lernen") übernommen. Als Produzenten fungieren Barbara Broccoli und Michael G. Wilson. Wie schon bei "Casino Royale" schrieben Neal Purvis und Robert Wade zusammen mit dem Oscar®-nominierten Autor Paul Haggis ("Million Dollar Baby", "L.A. Crash") das Drehbuch. An der Seite von Daniel Craig agiert der renommierte französische Schauspieler Mathieu Amalric als Bonds Gegenspieler sowie die ukrainische Schauspielerin Olga Kurylenko in der weiblichen Hauptrolle. Judi Dench als "M", Jeffrey Wright als "Felix Leiter" und Giancarlo Giannini als "Rene Mathis" greifen ihre Rollen aus "Casino Royale" wieder auf. Gemma Arterton wird die Rolle der MI6-Agentin Fields übernehmen.

Kinostart: 6. November 2008


Quelle: Sony Pictures Releasing GmbH PresseService

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Beitrag von mario-pana » Di 01.07.2008, 00:05

So, der erste Trailer ist zu bewundern und ich muss sagen, das wird garantiert wieder ein unterhaltsames Bondfilmchen, dass sicher auch an seinen Vorgänger heranreicht.

http://www.worstpreviews.com/trailer.php?id=522&item=0

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Beitrag von mario-pana » Mo 04.08.2008, 22:28

In diesem Jahr wird Daniel Craig als James Bond wieder reihenweise Arschtritte verteilen und im Namen seiner Majestät ermitteln und die Bösen Buben ihrer gerechten Strafe zuführen.

Grund genug also für Sony auch auf dem DVD Markt wieder Anreize in Sachen James Bond zu geben.

Alle, die die sich erste 2 Disc umfassende Special Edition besorgt haben werden nun frohlocken, wenn sie erfahren, dass es am 24. Oktober ein 3 Disc Collector's Edition geben wird, die noch weitere Hintergrundextras beherbergt. Da heißt es für jene, die darauf Wert legen, die alte Edition in die Tonne zu kloppen und sich das neue Teil zuzulegen.

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Beitrag von Xyrxes » Mo 04.08.2008, 23:06

:roll: Hehe :mrgreen:

Na ich denke ich setze dieses mal eine Runde aus, und schlag dann bei der Blu-Ray wieder zu...

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Beitrag von mario-pana » Di 05.08.2008, 00:57

Der Gedanke ist mir auch schon gekommen.

Bei Registrierung der Nachricht schwoll mir schon wieder der Kamm, denn für die Special Edition legte ich schon einiges Geld hin. Und da ich James Bond Fan bin (hab ja auch den Bond Koffer der Ultimate Edition) und auf Extras viel Wert lege werd ichs mir's sicher noch einmal überlegen.

Aber der Vorschlag Blu-Ray ist wohl doch besser. :)

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Beitrag von Xyrxes » Di 05.08.2008, 09:38

Wie ich es sehe ist James Bond wohl die am besten gepflegte Filmreihe, was DVDs und deren Extras angeht.
Ich hab auch die Ultimate Edition und glaube an der Qualität wird wohl auf DVD nichts mehr verbessert werden können.
Es wird sicher noch einige Veröffentlichungen geben. Da bin ich mir absolut sicher. Und die Übernächste hat noch mehr Extras, als die Nächste.

Schon die Verkaufszahlen zwingen das Studio ja förmlich dazu.
Deshalb ist eine neue Edition für mich nicht gleich Anlass schnel zu Amazon zu wechseln 8)

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Beitrag von mario-pana » Fr 08.08.2008, 16:09

Nach Ankündigung der Collector's Box von Casino Royale kommt am 24. Oktober gleich noch eine weitere Collector's Box zu James Bond, mit beinahe sämtlichen James Bond Filmen. Insgesamt wird die Box 42 DVDs umfassen und seltsamerweise auch den neuen Casino Royale beinhalten. Von dem ich annahme, dass die Rechte für den DVD Vertrieb doch bei Sony lägen?

http://www.cinefacts.de/dvd/13033/news/ ... -2008.html

Sträflich vernachlässigt werden dabei die alte "CASINO ROYALE" Verfilmung mit David Niven und Peter Sellers, sowie die Thunderball Neuinterpretation "SAG NIEMALS NIE" mit Bond Urgestein Sean Connery.
Das treibt mir die Zornesröte ins Gesicht. Eine solche behandlung dieser unterhaltsamen Film finde ich einfach beschämend. :x



Zum aktuellen Film:

Den deutschen Kinotitel find ich bescheuert. Mag sein, dass man den Titel genau übersetzen wollte, doch dann hätte ich wenigstens das "Ein" weggelassen. Besser wäre ein eigener Titel gewesen und keine Übersetzung. Oder man hätte es gleich englisch gelassen, wird heutzutage ja so oft gemacht.

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Beitrag von mario-pana » So 21.09.2008, 18:05

Xyrxes hat geschrieben:Kann mich jetzt nicht erinnern, ob wir den eigentlich schon hatten, aber hier (noch einmal?) der Trailer zum neuem Bond:
http://www.007.com/#/downloads/wallpapers
Nein, macht aber trotzdem ungemein Appetit auf den Film. :D +++

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Beitrag von Xyrxes » So 21.09.2008, 20:26

Oh, danke für die Schiebung mario :-X

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Beitrag von Gezora » Di 04.11.2008, 23:37

Wie ich gestern erfahren habe, soll "Quantum of Solace" (Achtung: möglicher Spoiler!) der erste Bond-Film sein, in dem der Titelheld keinen Sex mit seiner Filmpartnerin hat. Das mag zwar stroytechnisch konsequent sein, ob ich als Kind der Ära Moore, der ja in seiner Verkörperung des Agenten abgesehen von Moneypenny so ziemlich alles bestiegen hat, was nicht bei Drei auf den Bäumen war, mich damit anfreunden kann, weiß ich allerdings nicht. :-P

Gruß
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Beitrag von Xyrxes » Mi 05.11.2008, 00:20

Dito.
Wenn Bond kein feuchter Männertraum mehr ist, dann ist er für mich auch wesentlich uninteressanter (schäm)
Hat er nicht auch eigentlich damals so gut funktioniert (bevor er zum 100Minuten Werbetrailer geworden ist), weil er die Männlichen Allmachtsphantasien so gut bediente?
Ich möchte behaupten JA +++

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Beitrag von mario-pana » Mi 05.11.2008, 01:59

Achtung Spoiler:

Meinen Informationen zufolge trinkt er diesmal auch keinen Wotka-Martini, weder gerührt noch geschüttelt. Und er stellt sich nicht mit "Bond, James Bond" vor.

Die Tatsache, dass "Ein Quantum Trost" direkt an den Vorgänger anschließt ist ja auch ein Novum und ein ebenso deutliches Zeichen dass der neue Bond auch neue Wege beschreitet.

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Beitrag von Harryzilla » Mi 05.11.2008, 07:38

Kinokarten für Samstag sind schon reserviert.
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Beitrag von mario-pana » Mi 05.11.2008, 10:19

Ich hatte seinerzeit von Anfang an die Sache mit Daniel Craig sehr positiv gesehen und wurde wahrlich nicht enttäuscht, im Gegenteil. Ich freue mich auf den Nachfolger somit ebenso sehr wie auf "Casino Royale".

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Beitrag von Kroete » Do 06.11.2008, 11:55

Gefährliche Pannen bei James Bond Filmen:

http://einestages.spiegel.de/static/top ... _auge.html

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Beitrag von Gezora » Do 06.11.2008, 12:48

mario-pana hat geschrieben:Die Tatsache, dass "Ein Quantum Trost" direkt an den Vorgänger anschließt ist ja auch ein Novum und ein ebenso deutliches Zeichen dass der neue Bond auch neue Wege beschreitet.
Wobei ich mal gespannt bin, wie sich der neue Film dramaturgisch an seinen Vorgänger anschließen wird. In dieser Hinsicht fand ich nämlich "Casino Royale" wenig befriedigend. Meiner Meinung konnte dort, nachdem der anfangs angelegte Spannungsbogen (die Le-Chiffre-Geschichte) aufgelöst worden war, der zweite Bogen (die Mr.-White-Geschichte) nicht mehr so richtig zünden. Das Ganze wirkte in meinen Augen irgendwie angehängt. Aber möglicherweise ergibt sich ja, wenn man beide Filme im Kontext betrachtet, eine schlüssige Gesamtdramaturgie.

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Beitrag von mario-pana » Do 06.11.2008, 14:58

Achtung Spoiler:

Ich denke mal, mittlerweile ist bekannt, dass es sich um einen Rachefeldzug Bonds wegen des Todes von Vesper Lynd geht. Bond tickt so gesehen aus. Die Rachegeschichte gibt es ja in mehreren Bond Filmen, wie in "Diamantenfieber" und auch einigen anderen Bonds.
Ich bin gespannt wie weit Bond an die Grenzen geht, wenn "M" ihm schon die Lizenz entzieht.

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Beitrag von szwerg » Do 06.11.2008, 15:18

Für mich war bereits "Casino Royale" eine Enttäuschung. Nicht unbedingt was den Film an sich angeht. Der Film in sich funktioniert gut aber mit Bond hat das alles sehr wenig zu tun finde ich.

Schon alleine dieser Prequel-Wahn geht mir auf die Nerven. Und dann auch noch in völlig verwurstetem, zeitlichen Rahmen. Das ist es auch, was mich am meisten frustet. Zu keiner Zeit während des Films konnte ich mich von dem Gedanken losreißen, dass Casino Royale zeitlich vor "Dr. No" spielt aber eben nicht in der passenden, logischen Epoche. Das kommt vielleicht bei dem Teil des Publikums gut an, der Bond nicht als Gesamtwerk betrachtet sondern jeden einzelnen Streifen als eigenständigen Film. Aber in meinem Kopf funktioniert das nicht. Zu viele Ungereimtheiten sind die Folge.

Und auch wenn man bewusst neue Wege eingeschlagen hat, bricht man für meinen Geschmack zu sehr mit dem guten, alten Bondflair. Mein Gott, Bond nackt auf nen Stuhl gefesselt. So was sollte es nicht geben. So was ist Frevel!

Und wenn es das denn schon geben muss, dann darf es doch nicht sein, dass Bond den Bösewicht nichtmal selbst erledigt sondern einfach gerettet wird.

Nö,nö,nö auch wenn der Film an sich vielleicht zu recht hoch gelobt wird, als Bond ist er für mich durchgefallen. Vollkommen!

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Beitrag von mario-pana » Do 06.11.2008, 16:59

Ich bin da nicht der Fanatiker, weswegen ich mich mit der Zeitlichen Einordnung der Romane nicht schwer tue. Kam nicht nach Flemings "Dr. No" der Roman "Leben und Sterben lassen"? Kronologisch war man somit wohl ohnehin nicht.

Für die damalige Zeit waren die Bond Abenteuer wirklich klasse, doch kann man mit den bekannten Versatzstücken das heutige Publikum nur noch schwer dafür begeistern. Die Reihe hatte sich für mein Empfinden einfach tot gelaufen. Etwas neues musste her und da ist der eingeschlagene neue Weg für mich doch recht spannend.

Schon "Thunderball" erlebte mit "Never say never again" eine Neuinterpretation die zeitlich in die aktuelle Gegenwart transportiert wurde. Dass man "Casino Royale" da noch einmal neu auflegte (oder überhaupt das erste Mal in der Broccoli Reihe) sehe ich als nicht schlimm, auch hinsichtlich der inhaltlichen Veränderungen. Ich kann die Romane eh nicht einordnen und hab bisher noch keinen einzigen gelesen. Deswegen gehe ich wohl auch so unbefangen an die Verfilmungen heran. Aber auch auf "Never say never again" blickte ich nie so verächtlich wie manche. Für mich ist's eine unterhaltsame Neuverfilmung.

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Beitrag von Gezora » Fr 07.11.2008, 16:23

szwerg hat geschrieben:Schon alleine dieser Prequel-Wahn geht mir auf die Nerven. [...] Zu keiner Zeit während des Films konnte ich mich von dem Gedanken losreißen, dass Casino Royale zeitlich vor "Dr. No" spielt aber eben nicht in der passenden, logischen Epoche.
Ich persönlich sehe in "Casino Royale" eigentlich weniger ein Prequel als vielmehr einen kompletten Neubeginn, der die alten Filme gleichsam zu den Akten legt und in ein alternatives Bond-Universum führt. Wie man ein solches Vorgehen bewerten soll, darüber lässt sich natürlich diskutieren. Meines Erachtens war aber zumindest der Zeitpunkt für einen solchen Neustart gut gewählt. "Stirb an einem anderen Tag" war in seiner Mischung aus Hommage und Parodie auf das eigene Franchise im Grunde der perfekte Schlussstein der klassischen Reihe. Zumindest kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es nach ihm wie gehabt hätte weitergehen können. In diesem Sinne wären die verbleibenden Alternativen also das Einstellen der Reihe oder eben ihr Neustart gewesen. Ich persönlich hätte mich durchaus auch mit ersterem anfreunden können. James Bond ist als Figur, wie in der Brosnan-Ära wiederholt selbstironisch betont worden ist, im Grunde nicht mehr zeitgemäß. Man hätte ihn also getrost auf einmotten können statt einen Actionhelden für das neue Millennium aus ihm zu machen, dem der Geruch des Unzeitgemäßen in der Grundkonzeption seiner Figur letztendlich doch ein wenig anhaften bleibt.

Wie dem auch sei: "Ein Quantum Trost" werde ich mir wohl trotz meiner Bedenken im Laufe der nächsten Woche ansehen. Die Nummer 007 hat auf mich doch eine so große Magnetwirkung, dass ich mich im Zweifelsfall lieber über einen neuen Bond ärgere als ihn zu verpassen.

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Beitrag von Harryzilla » So 09.11.2008, 11:42

Gestern mußte ich "Ein Quantum Langweiler" über mich ergehen lassen. Mann war der Film öde. Die Handlung ist praktisch nicht vorhanden und die (wie immer) völlig übertriebenen Action-Szenen haben mich völlig kalt gelassen. Wie schon im schwachen Vorgänger spielt der psychotische Bösewicht zwar sehr gut, ist aber letztendlich kein ebenbürtiger Gegner für Bond.
Der Titelsong hingegen ist erstklassig. Daniel Craig wurde meiner Meinung nach einzig und allein für den Zweck geboren Bond zu sein. Für die inhaltslosen Filme kann er nichts.
Zuletzt geändert von Harryzilla am Do 13.11.2008, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von mario-pana » Mo 10.11.2008, 17:26

Der neue Bond hat die Spitze der deutschen Kinocharts erreicht und damit auch den deutschen Kinostart des Vorgängers getoppt, sowie das Wochenendeinspielergebnis aller bisheriger Bonds.

http://www.cinefacts.de/kino/14394/bond ... onews.html

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Beitrag von Uzumaki » Mi 12.11.2008, 19:16

Harryzilla hat geschrieben:Gestern mußte ich "Ein Quantum Langweiler" über mich ergehen lassen. Mann war der Film öde. Die Handlung ist praktisch nicht vorhanden und die (wie immer) völlig übertriebenen Action-Szenen haben mich völlig kalt gelassen. Wie schon im schwachen Vorgänger spielt der Bösewicht zwar sehr gut, ist aber letztendlich kein ebenbürtiger Gegner für Bond.
Der Titelsong hingegen ist erstklassig. Daniel Craig wurde meiner Meinung nach einzig und allein für den Zweck geboren Bond zu sein. Für die inhaltslosen Filme kann er nichts.
Verkehrte Welt. Fand den Film gut, knallhart, staubtrocken und mitreißend. Der Gegenspieler ist auf Gert Fröbe Niveau, also grenzgenial. Die Actionszenen variieren von schwach (Bootsjagd) über stark (Flugzeugszene) bis großartig (Jagd über Dächer/Finale). Craig ist wieder erstklassig. Und der Titelsong ist derart grottig und belanglos, dass ich ihn nicht mal mehr erkennen würde, wenn man ihn mir jetzt vorspielen würde.
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Beitrag von Gezora » Do 13.11.2008, 10:15

Enthält möglicherweise Spoiler!

Im großen und ganzen hat mich "Ein Quantum Trost" positiv überrascht. Zum größten Teil liegt das wohl daran, dass mich die Story diesmal einfach wieder mehr angesprochen hat als bei seinem Vorgänger (aber gibt es auch was Öderes als einen Bond-Film, dessen dramatischer Höhepunkt in einem Kartenspiel besteht). Die Vereitlung der Pläne eines Schurken (dessen Darstellung ich übrigens durchaus gelungen fand), der seinen Einfluss durch eine monopolartige Aneignung natürlicher Ressourcen steigern will, kann man als einen durchaus klassischen Bond-Plot bezeichnen, auch wenn es möglicherweise niemals zuvor ökologischer zuging als hier. Es gibt Verfolgungsjagden mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Boot und dem Flugzeug, so dass auch in dieser Hinsicht die Topoi des Franchise bedient werden. So scheint mir der neue Film insgesamt doch deutlich bondesker als "Casino Royale". Eine hübsche Reminiszenz an einen der größten Klassiker der Serie (Stichwort: Frau Holle) rundet diesen Eindruck ab.

Punktabzüge gibt es allerdings bei der Inszenierung. Die wirkte auch mich teils zu hektisch, teils zu verspielt: Die Actionszenen sind mitunter so nervös geschnitten, dass man in den rasanten Folgen von Sekundeneinstellungen kaum noch nachvollziehen kann, was da eigentlich auf der Leinwand geschieht. Ein ähnlicher Effekt wird ausgelöst, wenn in den eigentlich wesentlichen Geschehensablauf immer wieder Impressionen aus einem im Grunde belanglosen Rahmenereignis geschnitten werden. So etwas passt vielleicht in einen durchgestylten asiatischen Actionfilm, wirkt in einem Bond-Film jedoch für meinen Geschmack irgendwie deplatziert.

Mehr als anfreunden kann mich nach anfänglichen Bedenken aber auf jeden Fall mit Daniel Craig in der Rolle des Titelhelden. Sein extrem körperbetontes Spiel, das katzenhafte Eleganz mit kaltschnäuziger Brutalität verbindet, ergibt zwar einen ungewohnten Bond, aber dennoch einen, der zu überzeugen und zu gefallen weiß.

Gruß
Gezora

Nachtrag:

Ich muss feststellen, dass sich "Another Way to Die" bei mir zu einem ziemlichen Ohrwurm entwickelt. Das mag vielleicht daran liegen, dass sich auf meinem heimischen Plattenteller des öfteren auch die White Stripes drehen, aber in jedem Fall zählt das aktuelle Titellied für meinen Geschmack mit zur Oberliga der Bond-Songs.
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Beitrag von Paul Naschy » Sa 29.11.2008, 18:09

Gestern gesehen und muss sagen: er gefiel mir einen Tacken besser als sein Vorgänger (an den er gut - weil einfach und logisch - thematisch angeschlossen hat). Die Action-Szenen waren auch mir zu hektisch: diese verwackelten Bruchteile, welche im Kopf des Zuschauers zu einem großen Wumms zusammengesetzt werden, ließen mich schon irgendwelche finanzielle Sparmaßnahmen vermuten. Gut amüsiert habe ich mich über die (beabsichtigt?) eingestreuten Logikfehler.
Spoiler:
Warum nimmt er dieses große ungelenke Flugzeug wenn die kleine wendige Maschine auch bereit steht? Und wie er mit dem alten verrosteten Fischerkutter die modernen Schnellbote plattgemacht hat war einfach nur köstlich :lol:
Diesmal waren etwas weniger Hauptakteure im Vordergrund, was dem Film gut tat. So war Platz, um die Charaktere besser zu zeichnen. Das finde ich ist eh ein Qualitätsmerkmal für einen guten Film... Pornos mal ausgenommen :wink: .

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Beitrag von Gezora » Sa 29.11.2008, 20:41

Paul Naschy hat geschrieben:
Spoiler:
Und wie er mit dem alten verrosteten Fischerkutter die modernen Schnellbote plattgemacht hat war einfach nur köstlich :lol:
Spoiler:
Vielleicht war es ja einer für die Jagd auf Fächerfische.
:-P

Gruß
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Beitrag von Xyrxes » Sa 31.01.2009, 00:35

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Jedenfalls haben wir ja noch einmal Glück gehabt, dass sie sich gegen Rick und wieder für Daniel entschieden haben :-P

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