PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

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PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von mario-pana » Mi 17.08.2011, 19:19

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Hat ja lang gedauert, bis sich Ridley Scott zurück macht ins Science Fiction Horror Genre. Seit ALIEN nichts mehr gewesen. Und nach dem herrlichen BLADE RUNNER hat er sogar dem Genre den Rücken gekehrt. Ich freue mich sehr auf den kommenden Film. Aber was habe ich gelesen, es handelt sich dabei um ein ALIEN Prequel?

http://www.imdb.de/title/tt1446714/

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Beitrag von Mr. C » Mi 17.08.2011, 19:51

Alles sehr verdächtig. Scott sagt selbst, daß es ein paar Referenzen zu ALIEN geben soll. Charlize Theron soll angeblich die Chefin einer Firma namens WEYLAND-YUTANI spielen. Und dann wird der Film auch noch von BRANDYWINE PRODUCTIONS mitfinanziert...
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Beitrag von MJ » Do 18.08.2011, 12:58

Basiert der Film auf dem großartigen Comic von Christophe Bec?
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Das wäre extrem genial!
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Beitrag von Peter O. » Do 18.08.2011, 13:19

nö, natürlich nicht.
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Beitrag von Fynn » Sa 22.10.2011, 11:30

Trotzdem, was immer Ridley Scott auch macht ist zumindest einen Blick wert, wenn man ihm auch - m.M. - sein "Königreich der Himmel " nachsehen muß. Aber ansonsten ist der Mann top, egal in welchem Genre.

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Beitrag von Peter O. » Do 27.10.2011, 12:01

Fynn hat geschrieben: sein "Königreich der Himmel " nachsehen muß.
Als Director's Cut gehört gerade der Film zu Scotts besten.
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Re:

Beitrag von Fynn » Sa 05.11.2011, 12:51

Peter O. hat geschrieben:
Fynn hat geschrieben: sein "Königreich der Himmel " nachsehen muß.
Als Director's Cut gehört gerade der Film zu Scotts besten.
ne, den fand ich wirklich grottenschlecht, - ausnahmsweise. Denn ich halte Scott schon für einen Ausnahmeregiesseur, der wirklich jedes Genre gekonnt und glaubwürdig bedienen kann.
Aber der hier hat mich nicht im Mindesten überzeugt. :(

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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Elite » Do 28.06.2012, 10:25

Ich kann freudig sagen, dass ich den Film schon gesehen hab. Und zwar in Australien in der ersten Woche als er raus kam am 07.06.2012.

Das 3D ist ganz in Ordnung, ist aber auch nur konvertiert. DIe Schaltanzeigen udn Hologramme sind dabei meistens in 3D gehalten, können aber überzeugen. Den Aufpreis dafür extra zu zahlen lohnt sich nicht zwingend ist aber jedem im Endeffekt selbst überlassen.

Den Film an sich fand ich ganz gut, war aber ein klein wenig enttäuscht, da ich schlicht und ergreifend zu viel erwartet habe. Viele offene Fragen werden beantwortet und näher erläutert, allerdings entmystifiziert man nicht den kompletten Mythos, denn auf der anderen Seite werden zahlreiche neue Fragen aufgeworfen. Interessant hingegen ist es alle Mal.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Zillasaurus » Do 28.06.2012, 16:24

Ich kenne bis jetzt nur den Trailer zum Alien Prequel. Da geht es weniger um Alien. Es geht mehr auf das abgestürzte Schiff mit dem Piloten im Stuhl, das man in Alien sah, ein.

Also ehrlich gesagt bin ich echt gespannt auf den Film. Denn das ist mal eine Sinnvolle erweiterung des Alien Universums und nicht irgendeine Abgedroschene Hundertmillionste Fortsetzung. Nach Aliens: Die Rückkehr wurde die Reihe recht langeweilig. :breakfast:

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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Plasmo » Do 28.06.2012, 17:45

Man sollte den Film besser nicht zu viel mit Alien vergleichen. Die Thematik kommt nur am Rand vor, eigentlich geht's um was ganz anderes.

Der Film scheint international ja ziemlich gefloppt zu sein. Ich werde einen Kinobesuch allerdings vielleicht dennoch wagen, damit ich wenigstens ein Mal im Jahr ins Kino komme...
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Fynn » Do 28.06.2012, 19:14

Irgendwie staun' ich grade. Der Film startet m.W. doch weltweit zeitgleich. Trotzdem hat ihn der eine oder andere schon gesehen und kann sogar Aussagen dazu machen. Ich weiß allerdings auch, das es bereits Internet Streams dazu gibt.

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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Zillasaurus » Do 28.06.2012, 19:57

Plasmo hat geschrieben:Man sollte den Film besser nicht zu viel mit Alien vergleichen. Die Thematik kommt nur am Rand vor, eigentlich geht's um was ganz anderes.

Der Film scheint international ja ziemlich gefloppt zu sein. Ich werde einen Kinobesuch allerdings vielleicht dennoch wagen, damit ich wenigstens ein Mal im Jahr ins Kino komme...
Wie gesagt, Prometheus spielt im selben Universum in dem Alien.

Ich werde natürlich auch ins Kino gehen. Ich finde H.R.Gigers Kunst recht interessant. Deswegen darf ich mir den Film nicht entgehen lassen.

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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von MonsterZero » Fr 29.06.2012, 06:17

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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Elite » Fr 29.06.2012, 13:36

Wie gesagt, der Film ist die Vorgeschichte der Alien-Filme und ergründet ihre Hintergrunde, ihren Ursprung und ihre Erschaffer, die Space Jockeys.

Am floppen ist er nicht unbedingt international. Weltweit hat er bereits 266 Mio. US-$ eingespielt (Stand: 29.06.2012), was das doppelte seiner Produktionskosten darstellt. Darüber hinaus ist er noch nicht in wichtigen Märkten wie Italien, Spanien, Japan, Deutschland und einer Handvoll weiterer kleinerer Märkte angelaufen, da kommt also sicherlich noch etwas hinzu.

Quelle: boxofficemojo.com
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von kinggodzilla » Mi 01.08.2012, 08:54

Mal Kurze frage am Rande: Welche Alien Blu-Ray Box mit deutscher Sprache würdet ihr empfehlen? Die Kenner sollten sich jetz bitte angesprochen fühlen. :wink:
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von MonsterZero » Mi 01.08.2012, 17:15

Ich habe das Ei.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Elite » Do 02.08.2012, 12:54

@ kinggodzilla:

Ich habe die Total Destruction Box (18 Discs) geholt, allerdings auf DVD. Sie beinhaltet auf 18 Discs alle Alien, die ersten beiden Predator Filme und Alien Vs. Predator Filme in ihren eigentlichen Century³ Cineditions quasi. Sie hat 99€ gekostet, ist aber jeden Cent definitiv wert und günstiger kommt man kaum an alle Filme ran, wenn man sie in ihren umfangreichsten Versionen haben möchte.

Ein Sequel zu Prometheus wurde darüber hinaus bereits bestätigt. Bei einem Einspiel von weltweit 300 Mio. US-$ auch kaum verwunderlich, wobei er in zahlreichen Schlüsselmärkten noch gar nicht angelaufen ist. Michael Fassbender und Noomi Rapace werden dabei ihre Rollen aus dem Vorgänger wieder aufnehmen. Drehbuchautor Damon Lindelof wird dabei nicht unbedingt wieder die Feder schwingen, da sich das Studio bereits in Gesprächen mit weiteren Autoren befindet. Als Starttermin wurde grob 2014/2015 angepeilt.

Quelle: comingsoon.net
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Astro » Mi 15.08.2012, 00:01

Prometheus, eine Enttäuschung. Religionspropaganda und nichts für Tokophobe.

Leider war der Film eine herbe Enttäuschung. Von Continuitätsproblemen mit den alten Filmen abgesehen, war die unterschwellige Botschaft ein reines Loblied auf den wahren Glauben. Hat Herr Scott zu Gott gefunden, oder wie erklärt sich, dass nur der Charakter, der willens ist wirklich zu glauben, als einziger überlebt. Dass alle gestraft werden, die glauben, sich gegen die gottgewollte Ordnung stellen zu können (ewiges Leben).
Die Story ist dünn, was zum Problem wird, da die Intentionen vieler Charaktere nicht ganz klar werden. Gibt es einen Plan? Tode und Verhalten sind zu klischeehaft. Wirklichen Terror, wie bei Alien, sucht man hier vergebens. Der Film setzt eher auf viel Blut und Innereien. Die werden zwar optisch und akustisch wunderbar in Szene gesetzt, können aber keinen solchen Film allein tragen.

Der Film beginnt vielversprechend, beginnt aber dann sich langsam aufzulösen. Ein Motiv, das im Film funktionieren mag, für einen Kinoabend aber nicht das gewünschte Ende ist.

Kein verdienter Neuzugang zum Alien-Universum. Die angekündigten weiteren Filme kann man nur mit zwiespältigen Gefühlen erwarten.

Da öffnen sich nur 2 von 6 Alieneiern. ---
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von kami » Mi 15.08.2012, 15:53

Fand den Film sehr unterhaltsam und visuell extrem beeindruckend. Und inhaltlich leider ordentlich daneben, was an den dämlichen, unglaubwürdigen Charakteren liegt. Was einem hier als Wissenschaftler verkauft wird, unterbietet fast alles, was man bisher im Big Budget-Kino zu sehen bekam. Und nach diesem Dialog ziemlich zu Beginn war mir klar, dass ich inhaltlich von PROMETHEUS besser nichts erwarten sollte:
Elizabeth Shaw: We call them engineers.
Fifield: Engineers? You mind telling us what they engineered?
Elizabeth Shaw: They engineered us.
Fifield: Bullshit.
Millburn: OK so do you have anything to back that up? I mean look, how do you discount three centuries of Darwinism? How do you know?
Elizabeth Shaw: I don’t but it’s what I choose to believe.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Plasmo » Mi 15.08.2012, 18:15

Dieser in den letzten 10 Jahren immer stärker werdende Hang zur religiösen Propaganda (davor empfand ich es zumindest als etwas schwächer bzw. nur punktuell aufflammend) im Actionkino Hollywoods stößt mir mittlerweile auch sehr sauer auf.

Eigentlich sollte Prometheus mein einziger Kinogang 2012 werden, aber aufgrund der flächendeckend miesen Reviews einerseits und der Tatsache, dass sämtliche Kinos in meiner Nähe den Film ausschließlich in 3D zeigen, werde ich das nächste Mal wohl erst 2013 bei Django Unchained ins Kino kommen. :?
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Zillasaurus » Mi 15.08.2012, 18:47

Gestern habe ich auch den Prometheus im Kino gesehen und mich geärgert. Obwohl Kinotag war, musste ich noch zusätzlich 3€ wegen 3D und 0,50€ Aufschlag wegen überlänge bezahlen. Also insgesamt 9€ und war ein wenig von dem Film enttäuscht, weil wegen der Sinnlosen Dialoge und dazu noch die vollkommen aus den Haaren herbeigezogene Nebenhanlung mit dem Alien.
Wäre diese Nebenhandlung nicht gewesen, wäre das noch ein recht guter Film geworden, obwohl er auch sehr vorhersehbar war.

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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von kami » Mi 15.08.2012, 21:38

Plasmo hat geschrieben:Dieser in den letzten 10 Jahren immer stärker werdende Hang zur religiösen Propaganda (davor empfand ich es zumindest als etwas schwächer bzw. nur punktuell aufflammend) im Actionkino Hollywoods stößt mir mittlerweile auch sehr sauer auf.
Ach ja? An welchen Filmen würdest du das denn festmachen? PROMETHEUS ist sicher keine religiöse Propaganda, es sei denn, man möchte Dänikianismus als Religion bezeichnen. Er ist nur etwas dämlich, aber auch nur gemessen am eigenen Anspruch und den Erwartungen. Verglichen mit BATTLESHIP ist er natürlich intellektuelles Gold.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Astro » Mi 15.08.2012, 23:43

Das ist übelste Religionspropaganda, die uns vermitteln soll: "Nur wer wahrhaft glaubt, ist stark und kann überleben." Da ich diese Meinungen jetzt schon öfter gelesen habe, so wie bei Plasmo, fühle ich mich bestätigt. Ich kann auch Plasmos Beobachtung bestätigen, dass in den letzten 10 Jahren Religion wieder in das Kino einsickert. Genauso verhält es sich mit institutionalisierten moralischen Werten und dem Frauenbild. Alles, was wir bis zu den 90ern erreicht hatten, wird langsam seit Beginn des neuen Jahrtausends zerstört. Die alten Mächte aus Kirche und Geldadel kriechen aus ihren dunklen, schleimigen Löchern. Religiöser Fanatismus jeder Couleur hat wieder Hoch-Zeit. Eine neue, unlegitimierte Elite klammert sich an der Macht. Der Druck der Staaten auf die Bürger nimmt zu, totale Überwachung wird als Sicherheit angepriesen. Freiheit gibt es nur für den, der sie bezahlen kann. Frauen sehen sich wieder einem patriarchaischen System gegenüber. Die Medien propagieren diese neuen Werte: "Nur ein gläubiger Mensch ist ein richtiger Mensch. Wer Geld hat ist etwas besseres. Jeder ist verdächtig, jeder muss überwacht werden - wenn du nichts zu verbergen hast, was sollst du fürchten? Frauen wollen starke Männer, die für sie sorgen. (Eigentlich wollten Frauen starke Partner, keine Herren.) Das beste, was Frauen können: Kinderkriegen und Haushalt. Eine Frau ohne Kinder ist keine richtige Frau (Siehe die Szene in Prometheus vor dem Beischlaf)." Das sind die Botschaften. Man muss nicht paranoid sein, man muss nur ungefähr die letzten 40 Jahre miterlebt haben.

Und übrigens, Kami. Für viele "Ufogläubige" ist Dänikianismus wirklich mehr Religion als Wissenschaft. Seine "wissenschaftliche" Arbeitsweise ähnelt ja auch mehr den dogmatischen Theologen, als echten Wissenschaftlern. Die einen suchen Engel, die anderen weise, gute Aliens. :hammer:
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Plasmo » Do 16.08.2012, 06:24

100% genau so sieht es aus! +++


Es passt eben auch alles zusammen: Mittels Religion und der einhergehenden Wissenschaftsfeindlichkeit wird der Bürger zum einen dumm und zum anderen brav gehalten. Was gibt es besseres als wenn er sich moralisch selbst im Zaum hält und unterdrückt? Dazu gibt es ein sich momentan aufbauendes Sicherheitsprogramm, welches nicht zuletzt aufgrund der neuen Technik für unsere Geschichte absolut beispielslos daherkommt. Und wer sich vollkommen versucht zu entziehen, der wird von einem besonders eifrigen Nachbarn gemeldet. Die Konkurrenz und das Misstrauen der Bürger untereinander wird geschürt - Sowohl am Arbeitsplatz um die Produktion zu steigern, als auch im Zwischenmenschlichen, damit der brave Bürger sich an seiner moralischen Überlegenheit aufgeilen kann.

Frauen erfahren eine besonders starke Unterdrückung und sind in ihren Wünschen derart gehemmt, dass ihnen kaum etwas anderes übrigbleibt als sich dem gesellschaftlich konformen Bild zu beugen und eben Hausfrau zu werden. Eine individuell freie Entfaltung ist bei einer derart niedrig gehaltenen Ich-Stärke kaum zu schaffen. Wer selbst keinen Wert für sich entwickelt, kann eben nur die vorgefertigten Werte Anderer übernehmen. Der Vater in der Familie, Vater Staat und der Vater im Himmel bilden sozusagen die Trinität der Unterdrückung und eben diese Werte flammen in den Medien unserer patriarchalischen Gesellschaft und damit auch den Filmen in den letzten Jahren unglaublich stark auf. Die aus den USA heranpreschende Welle an Konservativismus hat hier schon längst festen Fuß gefasst um nicht zu sagen, dass sie uns schon überschwemmt hat.

Neben der moralisch-geistigen Unterdrückung darf natürlich nicht vergessen werden auch die wirtschaftliche Armut hervorzuheben. Wir haben längst eine bedrohliche Überbevölkerung, welche anstatt sie einzudemmen immer noch schön unterstützt wird (da hilft wieder die Religion). Die sich daraus ergebende Arbeitslosigkeit kommt den Großkonzernen gerade Recht um die Löhne noch weiter zu drücken und die Arbeitszeit zu verlängern (also die Lebenszeit der Arbeiter zu verkürzen). Dazu gibt es dann natürlich noch länderübergreifende Zusammenschlüsse wie die EU, welche eine Norm jenseits der Mindestlohngrenze anpeilt, um die Gleichschaltung der Länder auf dem möglichst tiefsten Niveau weiter voranzutreiben. Wer in existentieller Armut lebt, kann sich auch um nichts anderes Gedanken machen im Leben als eben um sein eigenes Überleben.

Naja und die imperialistische Kreigstreiberei der USA, ihre offen geführten Angriffskriege und die Unterwerfung und ökonomische Ausbeutung anderer Länder...? Es sieht momentan sehr, sehr düster aus. Da reicht schon ein flüchtiger Blick in die Zeitung (wobei Presse als Instrument des Staates natürlich auch nicht ganz unproblematisch ist), unsere Filme sind da nur die Ausgeburt an irgendeinem Ende, welche eine moralische Norm festigen sollen. Wie sonst entsteht Moral als durch das Organ einer Autorität?


Um vom Großen also wieder zum Kleinen zu kommen: Ganz besonders ist es natürliche christliche Propaganda, welche eine absolute Blütezeit erfährt wie seit sonst im Mittelalter nicht mehr und sich in den Filmen niederschlägt. Wem diese nicht ins Gesicht springt, der hat die propagierte Norm wohl schon vollkommen verinnerlicht.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Harryzilla » Do 16.08.2012, 07:39

Hier entwickelt sich ja eine feine Diskussion. +++ +++ +++
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von kami » Do 16.08.2012, 08:30

Ich bin wahrlich kein Religionsfreund, aber ich kann (glücklicherweise) keine Infiltration des Kinos durch religiöse Dogmen feststellen, ganz im Gegenteil. Die christliche Rechte in den Vereinigten Staaten jammert ja auch nicht umsonst immer vom "liberal Hollywood" (liberal steht in den Staaten für politisch links). Deswegen fragte ich ja, welche Filme der letzten Jahre ihr denn meint, in denen sich Religionspropaganda verbirgt. Viele dürften's nicht sein.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Harryzilla » Do 16.08.2012, 08:52

Spontan fallen mir The Book Of Eli (2010) und Red State (2011) ein.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Astro » Do 16.08.2012, 09:27

Die Liste dürfte länger sein, Harryzilla. Aber um ehrlich zu sein verdränge ich die Titel mehr oder weniger, oder schaue die Filme erst gar nicht, als dass ich hier kompetent eine Liste erstellen könnte.
Die "romantischen" Komödien der letzten Jahren zielen wieder mehr aufs Kinderkriegen ab, als auf die eigentliche Beziehungssuche. Wirklich gute Filme gibt es auf dem Sektor seit den 90ern nicht mehr. Hier soll ein neues, altes Frauenbild transport werden.
Kami, ich denke, das "liberale Hollywood" gibt es schon nicht mehr. Das war ein letztes Aufbäumen. Großkonzerne, wie Sony und Disney, haben in den 90ern kräftig in Hollywood und beim Fernsehen eingekauft und kontrollieren die Studios. In den Chefetagen sitzen brave Kirchen- und Tempelgeher, die mit der Politik und Finanzwirtschaft verfilzt sind. Die Zeiten, in denen Persönlichkeiten mit Charakter und sozialer Verantwortung die Studios regierten sind vorbei, heute haben eiskalte Bürokraten das Sagen.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von Astro » Do 16.08.2012, 09:53

Ridley Scott ist offenbar wirklich (religiös) verrückt geworden. Seine zukünftigen Filme kann man wohl vergessen.
"To make matter worse, director Ridley Scott has recently said that the Engineers were going to destroy us because humanity killed Jesus (who was an Engineer.)" Quelle: http://www.tor.com/blogs/2012/06/promet ... us-fiction
Wenn man Prometheus und religious bei Google eingibt, kommen eine Menge Links heraus, die zeigen, dass viele Kritiker die Botschaft des Film ebenso obskur finden.
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Re: PROMETHEUS - Ridley Scott zurück im SF Horror (2012)

Beitrag von kami » Do 16.08.2012, 10:18

Harryzilla hat geschrieben:Spontan fallen mir The Book Of Eli (2010) und Red State (2011) ein.
Okay, bei BOOK OF ELI (bei dem's mich aber nicht wirklich gestört hat, schließlich ist die Bibel nun mal ein Kulturgut) gehe ich mit, aber RED STATE???!!! Der ist doch nun genau das Gegenteil und prangert religiösen Irrsinn auf sehr plakative Art und Weise an! Hast du den gesehen?
Die "romantischen" Komödien der letzten Jahren zielen wieder mehr aufs Kinderkriegen ab, als auf die eigentliche Beziehungssuche. Wirklich gute Filme gibt es auf dem Sektor seit den 90ern nicht mehr. Hier soll ein neues, altes Frauenbild transport werden.
Okay, ich schaue wenig Romcoms, aber in dem Genre wurde schon seit altersher ein eher konservatives Weltbild vermittelt.
Kami, ich denke, das "liberale Hollywood" gibt es schon nicht mehr. Das war ein letztes Aufbäumen. Großkonzerne, wie Sony und Disney, haben in den 90ern kräftig in Hollywood und beim Fernsehen eingekauft und kontrollieren die Studios. In den Chefetagen sitzen brave Kirchen- und Tempelgeher, die mit der Politik und Finanzwirtschaft verfilzt sind. Die Zeiten, in denen Persönlichkeiten mit Charakter und sozialer Verantwortung die Studios regierten sind vorbei, heute haben eiskalte Bürokraten das Sagen.
Dass Hollywood liberal ist, liegt und lag selten an den Firmenbossen. Leute wie Disney, Louis B.Mayer oder David O.Selznick waren ausgewiesene Konservative. Aber die Filmemacher selbst waren und sind doch meistens progressiver als der Mainstream. Filme wie AVATAR oder der jüngste Muppet-Film stehen immer wieder in der Kritik von reaktionärer Seite, meist durch ihren Propaganda-Sender FOX NEWS, weil sie angeblich Sozialismus predigen würden. Das ist natürlich völliger Unsinn, aber die gefährlichen Umtriebe von Großkonzernen und ihren gewissenlosen Lenkern und Besitzern sind doch nun wirklich ein sehr beliebtes Thema in Hollywood-Filmen.

Zu PROMETHEUS:
Bei der Geheimniskrämerei um die Story des ersten Teils bezweifle ich, dass das Leak Substanz hat. Und selbst wenn: Jesus als außerirdischer Overlord fände ich cool! Man muss auch nicht überall Böses vermuten.
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