Alien: Covenant

Space Operas, Raketen, Roboter und Dämonen aus dem All.
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DJANGOdzilla
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von DJANGOdzilla » Do 25.05.2017, 00:35

ALIEN - COVENANT
[USA/GB/AUS/NZL][2017]

Bild

Regie: Ridley Scott
Darsteller: Katherine Waterston, Michael Fassbender, Billy Crudup, Carmen Ejogo, Danny McBride, Callie Hernandez, Jussie Smollett, Demián Bichir, Goran D. Kleut, Guy Pearce


„Wenn Sie mich erschaffen haben, wer hat dann Sie erschaffen?“

Inhalt:

2104: Das Kolonieschiff USCSS Covenant ist mit 2000 sich im Tiefschlaf befindlichen Menschen auf dem Weg zum weit entfernten Planeten Origae-6, um diesen zu besiedeln. Aufgrund eines Unfalls erwacht die Mannschaft vorzeitig aus ihrem Kälteschlaf und nimmt einen unbekannten Funkspruch auf. In der Hoffnung, bereits noch vor ihrer Ankunft bei Origae-6 auf einen bewohnbaren Planeten zu treffen, ändert die Covenant ihren Kurs und folgt dem unbekannten Signal. Tatsächlich findet man einen Planeten vor, der nahezu paradiesisch wirkt und der Erde sehr ähnlich zu sein scheint. Doch die Idylle trügt und als zwei Crew-Mitglieder sich unbemerkt mit fremdartigen Sporen infizieren, beginnt ein Alptraum: Kleine, unbekannte Wesen brechen kurze Zeit später aus ihren Körpern und machen Jagd auf die restliche Besatzung. Eine Flucht erscheint unmöglich, da das Landungsschiff bei einer Explosion zerstört wurde. In höchster Not trifft die verzweifelte Crew auf den vor Ort lebenden Androiden David [Michael Fassbender], der das gleiche Modell ist wie der Android Walter [auch Michael Fassbender], welcher ebenfalls zur Crew gehört. David bringt die Überlebenden zunächst in Sicherheit. Doch diese ist nicht von Dauer.

Kritik:

1979, als das ALIEN erstmals die Leinwände unsicher machte, wurde noch nicht allzu viel gegrübelt. Zwar lässt sich Regisseur Ridley Scotts düsterer Weltraum-Horror durch seine Verknüpfung von Gewalt und Geburtsmetaphern und seine starke Frauenrolle (die dem fremdem Wesen final in Unterwäsche den Garaus macht) durchaus und sogar mit relativer Leichtigkeit als Sinnbild für sexuelle Ängste deuten, im Großen und Ganzen jedoch ging es noch darum, Menschen in Todesangst durch enge Schächte zu scheuchen und dem Publikum damit eine gehörige Gänsehaut zu verpassen. In ALIEN – COVENANT, dem sechsten Beitrag des aus dem damaligen Erfolg erwachsenen Franchises (den unsäglichen Ableger ALIEN VS. PREDATOR nicht mitgerechnet), sieht es hingegen deutlich anders aus. Aus der simplen Monstershow des Originals ist ein philosophischer Exkurs erwachsen, der nicht mehr das titelgebende Untier in den Fokus rückt, sondern sich in Dialog und Inhalt mit existenziellen Fragen beschäftigt. COVENANT erzählt dabei die Vorgeschichte des 70er-Jahre-Kino-Meilensteins und ist gleichzeitig die Fortsetzung des vier Jahre zuvor entstandenen PROMETHEUS, welcher bereits damit begann, eine Erklärung für die Ursprünge der tödlichen Lebensform zu liefern. Eine direkte Weiterführung ist es dennoch nicht, denn COVENANT führt nicht etwa die Reise von PROMETHEUS' Protagonistin Elizabeth Shaw weiter, sondern überspringt 10 Jahre und widmet sich den Erlebnissen einer neuen Crew, welche den Bogen zum Vorgänger erst im Laufe der Zeit schlagen.

Diese kommen einem dann allerdings auch arg vertraut vor: Eine Crew, die aus dem Kälteschlaf erwacht, ein unbekanntes Signal, eine ungeplante Landung in fremden Gestaden, ein feindlicher Organismus, der in Körper eindringt und alsbald platzende Leiber, schreiende Menschen und heillose Panik zur Folge hat. Tatsächlich wird hier im Grunde über weite Strecken lediglich die Handlung von Teil 1 wiederholt, die – so ehrlich muss man sein – auch 1979 schon nicht unbedingt neu war. So läuft dann alles in zwar großartig bebilderten, letztendlich jedoch vertrauten Pfaden ab, bis mit dem Auftauchen des Androiden David schließlich die Brücke zu PROMETHEUS geschlagen und es urplötzlich wieder arg tiefgründig wird. Die Verquickung der dreckigen ALIEN-Atmosphäre mit dem eher klinisch reinen PROMETHEUS-Ambiente bildet dabei einen steilen, wenn auch nicht uninteressanten Kontrast, der bereits in den ersten Minuten ins Auge fällt: COVENANT beginnt mit einer Rückschau auf Ereignisse, die bereits vor dem Vorgänger stattfanden, mit einem Dialog, der in einem blitzsauberen, massiv überbelichteten Raum stattfindet, in dem alles geordnet, keimfrei und tadellos arrangiert zu sein scheint, bevor man mit der Titeleinblendung wieder in die Weiten des Alls geworfen und mit dem bekannt-schmutzigen Look des Originals konfrontiert wird. Ein wenig unentschlossen wirkt dieses Konzept auf Dauer schon, zumal es der eher gemäßigten Gangart des Vorgängers widerspricht. Scott betonte in Interviews immer wieder, dass PROMETHEUS zwar im ALIEN-Universum spiele, letztendlich jedoch eine andere Geschichte erzähle. Bei COVENANT hingegen war ihm offenbar daran gelegen, sowohl die Vorgeschichte weiterzuverfolgen, als auch die konservativen ALIEN-Fans zufriedenzustellen, die sich nichts anderes wünschten als eine bissige Kreatur.

Dafür, dass das offenbar nicht von Anfang an der Plan war, spricht, dass die Fortsetzung ursprünglich unter dem Titel PARADISE LOST angedacht war und die Weiterführung der auf einen Cliffhanger hinkonzipierten Ereignisse ernüchternd lapidar mittels weniger Dialogzeilen abgehandelt wird. Stattdessen kehrte nun Hals über Kopf das ALIEN sowohl in den Titel zurück, als auch in die Handlung, um dort ein bluttriefendes Schlachtfest anzurichten. Pflichtergeben lassen Ridley Scott und seine Autoren die Mordbestie erneut durch spärlich ausgeleuchtete Raumschiffgänge toben und Besatzungsmitglieder zu Kleinholz verarbeiten. Wirklichen Schrecken verbreitet das nicht mehr. Das einst so unheimliche Monster, welches das Grauen in der Regel dadurch beschwor, dass es auf leisen Sohlen durch dunkle Korridore schlich, um dann unvermittelt hinter der nächsten Ecke zu lauern, ist zu einer gefeierten Popikone geworden, zu einem tobenden Actionstar, der per Schädeldecke kraft- und CGI-strotzend Panzerglasscheiben zertrümmert und Menschen anspringt wie ein tollwütiger Hund. Die fleischlichen Protagonisten haben da deutlich das Nachsehen und können nicht wirklich Akzente setzen. Zwar sterben sie wie die Fliegen, aber es berührt einen nicht, da das Skript die Figuren deutlich zurückstellt zugunsten des Charakters des Androiden David, der sich im Vergleich zum Vorgänger charakterlich deutlich weiterentwickelt hat und nun nicht mehr LAWRENCE VON ARABIEN zitiert, sondern Percy Bysshe Shelleys Gedicht Ozymandias, Richard Wagners Einzug der Götter in Walhall hört und Blockflöte spielt. Wenn er dabei in einen Interessenskonflikt mit seinem Nachfolgemodell Walter gerät, kommen Fans des Schauspielers Michael Fassbender [→ SLOW WEST] voll und ganz auf ihre Kosten, denn dieser stemmt seine Doppelrolle mehr als souverän - COVENANT gehört quasi ihm.

Der offensichtliche Versuch, es mehreren Parteien Recht zu machen, lässt COVENANT letzten Endes irgendwo zwischen zwei Stühlen verharren. Man spürt, dass den Machern der Exkurs in philosophische Gefilde weitaus wichtiger war als die obligatorische Menschenhatz, die hier wie mit heißer Nadel hineingestrickt wirkt. Das Ergebnis ist ein manchmal etwas banal anmutendes, aber prinzipiell ansprechendes Potpourri aus mythologischen Motiven, religiösen Ideen und existenziellen Fragen, in welches kurzerhand noch ein ALIEN-Remake hineingedoktort wurde. Final noch garniert mit einer überraschenden Wende, die eigentlich keine ist, ist COVENANT dank gekonnter Regie, anregender Ideen und visuellem Reiz trotz durchaus gegebener Defizite einen Ausflug wert.

+++

s. auch: ALIEN - COVENANT
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Leitbild » Do 25.05.2017, 11:31

Tolles Review +++

Allerdings bestätigt es ein wenig meine Bedenken im Vorfeld, dass Scott letztendlich eingeknickt ist und die erhoffte Auflösung aus Prometheus nur noch halbherzig in Form einiger Sätze reingeprügelt wurde ... :?

Egal, klingt trotzdem nach einem relevanten Zugang für den Franchise und muss daher von mir geschaut werden! 8)
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von DJANGOdzilla » Do 25.05.2017, 15:11

Leitbild hat geschrieben:
Do 25.05.2017, 11:31


Allerdings bestätigt es ein wenig meine Bedenken im Vorfeld, dass Scott letztendlich eingeknickt ist und die erhoffte Auflösung aus Prometheus nur noch halbherzig in Form einiger Sätze reingeprügelt wurde ... :?
Ja, das ist definitiv der Fall.
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Gezora » Fr 26.05.2017, 22:44

DJANGOdzilla hat geschrieben:
Do 25.05.2017, 15:11
Leitbild hat geschrieben:
Do 25.05.2017, 11:31


Allerdings bestätigt es ein wenig meine Bedenken im Vorfeld, dass Scott letztendlich eingeknickt ist und die erhoffte Auflösung aus Prometheus nur noch halbherzig in Form einiger Sätze reingeprügelt wurde ... :?
Ja, das ist definitiv der Fall.
Ich empfinde das als ein wenig bedauerlich. An "Prometheus" gab es freilich einiges auszusetzen - um mal nur das grenzdebile Verhalten der Figuren und diese seltsame angedeutete "Prä-Astronautik-vs.-etablierte-Religionen-Thematik" zu nennen -, aber der Film hat meiner Meinung nach nur als Prolog zu einer größer angelegten Geschichte funktioniert. Wenn man nun von dem angeschlagenen Erzählbogen abweicht, wird "Prometheus" m.E. irgendwie insgesamt hinfällig, Na ja, ich hoffe, dass ich nächste Woche mal Zeit finden werde, mir selbst ein Bild zu machen.
Wir haben es bisher in unserer Epoche auf allen Gebieten zu unglaublichen Höchstleistungen gebracht, nur nicht in der Kriminalität.

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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Leitbild » Sa 27.05.2017, 11:53

Naja, wenn es Scott nochmal rafft löst er das ganze vllt doch noch mit einem eigenständigen Prometheus-Sequel nebenher etwas besser auf - das Alien kann ja nebenher in eigenen Filmen munter weitermetzeln (ich persönlich hätte nix dagegen einzuwenden, zwei parallele Erzählstränge innerhalb des selben Filmuniversums geboten zu bekommen) :wink:
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Onkel Zilla » So 28.05.2017, 06:34

So habe den Film Gestern gesehen und weiß ehrlich gesagt nicht was ich davon halten soll.

Irgendwie fühlt sich der Film nicht richtig an, soll das nun ein "mystischer (mit Prä-Astronautik gespickter)" Film sein mit Sci-Fi und Alien Aspekten oder soll das ein reinrassiger Alienfilm sein?

Und was war das für "Kampfamazone"?
Ganz ehrlich, wenn man die Bilder gesehen hat, konnte man schon denken, daß hier versucht wird eine neue "Ripley" zu erschaffen, aber dann:
Spoiler:
Erst heult die in einer Tour rum (ja Ihr Mann is hopps gegangen, aber wie Die sich benommen hat, fragt man sich, ob das so gewollt war um mehr mit dem Charakter zu leiden)und ist sowas von unsicher und eigentlich eher ein Klotz am Bein, nur um am Schluß ein auf Rambo zu machen?
Am schlimmsten fand ich aber das Ende, denn ganz ehrlich, das war schon 5 min nach dem Aufeinandertreffen der "Fassbender Zwillinge" klar, und war super enttäuschend.

Die Splattereffekte widerrum waren echt schön anzusehen, aber macht daß einen guten Film (oder Alienfilm) aus?

Eher nicht mein lieber Herr Scott.
Also entweder nen gescheiten Alienfilm machen, der sich auf das wesentliche konzentriert, gern auch mit nen paar mehr Hintergrundinfos zu den Aliens, oder für den nächsten Teil Erich von Däniken verpflichten, dann klappts auch mit der Prä-Astronautik.

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Re: Alien: Covenant

Beitrag von MonsterZero » So 28.05.2017, 09:23

Leitbild hat geschrieben:
Sa 27.05.2017, 11:53
Naja, wenn es Scott nochmal rafft löst er das ganze vllt doch noch mit einem eigenständigen Prometheus-Sequel nebenher etwas besser auf - das Alien kann ja nebenher in eigenen Filmen munter weitermetzeln (ich persönlich hätte nix dagegen einzuwenden, zwei parallele Erzählstränge innerhalb des selben Filmuniversums geboten zu bekommen) :wink:
Na Alan Dean Foster schreibt, jetzt wo er mit dem Roman zum Film fertig ist Alien: Covenant 2 als Roman, der aber wohl ein Prequel zum eigentlichen Alien: Covenant Roman ist, was ja dann bedeuten könnte man erfährt was mit der Prometheus wurde.
Btw. ist euch aufgefallen, dass es keinen Filmroman zu Prometheus gibt?
Echt schade, so bleibt meine Alienbüchersammlung unvollendet. :?

http://www.robots-and-dragons.de/news/1 ... n-zum-film

http://www.alien-covenant.com/news/alie ... -this-fall
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Leitbild » Di 30.05.2017, 09:33

Echt nicht? Ich dachte ja schon, dass es damals auch noch einen Roman zu Prometheus gab ... zumindest wäre Prometheus weitaus mehr für eine Romanadaption prädestiniert gewesen als die anderen Alien-Geschichten ... :wink:
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von MonsterZero » Di 30.05.2017, 10:50

Es gibt in Japan wohl nur Prometheus als Roman, fand ich am Wochenende. :?
Schade eigentlich.

http://avp.wikia.com/wiki/Prometheus_(novel)
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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Gigan_2011 » Mo 05.06.2017, 16:29

Da ist er nun, wo soviele Fans drauf gewartet haben.

Ein neuer Alien Film, ein neues Puzzle Stück im Chaos Puzzle das uns nunmehr 40 Jahre beschäftigt.

Man kann kaum eine vernünftige Review über den Film verfassen, da so wirklich jeder seine ganz eigene Vorstellung vom weiteren Verlauf der Prometheus & Alien Geschichte hatte.

Ich für meinen Teil, war einfach nur gespannt wie die Geschichte um Prometheus weitergeht, wie die Aliens entstanden und was sich nun seit der letzten Erscheinung 2007 in AVP 2 so Qualitäts-und-Charakterlich getan hat.

Ich spreche direkt den ganzen Film an ohne im 10 Minuten-Szenen Takt zu reden..

Darsteller mässig ist das ganze recht akzeptabel. Wo man auch mal direkt sagen kann das die Alt-Neue Figur "David" ein recht gewöhnungsbedürftiges Arschloch ist :).

Fast eine ganze Stunde ziehen sich die Gespräche und Bilder um Reparaturen, Energie, menschliches Gesülze, Warnungen über Warnungen, Handlungen über Handlungen ohne irgendwie mal zu vermitteln "Hey, gleich lassen wir die Bombe platzen es wird spannend!".

Man schaut und schaut bis man endlich das Licht am Horizont greifen kann, nämlich als sie endlich auf besagten Planeten landen wo wir alle drauf gewartet haben.

So, wir sind am Punkt angekommen wo jede Szene bedeutend sein könnte.

So zeigt man uns mal direkt die Gefahr dieses Planeten, nämlich eine ganz ganz böse Spore die uns mit ihren Unheil doch schon etwas an Prometheus nur in anderen Bildern errinert.

Es kommt wie es kommen muss (und auch sollte), die ersten Hybriden entsteigen im neuen Alien/Prometheus gewandt den menschlichen Körper. Man merkt, wir stecken noch grade recht im Prometheus statt im Alien.

Wir sind jetz schon teilweise an einem Punkt angekommen wo wir langsam überlegen ob uns das ganze als Alien Fans nun gut gefällt oder eher nicht.
Man nehme sich der ganzen Sache ersmal abwartend an..

Das Chaos wird vergrößert als "Der Schöpfer" den Film betritt (Von mir gern Arschloch genannt :)) und entweder für den absoluten Fanlichen-Super Gau sorgt, oder für absolute Spannung.. Das muss nun jeder selber wissen.

Der Film überschlägt sich mit recht gewöhnungsbedürftigen Antworten auf unsere langen Fragen, überflüssigen Flöten Spielen, kurzzeitige Alien Action und Religiösen Hintergründe..

Es ist fast so als würde der Film explodieren und jeder kleine gesprengte Stein ist ein anderes Thema dieses Films..

Hat sich das der 30 Jährige Alien Fan erwartet/gedacht ?, befriedigt das den neuen Alien/Prometheus Fan ?.. Das sind wieder alles Punkte, die muss nun jeder für sich entscheiden.

Das letzte Viertel des Films, wird nochmal Gas gegeben was die Alien Action betrifft, und man fühlt sich echt für eine kurze Zeit in einer Mischung aus Alien 1 & 2 der Neuzeit.

Große Überraschungen werden uns fürs erste erspart, keine Königin, kein Xenomorph, nur das altbekannte pure böse böse Alien.
Reicht dir das als alter Alien Fan ?, reicht dir das als neuer Fan ?.

Ich für meinen Teil fühle mich wie gesagt in einem gesprengten Film, der einfach zuviele Themen aufwirbelt und sie mit oftmals platten Sinn wieder fallen lässt.

Einige Fragen werden beantwortet, viele andere bleiben offen, Alien gibts zu sehen - nicht mehr nicht weniger, ein sinnvoller Sinn in allem ? - muss jeder selber wissen.

Alien: Covenant trennt noch-mehr wie sein Vorgänger das Alien Fan Universum und wippt zwischen verlieren und siegen hin und her.
Ridley Scott ist kein dummer Mann, er hat seine Fans da wo er sie haben will.

Die Frage ist nur wird er bald einen Trumpf ausschütteln, oder irgendwann vollkommen versagen ?. Der Typ machts jedenfalls spannend.

Alien Covenant wird das Alien Film Universum ersmal ein paar Wochen auf Trapp halten, ich denke dennoch wenn man mal inem Jahr wieder Lust hat einen Alien zu schauen, wird man eher zu Teil 2 oder AVP greifen statt zu diesem.

Ich für meinen Teil werde das ganze weiterhin aufmerksam verfolgen, und gebe diesen Teil der Reihe grade noch so mein Augenzwinkern für gute Sonntag Abends unterhaltung.
"Und das ist Gigan, einer unserer größten Kämpfer!"

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Re: Alien: Covenant

Beitrag von Astro » Mo 05.06.2017, 17:15

Wie erwartet. Das Geld wird gespart. :-P
Keep calm and ssskreeeonkg.

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