Zuletzt gesehener Western

Filme mit einsamen, harten und wortkargen Männern von Spaghetti bis Sam Peckinpah
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mario-pana
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Beitrag von mario-pana » So 23.05.2010, 12:31

1000 Dollar Kopfgeld (Italien / 1971)
(Il venditore di morte)

Bild
(Bild ist verlinkt mit ofdb)

Genre: Giallo-Western

Regie: Lorenzo Gicca Palli

Darsteller: u.a. Gianni Garko, Klaus Kinski, Luciano Catenacci, Luciano Pigozzi

Bei einer Schießerei in einem Saloon kommen mehrere Menschen ums Leben, darunter auch zwei der drei Gangster. Der überlebende entkommt. Kurz darauf wird aber Chester Conway unter Verdacht der geflüchtete zu sein, festgenommen und des Mordes angeklagt. Die Verteidigung kommt gegen das voreingenommene Gericht nicht an, was den Anwalt zu seinem alten Freund Silver treibt. Dieser nimmt nun die Ermittlungen in dem Fall auf und fördert so nach und nach die Wahrheit ans Tageslicht. Doch nicht, ohne sich selbst in größte Gefahr zu bringen.

Wenn man den Inhalt des Filmes so liest, glaubt man gar nicht, dass es sich dabei um einen Italowestern handeln könnte. Wie man aus dem Feature der Koch Media DVD erfährt, handelt es sich auch um den letzten Vertreter einer Giallo-Western Trilogie. Das ist eine Trilogie, die das Krimi Genre in den Western verfrachtet. In den beiden Vorgängern war Peter Lee Lawrence jeweils der Hauptdarsteller. In diesem letzten Vertreter ist es Gianni Garko, dessen Figur des Silver sehr an seine Paraderolle des Sartana erinnert. Ein bewusster Punkt, den die Macher einbrachten um den Film erfolgreicher und populärer zu machen. Es ist ihnen gelungen, aber nicht nur wegen Garko, sondern auch wegen Kinskis wieder unglaublicher Präsenz und wegen der Handlung, die gut inszeniert wurde. Gibt es in der Fülle von Italowestern doch so viele Streifen die nur oberflächlich gestrickt sind und vornehmlich auf Action aus sind, vermag die Konstruktion von 1000 DOLLAR KOPFGELD gut zu fesseln. Der wahre Täter bleibt bis zum Schluss unerkannt und man fragt sich immer, wer es denn sein könnte. Sicherlich ist das Szenario nicht so gelungen, wie britische Krimis, doch es weiß zu unterhalten. An der nötigen Action fehlt es aber ebenso wenig und auch handfeste Schlägereien bekommt der Zuschauer. Zudem ist die Kameraführung und Ausleuchtung der Szenen sehr gelungen.

Hat mir gefallen der Film, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte, als ich die Musik im Vorspann hörte. Der Komponist dieser Klänge hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Lediglich ein Trompetensolo wird geboten und nach etwa 10 bis 15 Sekunden wiederholt. Mehr scheint auch im gesamten Film nicht produziert worden zu sein, außer vielleicht eine Variation dieser Melodie. Echt schwach. Aber der übrige Rest lässt diesen Makel vergessen.

Wertung: +++ 1/2



Die DVD

Die DVD von Koch Media ist ein weiterer Vertreter der Italowester Collection und natürlich einmal mehr gelungen. Das Bild ist klasse und der Ton stellt auch zufrieden. Besonders aufschlussreich ist zudem das 20-minütige Feature, in dem unter anderem Gianni Garko zu Wort kommt. Hier werden doch einige Hintergrundinformationen vermittelt, was zusammen mit dem im Digipak integrierten Booklet eine unheimliche Bereicherung ist. Dort hinzu gesellt sich dann noch eine Bildergalerie.

Wertung: +++ +++ 1/2

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Beitrag von Dr.Beaker » Mo 24.05.2010, 10:09

danke für das Review! Ich bin glaube ich jetzt schon einige mal durch die größeren Elektromärtke gedackelt,aber nie war der Film aufzufinden. Der will im Moment einfach nicht in die Sammlung,obwohl gerade der mich am meisten reizt :mrgreen:
Zu den Reviews - gerne weiter so Mario,da kann man sich aus den Koch Western noch die Schmankerl rauspicken :king:
"Satisfactory....most satisfactory"

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Beitrag von mario-pana » Mo 24.05.2010, 12:23

Vielen Dank. :)


Naja, vielleicht klappt es ja noch für den ein oder anderen Kommentar.


Shangos letzter Kampf (Italien / 1970)
(Shango, la pistola infallibile)

Bild
(Bild ist verlinkt mit ofdb)

Genre: Italo-Western

Regie: Edoardo Mulargia

Darsteller: u.a. Antonio de Teffe, Edoardo Fajardo

Gestern habe ich mir SHANGOS LETZTER KAMPF, aus der Koch Media Italowestern Collection, angesehen:

Inhalt: Der Bürgerkrieg ist zu Ende, doch für einige beginnt der Kampf erst: Shango, ein verwegener Nordstaaten-Offizier wird von einer versprengten Truppe von Südstaatlern gefangen genommen. Als die Truppe in ein Dorf kommt, sehen die Männer, wie die Bevölkerung unter der Knechtschaft von mexikanischen Banditen leidet. Shango gelingt die Flucht und versucht - unterstützt von den Dorfbewohnern - zwischen den verfeindeten Parteien zu vermitteln. Aber die Arroganz der Mexikaner und Dummheit des Südstaaten-Captains, der ein Massaker veranstaltet, zwingen Shango allein Gesetz und Ordnung wieder herzustellen.

Kein schlechter Film, aber auch nichts wirklich besonderes. Antonio de Teffe sehe ich sehr gern in der Hauptrolle und mit Edoardo Mulargia hatte er ja schon einige male zusammengearbeitet. Bei diesem Film hat de Teffe zudem noch am Drehbuch mitgearbeitet. Ob der Film deswegen eher mittelprächtig auf mich wirkt, vermag ich nicht zu sagen. Die Inszenierung schwächelt zuweilen jedenfalls und da können die zahlreichen Schusswechsel auch nicht wirklich etwas ändern.
Ein Punkt, den ich Anfangs etwas zwiespältig beäugte, war die recht neu klingende Synchro. Den Stammsprecher von Jackie Chan, Stefan Gossler, erkannte ich sogleich. Da die Synchro-Arbeit jedoch sehr gut ist, nimmt der Film dadurch keinen Schaden.
Ob es Koch Media passiert ist, oder schon von Beginn an so war, weiß ich nicht zu sagen, doch die deutsche Tonspur hat einige wenige Mängel. Der auffälligste Punkt ist, dass die Synchro sehr klar und deutlich klingt, wogegen die Umgebungs- und vor allem Schussgeräusche sehr dumpf und deutlich gefiltert daherkommen. Schadet die Synchro dem Film nicht, so tut es diese Klangkulisse doch gewaltig. Nicht schön.
Ansonsten ist die DVD wieder sehr gelungen. Interessante Infos und eine gelungene Bildqualität.

Wertung Film: --- +++
Wertung DVD: +++

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Beitrag von MonsterZero » Mo 24.05.2010, 17:05

Dr.Beaker hat geschrieben:danke für das Review! Ich bin glaube ich jetzt schon einige mal durch die größeren Elektromärtke gedackelt,aber nie war der Film aufzufinden. Der will im Moment einfach nicht in die Sammlung,obwohl gerade der mich am meisten reizt :mrgreen:
Lustigerweise ist das der einzige, der bei mir überall rum liegt.
Saturn, Karstadt, Media Markt...
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Beitrag von Dr.Beaker » Mo 24.05.2010, 22:39

da scheint ja von Berlin nach Mannheim was verloren gegangen zu sein...ne also sowohl im Saturn als auch beim Media Markt sieht man in den Western Bereichen die Regenbogen-Edition ja schon von weit. Da kann man ja schon nach blau ausschau halten...aber nix da ^^
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Beitrag von MonsterZero » Di 25.05.2010, 07:38

Dr.Beaker hat geschrieben:ne also sowohl im Saturn als auch beim Media Markt sieht man in den Western Bereichen die Regenbogen-Edition ja schon von weit.
Western Bereichen :o :o :o :o
Der einzige Laden, der einen, zwei kleine Fächer (!), Western Bereich hat ist Karstadt.
Alle anderen klatschen Western einfach zu den anderen Titel in diese stumpfsinnige Buchstabenordnung.
Also kaum Western hier, ganz selten mal ein Kochtitel, oder überhaupt.
Na ja dafür gibt es ja amazon. :-P

Ich lobe mir echt Amerika mit ihren Aufklebern oben auf den Hüllen, damit man beim draufgucken sieht welcher Film das ist.
Mich nervt es immer einen kompletten Buchstaben durchzugehen und dann nicht mal das zu finden was ich suche.
Vor allem beim "S"!
Aber auch dafür gibt es ja amazon. :-P
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Beitrag von Xyrxes » Sa 03.07.2010, 10:39

TAUSEND MEILEN STAUB (USA 1959-1966)
Bild
Eine Westernserie in 217 Folgen.
Handlungsachse ist ein 3000 Rinder umfassender Trek und die Gruppe Cowboys die den Trek leitet. Auf ihrer Reise erleben sie zahlreiche Abenteuer.
Tausend Meilen Staub war die am viertlängsten gelaufene Westernserie überhaupt und machte Clint Eastwood zum Star.
Unterhaltsame kleine Westerngeschichten alle rund 47 Minuten lang, dazu eine durchweg solide schauspielerische Leistung machen Die Serie zu einem Pflichtprogramm für alle Westerninteressierten, und vor allem natürlich für alle Eastwood Fans. Eastwood Charakter in der Serie ist übrigens ein moralischer junger Hitzkopf namens ROWDY YATES. Als ich die mir zur Verfügung standenden synchronisierten elf Folgen der Serie gesehen habe, haben sich bei mir einige Fragen aufgedrängt.
Ist das Wort ROWDY, das wir ja auch bis vor einigen Jahren für junge Hitzköpfe benutz haben eigentlich aus dem Namen von Eastwoods Charakter entstanden?
Hat die Serie eigentlich je ein Ende gehabt? Ich meine sind die dann mal angekommen, oder wurde die Serie einfach so irgendwann abgesetzt?
Wie war das als die angekommen sind? Eigentlich holen sich die Cowboys in jeder Folge mindestens einen Tag Verspätung.
Die sind dann ja fast ein ganzes Jahr zu spät am Zielort. Waren die Besitzer der Rinder nicht mächtig sauer?
Und letztlich würde mich mal interessieren, was denn nun eigentlich stimmt. Ich hab gelesen dass Eastwood hier seinen Karierestart hatte, obwohl er nur eine Nebenrolle spielte.
In den elf Folgen ist er aber immer eine zentrale Figur. Ist das Zufall weil man die Eastwood-Folgen übersetzen und zeigen wollte? Also gibt es eigentlich auch Folgen wo die anderen Figuren im Mittelpunkt stehen (Koch und so), oder ist die Nebendarsteller-info einfach eine Legende und Eastwood hatte tatsächlich schon immer die zweite Hauptrolle?

Fragen über Fragen.
Wie dem auch sei TAUSEND MEILEN STAUB (RAWHIDE) hat mir gefallen. Die Serie ist auch durch den Mythos Eastwood interessant und eigentlich ein ideales Vorgeplänkel zu HÄNGT IHN HÖHER.
Zudem habe ich immer das Bild aus BLUES BROTHERS vor Augen, wie sie den Titelsong singen. Nett :)
+++

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Beitrag von MonsterZero » Sa 03.07.2010, 13:22

Xyrxes hat geschrieben:Also gibt es eigentlich auch Folgen wo die anderen Figuren im Mittelpunkt stehen (Koch und so), oder ist die Nebendarsteller-info einfach eine Legende und Eastwood hatte tatsächlich schon immer die zweite Hauptrolle?
Ja gibt es, einige sogar.
Ich habe die Show damals geliebt und sie auch immer geguckt wenn sie mal wieder lief.
Das war das letzte mal 2007 morgens auf Kabel1 der fall, seitdem lief sie nie wieder im Free TV.
Hätte ich das gewusst hätte ich sie mir aufgenommen.

Irgendwie werde ich bei deiner Review das Gefühl nicht los, dass du die Serie vorher nicht kanntest?

Und ja sie war Eastwood Karierestart, den Leone wurde durch sie auf ihn aufmerksam, weil Bronson ja nicht die Rolle spielen wollte.
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Beitrag von Xyrxes » Sa 03.07.2010, 13:31

Irgendwie werde ich bei deiner Review das Gefühl nicht los, dass du die Serie vorher nicht kanntest?
Ja, das es die Serie gibt wußte ich schon...immerin spielt Bronsi ja hier auch mal mit... :-P nur hatte ich die Serie vorher noch nie gesehen

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Beitrag von MonsterZero » Sa 03.07.2010, 13:48

Xyrxes hat geschrieben:Ja, das es die Serie gibt wußte ich schon...immerin spielt Bronsi ja hier auch mal mit... :-P nur hatte ich die Serie vorher noch nie gesehen
Ja in Staffel 8.

Das Wort Rowdy steht für eine gewalttätige jugendliche Person und hat nichts mit Eastwood zu tun.
Das gab es schon vor der Serie.

Die Serie hat ein Ende und auch nicht.
Die Rinderstory ist irgendwann zu Ende und man hat sich dann nur noch mehr oder weniger auf Eastwood konzentriert und ihn noch ein paar Geschichten erleben lassen.

Rawhide lief bei uns das erste Mal übersetz in der ARD 1965, da war Eastwood noch nicht groß bei uns.
Daher hat man nicht nur gezielt Eastwoodfolgen übersetzt.

Zur Synchro:
Ähnlich wie Quincy (Öffentlichen und RTL) oder das A-Team (öffentliche und RTL) so wurde auch Rawhide nicht komplett von der ARD gezeigt.
Kirch übernahm aber die Rechte und übersetzte einige Folgen nach, weshalb es zwei Synchros gibt.

Waren das alle deine Fragen?
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Beitrag von Xyrxes » So 04.07.2010, 07:43

Besser gehts nicht +++
Besten Dank.

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Beitrag von FavoriteCheezyMovies » So 04.07.2010, 08:35

Noch eine Info zu RAWHIDE:

Leone wurde nicht nur aufmerksam auf Eastwood, sondern als er Leones Angebot annahm musste er seine eigenen Klamotten mitbringen, weil die Bugets bei Italo-Western sehr niedrig waren.

So schleppte er seine komplette Garderobe von RAWHIDE mit und man warf ihm noch einen Poncho über.

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Beitrag von MonsterZero » So 04.07.2010, 08:36

Stimmt die Story habe ich auch mal gehört.
Fällt einem ja nicht so auf weil Rawhide ja in s/w gedreht ist und Dollar ja in Farbe. :-P
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Beitrag von FavoriteCheezyMovies » So 04.07.2010, 09:55

Ich habe mal ein farbiges Pressefoto von Eastwood aus RAWHIDE gesehen, da war es sehr offentsichtlich. Außerdem habe ich irgendwo ein Interview zu Italo-Western, wo die Story auch verbraten wird.

Zu Italo-Western gibt es sowieso eine Menge ziemlich abgefahrener Geschichten und Backgrounds.

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Beitrag von MonsterZero » So 04.07.2010, 10:37

Doctor Who hat geschrieben:Zu Italo-Western gibt es sowieso eine Menge ziemlich abgefahrener Geschichten und Backgrounds.
Das stimmt, weshalb ich ja das Buch "Für ein paar Leichen mehr" empfehle kann.

Das Interview was du meinst, dürfte auf der Dollar DVD sein.
http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... vid=147643
Außerdem wurde es glaube ich noch in "Denn sie kennen kein Erbarmen" erwähnt.
http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... vid=222754
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Beitrag von Paul Naschy » Mo 02.08.2010, 20:05

Knie nieder und friss Staub (It 1971) +++ +++

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Ein spannender, mit Rückblenden erzählter Western, welcher den Zuschauer erstmal mit einigen Fragezeichen konfrontiert, die sich nach und nach auflösen, was ihn gut durchdacht und irgendwie zeitlos in der Oberliga der Italowestern mitspielen lässt. Schade, dass der zugegebenermaßen sehr attraktive Fabio Testi etwas hölzern ´rüberkommt. Ansonsten: absolute Empfehlung!


Chamaco (It 1967) +++ +++

Bild

Chamaco ist eigentlich apolitischer Agent, welcher sich bei mexikanischen Revolutionären einnistet, um einen Waffenschmuggel-Ring auffliegen zu lassen. El Santo, das Revolutions-Oberhaupt, vertraut ihm. Seine Nichte liebt ihn. Aber Villar (gespielt von dem großartigen Fernando Sancho), die bis dato rechte Hand El Santos, traut ihm für keine zwei Cent …
Ebenfalls ein sehr gelungenes italienisches Modell, welches für sein Alter schon einige recht eindrucksvolle Bilder von Gefolterten auffährt. Die Story ist schön geradlinig und kurzweilig. Ebenfalls: meine Empfehlung hat er!

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Beitrag von Paul Naschy » Fr 20.08.2010, 08:16

Die letzten Zwei vom Rio Bravo (I 1964) +++ ---

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Ein Sheriff hat´s beruflich nicht leicht. Für 30 Dollar pro Woche muss er kurz nach seiner eigenen Hochzeit brutale Bankräuber jagen gehen. (Ich möchte anfügen, dass er es privat dafür umso besser erwischt hat: die hübsche Dame seines Herzens könnte problemlos als seine Tochter durchgehen.) Seine Gehilfen bekommen nur 20 und gehen erstmal in Streik. Doch der Sheriff ist mutig und schlau: im Alleingang gelingt es ihm, die beiden Gangster jenseits der mexikanischen Grenze zu schnappen. Jetzt hat er nur noch ein Problem: mit den beiden Gefangenen zurück auf amerikanischen Boden zu kommen …

Angeblich wurde dieser Western dadurch bekannt, weil er parallel zur ungleich berühmteren Handvoll Dollar gedreht wurde. Jedenfalls merkt man "Die letzten Zwei vom Rio Bravo" das frühe Baujahr deutlich mehr an; er ist sehr amerikanisch.

Horst Frank wurde als Obergauner perfekt besetzt. Er ist der eiskalte Hund, der auch vor seinem weinerlichen Kompagnon und Bruder nicht Halt macht. Alle anderen Charaktere machen einen sehr unitalienischen Eindruck. Das Genre war noch jung.

Richtig lustig an dem Film ist, wie der Sheriff den einen Gangster während des Films "bevatert" und re-sozialisiert: er rettet ihn vor einem Schlangenbiss, er tröstet, er putzt ihm das Gesicht! Einmal sagt er sogar "Nicht erschrecken, wenn es jetzt knallt". Und sowas in einem Western! :lol:

Der Film erschien in der Koch Italo Western Collection als Nummer 26 und ist sicherlich nicht der beste der Reihe. Filmhistorisch macht er wahrscheinlich schon Sinn (sorry, ich bin da nicht der Profi). Es gibt zwei Kurz-Bonusfilmchen auf der DVD: ein Interview mit einem sehr sympathischen Regisseur und eines mit einem italienischen Filmkenner. Letzterer redet 10 Minuten, ohne Luft zu holen, und lässt dabei einige interessante Fakten vom Stapel, die man aber auch in 2 Minuten untergebracht hätte; irgendwie sehr italienisch.

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Leise weht der Wind des Todes

Beitrag von Boogieman1967 » Fr 20.08.2010, 09:33

Leise weht der Wind des Todes (The Hunting Party)
England 1971
Regie: Don Medford
mit Oliver Reed, Candice Bergen und Gene Hackman

Story: Brandt Ruger (Hackman) ist steinreich, korrupt, brutal und hasst die Bande die seine Frau (Bergen) entführt hat. Mit seinen ebanfalls sehr reichen Freunden beginnt er mit der Menschenjagd auf die Bande. Ziel: jeder soll sterben.

Kritik: Ein wirklich grausamer Euro-Western mit einer fantastischen Storyline der zu einem überraschenden Ende führt. -> kaufen, kaufen, kaufen und das bei Saturn auf dem Grabbeltisch für nur € 5. Der Film ist aber auch locker das 4fache Wert!

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Beitrag von Harryzilla » Fr 20.08.2010, 09:34

Dazu gleich den ganzen Aushangfotosatz. Was für ein Service.
Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen!

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Beitrag von Paul Naschy » Fr 20.08.2010, 09:40

und das bei Saturn auf dem Grabbeltisch für nur € 5.
... das war auch meine bezugsquelle (carol media) 8)

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Beitrag von Paul Naschy » Fr 15.10.2010, 18:19

Knochenbrecher im Wilden Westen (I 1972) +++
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Der Gelbe ist super? Naja, jedenfalls will er Cowboy werden, obwohl die Texaner ihn mit sarazinschen Sprüchen ärgern. Sobald sie auch noch handgreiflich werden, packt er eine mittelprächtige Kungfu-Nummer aus – und dabei darf es auch mal splattern! Als er auch noch eine hübsche Mexikanerin kennenlernt, gibt es noch ein Leben, das er beschützen muss...

Eine recht vorhersehbare Aneinanderreihung von mittelprächtigen Kämpfen, gespickt mit unfreiwilligem Humor, blutigen Einlagen, und einem Klaus Kinski in einer Nebenrolle. Ich kann nicht meckern – genau das habe ich mir von dem Film auch erwartet.

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Beitrag von FavoriteCheezyMovies » Fr 15.10.2010, 18:32

Ich hatte damals auch den Trailer gesehen und wollte den Film sofort. Diese schmackigen Sprüche im Trailer, wie "der Gelbe ist super" und weitere, haben schon den reizt auf mich ausgeübt. Sicherlich kein Italowestern, den man an einer Leone-Messlatte anhalten kann, aber ein Spaßmacher ohne Ende. +++ :mrgreen:

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Beitrag von FavoriteCheezyMovies » Mi 03.11.2010, 10:00

12 UHR MITTAGS

+++ +++ +++

Da gibt es nicht viel zu sagen, denn wer diesen Western noch nicht gesehen hat, hat definitiv eine Bildungslücke. Brilliant wie Zinneman den Film in Echtzeit zum Showdown gedreht hat.

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Beitrag von mario-pana » Di 07.12.2010, 21:44

Pat Garrett jagt Billy the Kid (USA / 1973)

Keine Ahnung woran es liegt. Vielleicht hatte ich zu sehr im Hinterkopf, dass Sam Peckinpah dem Drogenkonsum verfallen war. Doch so richtig will mir der Film nicht gefallen. Viele finden ihn ja echt Spitze. Ich habe jedoch das Gefühl einer losen Aneinanderreihung von Szenen beizuwohnen, in denen der Zeitlupenstil für den Peckinpah so geliebt wurde, zu sehen ist. Freie Liebe und Blumenkinder. Dieses entstehungszeitlich Aktuelle scheint mir hier durch. Somit ist der Film auf eine Art ein gelungenes Produkt seiner Zeit. Ein so richtig unterhaltsamer Western ist für mich jedoch nicht bei herausgekommen. Hinsichtlich blutiger Schusswechsel ist PAT GARRETT JAGT BILLY THE KID wirklich gelungen. Viel mehr mag ich ihm nicht abgewinnen.

Wertung: +++ ---



The Wild Bunch (USA / 1969)

Auch ein Film, der mir so in Gänze nicht gefallen will. Vielleicht waren meine Ansprüche angesichts der Lobeshymnen aber auch zu hoch. Die Story finde ich etwas wenig ausformuliert. Handlungen der Figuren wirken unverständlich und aus der ein oder anderen Szene werde ich auch nicht ganz schlau. Hinsichtlich der Action und Schusswechsel ist THE WILD BUNCH aber über jeden Zweifel erhaben. Besonders der Schluss weiß hier zu punkten. Sonderlich bewegend fand ich ihn jedoch nicht.
Letztlich ein unterhaltsamer Film.

Wertung: +++ 1/2



Sacramento (USA / 1962)

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Streifen ist für mich das hier ein richtig guter Film. Eine wirklich gelungene und gut ausformulierte Geschichte. Gute Stars, gute Action, packend und unterhaltsam erzählt, mit einem gewissen ruhigen Stil. Sehr gefallen hat mir zudem auch die weibliche Hauptrolle.
Bin begeistert. Zeitlupenszenen gibt es hier jedoch nicht. War wohl auch einer von Peckinpahs früheren Werken. Vermisst hab ich sie nicht.

Wertung: +++ +++ 1/2



Die letzte Rechnung zahlst du selbst (Italien / 1967)

Lee Van Cleef ist hier einer der Hauptakteure, in Giorgio Steganis beschwingten Gaunerwestern. Ein angenehmes Filmchen mit Witz, Action und bekannten Gesichtern. Eines davon gehört, dem damals noch eher unbekannten, Carlo Pedersoli (später bekannt als Bud Spencer :wink: ).
Die Geschichte ist gelungen und komplexer als es für italienische Filme manches mal der Fall ist. Das Finale und der Bösewicht (gespielt von Gordon Mitchell) erinnern etwas an den Jahre später gedrehten EINE FAUST GEHT NACH WESTEN.
Sehr unterhaltsamer Film und die DVD ist in Sachen Bild auch erste Sahne. Hätte ich nicht gedacht, nachdem die (auch von Savoy stammende) TEX UND DAS GEHEIMNIS DER TODESHÖHLEN Scheibe doch so extrem abstinkt.

Wertung: +++ +++

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Beitrag von mario-pana » Do 20.01.2011, 20:19

Ein Fressen für die Geier (USA / 1970)
(Two Mules for Sister Sara)

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„Mal wieder was von Clint Eastwood schauen“, hab ich mir gedacht. Ein Western schien da gerade richtig. Und von EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER hatte ich nur Positives gehört.

Es war genau die richtige Wahl, denn hier wird dem Eastwood Freund einiges geboten. Als Erstes fiel mir die Musik auf. „Wenn die nicht von Ennio Morricone ist, fress ich nen Besen“, sagte ich laut. Und tatsächlich sie ist es. Vom Meister, der die Dollar Trilogie mit seinen unvergleichlichen Melodien verzierte. Das verleiht EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER Italowestern Flair. Eastwoods Anwesenheit unterstreicht es noch und dass das Ganze zeitweilig in Mexico spielt, was in Italowestern ohnehin sehr häufig so ist, trägt sein übriges bei. Schon seltsam dass die Amis nach ihrer Westernzeit den Italowestern Stil übernahmen um mit dem Genre weiter Geld verdienen zu können. Kann man gelten lassen, wenn es so gut gemacht ist. Was mir aber noch unheimlich gefiel, war der trockene Humor den Eastwood zum Besten gibt. Der nicht vordergründig ist, aber immer wieder aufblitzt und alles abrundet. Don Siegel ist mit EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER ein erstklassiger Western gelungen. Mit einer guten und kurzweiligen Handlung, einer ordentlichen Portion Action, Witz und guten Darstellern. Ein gute Laune Film. Hat mir sehr gefallen.

Wertung: +++ +++ 1/2
Zuletzt geändert von mario-pana am Do 20.01.2011, 20:28, insgesamt 4-mal geändert.

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Beitrag von MonsterZero » Do 20.01.2011, 20:21

Ich liebe den Film, allerdings liebe ich alle Eastwoods.
Ist zur Zeit preiswert in der Eastwood Collection zu haben.
"What Chato's land doesn't kill, Chato will." - Chato's Land (1972)

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Beitrag von mario-pana » Sa 29.01.2011, 14:25

Abgerechnet wird zum Schluss (USA / 1970)
(The Ballad of Cable Hogue)

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War ich von Sam Packinpahs Filmen in den letzten Wochen nicht so sehr begeistert wie manch anderer, so möchte ich ABGERECHNET WIRD ZUM SCHLUSS ein sehr gutes Zeugnis ausstellen.

Jason Robards als Cable Hogue ist eine passende Besetzung. Ihm nimmt man die Figur unbesehen ab. Er erinnert mich an seinen Part des Cheyenne in Sergio Leones SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD. Die Augen sprechen mehr, und aus dem Munde kommen wohl überlegte Worte. Diese sind nicht selten ironisch und unheimlich lustig. Von dieser lustigen Art lebt der gesamte Film. Es verleiht dem Ganzen eine lockere Note und zeichnet damit auch mehr eine Komödie als einen ernsthaften Western. Das wird noch unterstützt durch witzige Szenen. Es macht Laune dem Treiben zuzusehen und durch die Art der Inszenierung stimmt einen auch das Ende keineswegs traurig. Blutige Schusswechsel sucht man vergebens. Stattdessen gibt es einen atmosphärisch angenehmen und sehr unterhaltsamen Western. Ein sanfter und sympathischer Film, wie es auf der DVD Hülle heißt. Gewürzt mit einer schönen Liebesgeschichte.

Wertung: +++ +++ 1/2


P.S.: Wer einen Action reichen Western möchte, sollte einen anderen Film von Peckinpah wählen.

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Paul Naschy
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Beitrag von Paul Naschy » Do 03.03.2011, 12:16

sergio sollima doublefeature.

Der Gehetzte der Sierra Madre (I/Sp 1966) +++ +++ +++

Tomas Milian als Gejagter und Lee van Cleef als Jäger, doch das Blatt wendet sich. Und wie! Der Film hat alles, was einen Western sehenswert macht. Allein schon wg der Rolle des Barons von Schulenberg... phantastisch!


Lauf um dein Leben (I/Fr 1968) +++

Sowas wie die Fortsetzung des Sierra Madre Gehetzten, kommt aber bei weitem nicht hin. Der Humor wirkt aufgesetzter, die Handlung weniger packend. Trotzdem ist der Film keineswegs ein schlechter, er enthält viele richtig gute Ideen und einen tollen Milian.

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Stevie
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Beitrag von Stevie » Mo 21.03.2011, 22:37

mario-pana hat geschrieben:Ein Fressen für die Geier (USA / 1970)
(Two Mules for Sister Sara)

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„Mal wieder was von Clint Eastwood schauen“, hab ich mir gedacht. Ein Western schien da gerade richtig. Und von EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER hatte ich nur Positives gehört.

Es war genau die richtige Wahl, denn hier wird dem Eastwood Freund einiges geboten. Als Erstes fiel mir die Musik auf. „Wenn die nicht von Ennio Morricone ist, fress ich nen Besen“, sagte ich laut. Und tatsächlich sie ist es. Vom Meister, der die Dollar Trilogie mit seinen unvergleichlichen Melodien verzierte. Das verleiht EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER Italowestern Flair. Eastwoods Anwesenheit unterstreicht es noch und dass das Ganze zeitweilig in Mexico spielt, was in Italowestern ohnehin sehr häufig so ist, trägt sein übriges bei. Schon seltsam dass die Amis nach ihrer Westernzeit den Italowestern Stil übernahmen um mit dem Genre weiter Geld verdienen zu können. Kann man gelten lassen, wenn es so gut gemacht ist. Was mir aber noch unheimlich gefiel, war der trockene Humor den Eastwood zum Besten gibt. Der nicht vordergründig ist, aber immer wieder aufblitzt und alles abrundet. Don Siegel ist mit EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER ein erstklassiger Western gelungen. Mit einer guten und kurzweiligen Handlung, einer ordentlichen Portion Action, Witz und guten Darstellern. Ein gute Laune Film. Hat mir sehr gefallen.

Wertung: +++ +++ 1/2
Und die wirklich zauberhafte Shirley MacLaine nich zu vergessen. ;)
Ein großartiger Film, den ich auch immer wieder gerne sehe.

Meine letzten Western waren die beiden Nobody-Filme mit Terence Hill, wobei mir der zweite sogar ein bisschen mehr Spaß gemacht hat als der erste. Dann gab es noch ein späten Duke-Western: Geier kennen kein Erbarmen. Der war nett. Sowas wie die zahme Version eines "Big Jake". Den werde ich mir demnächst mal wieder ansehen.

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Xyrxes
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Beitrag von Xyrxes » Di 22.03.2011, 03:55

War ich von Sam Packinpahs Filmen in den letzten Wochen nicht so sehr begeistert wie manch anderer, so möchte ich ABGERECHNET WIRD ZUM SCHLUSS ein sehr gutes Zeugnis ausstellen.
Danke Mario, ein guter Beleg mal wieder, das Geschmäcker sich eben doch total unterscheiden.

Bin auch grad dabei die ganzen Packinpahs ab zu grasen.
Für mich ist dies einer (wenn nicht DER) der allerschlechtesten. Eine totale Gurke.

Was nichts daran ändert das ich sowohl Deine Meinung als auch deinen Filmgeschmack sehr schätze.

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