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Gorath
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Beitrag von Gorath » Fr 02.11.2007, 18:12

Ist es so schwierig Animes zu lizensieren das man das deswegen vieleicht hier so teuer verkaufen muss?
Macht sie fettich!!!

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mario-pana
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Beitrag von mario-pana » Fr 02.11.2007, 18:41

Nun... der Deutsche Anime DVD Markt ist im Vergleich zu vor einigen Jahren, mittlerweile schon recht groß geworden. Dennoch nimmt man immer noch eine Randposition ein. Man ist größer als der Nieschenmarkt aber immernoch kleiner als der normale Film-DVD Markt.

Lizenzen aus Japan sind sicher nicht billig. Anime Lizenzen wohl dennoch billiger als die Toho Klassiker von Anolis. Dennoch müssen die Labels immer ums Überleben kämpfen. Zumindest machen sie uns das Glauben. Ich bin da mittlerweile skeptisch und hab zuweilen den Eindruck, dass die den Hals nicht voll genug kriegen können. Ähnlich wie bei Warner und den anderen Major-Labels zählt maximaler Erfolg mit minimalem Aufwand. Was der Fan will wird in den wenigsten Fällen beherzigt, nur vielleicht immer soviel, das er sich ruhig verhält und die Scheiben kauft. Es gibt hier aber auch Label, die mehr auf Fans eingehen und das ganze sogar noch mit passablen Preisen versehen können. Bestes Beispiel ist die herrliche Inu Yasha TV-Serie, die Red Planet auf den Markt gebracht hat. Hier hat man bei den Untertiteln mit Fans gearbeitet und herausgekommen ist ein beeindruckendes Ergebnis. Anfangs brachte man noch zwei Untertitelspuren. Die eine mit Dubtitels, da die deutsche Synchro etwas flapsiger ist. Die andere war die von Fans erstellte. Ich hatte mir die Box zur ersten Staffel gleich gesichert und fast in einem Ritt angeschaut.

Aber ich schweife ab.

Ich sehe den deutschen Anime Markt trotz allem immernoch in einer ähnlichen Situation, wie bei den Toho Klassikern von Anolis. Es kostet einfach sehr viel, solche Scheiben akkurat zu erstellen und man muß ja auch bedenken, dass sich die Scheiben mit einer deutschen Synchro wesentlich besser verkaufen. Und eine Synchro kostet ein heiden Geld. Als kleines Label hast du da ziemlich zu knaubeln, wenn du am Ende auf einen grünen Zweig kommen willst. Fragt Anolis, die können ein Liedchen davon singen.
Zuletzt geändert von mario-pana am Sa 03.11.2007, 08:26, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von Harryzilla » Fr 02.11.2007, 22:27

Interessante Ansicht/Meinung MP. +++
Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen!

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Beitrag von mario-pana » Sa 03.11.2007, 08:48

Nun, den deutschen Anime Markt sondiere ich schon seit 1997. Da erfährt man schon einiges, wenn auch keine detailierten Hintergrundfakten. Doch dass was man mitbekommt formt ein Bild von jedem Label.

Den absoluten Anfang machte OVA Films. Der Rest kam danach. OVA Films hatte zu Beginn noch ein Herz für Fans. Das ist ihnen aber mittlerweile abhanden gekommen. Für sie zählen nur noch Zahlen. Vielleicht liegts ja in der Natur der Sache, dass, wenn man soviele Serien schon auf den Markt gebracht hat und schon einiges Geld damit verdiente, den Blick für die Liebhaber solcher Serien, verliert. Bei vielen Labels spüre ich das und es macht mich traurig. Fan-Subs sind derzeit attraktiver, als die Serien auf DVD. Sollte es nicht eigentlich umgekehrt sein?

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Beitrag von Harryzilla » Sa 03.11.2007, 09:37

Herzlichen Dank für die offenen Worte. Deine kritischen Äußerungen klingen berechtigt und nachvollziehbar.
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Beitrag von Kyklop » Mi 07.11.2007, 20:19

Ich glaub hier passt es besten hin.

Hat den schonmal jemand gesehen und kann etwas zum Film sagen?

Klick mich: Little Norse Prince

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Beitrag von mario-pana » Mi 07.11.2007, 20:26

Samurai 7 +++ +++

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26-teilige TV-Serie (2004)

Lang ist’s her, dass ich eine Anime TV-Serie auf DVD komplett angesehen habe, aber nun ist es vollbracht. Warum es so lang dauerte? Keine Ahnung, vielleicht lag’s daran, dass ich die Serie ohne Unterbrechung sehen wollte, das heißt, ohne dass ich eine andere Anime Serie anschaue. Geschafft hab ich’s nicht, dafür war „Samurai 7“ dann doch etwas zäh geraten, was ich aber noch nicht einmal so recht an einem Beispiel fest machen könnte.

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Nun, Studio Gonzo ist mittlerweile eines der renommiertesten und erfolgreichsten Anime Produktionsstudios in Japan. Man agiert stets auf hohem Niveau. Das das Konzept nicht immer aufgeht beweißen Serien wie Burst Angel, welche außer viel Action nur wenig zu bieten hat. Samurai 7 droht in ähnliche Gewässer abzudriften, jedoch liegt der Serie eine starke Geschichte zugrunde.

Wer kennt nicht Akira Kurosawas herrliche Geschichte der Sieben Samurai. Diese ist Grundlage für die Gonzo Serie und hält sich in weiten Teilen doch recht eng an die Vorlage. Abgesehen davon, dass man die Räuber als riesige Roboter darstellt und auch sonst technische Einflüsse in das altertümliche Geschehen einbaut. Etwa ab Episode 17 verläßt man Kurosawas Storyline, welche zu dem Zeitpunkt schon beendet ist, und verfolgt einen eigenen gesponnenen Storyfaden weiter. Durchzogen ist die unterhaltsame Serie von vielen lustigen Momenten, für welche stets die niedliche Komachi sorgt. Der eigentliche Kontext der Serie ist jedoch eher ernst und sehr Actionreich.
Animationstechnisch bewegt man sich auf sehr guten TV-Serien Niveau, wobei die Computeranimationen qualitativ klar abstechen, denn sie sind sehr gut gelungen. Ich persönlich kann nicht gerade behupten, dass mir solche Szenen gefallen. Ich mag handgezeichnete Cell-Animation wesentlich lieber. Ich bin mir leider aber auch bewusst, dass der Computer mittlerweile ein fester Bestandteil der Anime Szene geworden ist, nur gefällt mir die Umsetzung von Gonzo nicht immer so sehr. Sie stört des öfteren die Homogenität.
Das Character Design ist recht erwachsen gehalten. Lediglich die kleine Komachi und Okarada brechen da etwas aus. Zuweilen erinnert es mich entfernt an „Last Exile“. „Samurai 7“ ist somit wieder eine Gonzo Serie von hohem Niveau, zumindest aus technischer Sicht.

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Alles in allem war ich etwas enttäuscht von der Serie. Ich denke, man hätte mehr aus dem Stoff machen können. Die Charaktere bleiben nämlich zu oberflächlich, so dass man keine rechte Beziehung zu ihnen aufbauen kann. In späteren dramatischen Momenten rächt sich dies, denn das Ableben einiger der 7 geht einem nicht sonderlich nahe. Ein weiterer Punkt, der mich immens stört, sind die Räuber, welche, wegen ihrer Größe und zu unmenschlichen Erscheinung nur wenig bedrohlich wirken. Zudem sieht man ihnen die Herkunft aus dem Computer zu sehr an, was sie eher wie Fremdkörper wirken lässt.
Daneben punktet „Samurai 7“ aber mit einer guten Geschichte, krachender Action, liebenswerten Charakteren und lustigen Momenten, die zum Schmunzeln anregen.

Fazit: „Samurai 7“ ist angenehm kurzweilige Unterhaltung mit einigen schwächen in der Dramatisierung und Charakterzeichnung, jedoch einer gehörigen Portion Action und Fun.

Quelle Bildmaterial:
http://www.anisearch.de/index.php?page=anime&id=996
Zuletzt geändert von mario-pana am Do 08.11.2007, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von mario-pana » Do 08.11.2007, 14:37

L/R - Licensed by Royalty +++

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13-teilige TV-Serie (2003)

Verkleidungen wie bei „Kobra übernehmen sie“ und Gimmicks wie bei James Bond, „L/R – Licensed by Royalty“ ist unübersehbar eine Agentenserie.

Wenn die britische Königsfamilie brisante Spezialaufträge zum Schutz der Nation zu vergeben hat, sind die zwei Geheimagenten von Cloud7 die richtigen Männer für den Job. Jack Hefner und Rowe Rickenbacker fürchten keinen noch so riskanten Auftrag und gefährlichen Gegenspieler, um die Krone zu schützen. Sie sind auch unter dem Codenamen "L/R" - Licensed by Royality bekannt, doch keiner von beiden würde jemals zugeben, wer "L" und wer "R" ist...

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Handwerklich bewegt sich „L/R“ auf durchschnittlichen TV-Serien Niveau. Die Animationen der Charaktere wirken zuweilen ruppig und oberflächlich. Das Angenehme ist jedoch, dass man gänzlich auf althergebrachte Cell-Animation zurückgriff. Somit ist alles Handgezeichnet und nix aus dem Computer. Hinsichtlich der Action bekommt man einiges geboten, wobei man sich immer im Rahmen eines Bond bewegt und es nicht in übertriebene Scharmützel ausartet. Das Charakter Design ist sehr erwachsen gehalten. SD-Einlagen (Super Deformed) gibt es nicht, dafür möchte man einfach zu erwachsen wirken.

„L/R“ wirkt auf mich leider etwas leer. Die Geschichten strotzen nicht gerade vor Originalität und auch der Dramatisierung fehlt es ganz klar an Stärke. Zudem kommt auch die Charakterzeichnung eher zu kurz. Dennoch flackern immer wieder schöne Momente auf, in denen das Potential zum Vorschein kommt, welches nicht konsequent genutzt wurde. Die letzten 3 Episoden überraschten mich dann aber doch noch einmal, denn hier wird der Storyfaden, der sich durch die komplette Serie zieht, zu einem unterhaltsamen Ende gebracht. Gewisse Zeichen verraten hier leider den Ausgang, was etwas die Luft raus lässt. Hätte man den Zuschauer mehr im ungewissen gelassen, wäre dies wesentlich effektiver gewesen. Das Ende, vor dem Abspann ist dann noch einmal schön dramatisch und versetzt einem einen kleinen Hammer. Wer hier den Abspann komplett abwartet wird aber beruhigt abschalten können.

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Fazit: Durch Mängel in der Charakterzeichnung, der Dramatisierung und bei den Geschichten bleibt „L/R – Licensed by Royalty“ eher blass und kommt übers Mittelmaß nicht hinaus. Die sympathischen Charaktere, einige fesselnde Episoden, sowie die Art der Story um zwei Agenten und ein gesundes Maß an Action reißen es etwas wieder heraus und die Serie weiß durchaus angenehm kurzweilig zu unterhalten. Aus technischer Sicht bewegt sie sich auf durchschnittlichem Niveau.
Zuletzt geändert von mario-pana am Do 08.11.2007, 14:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von Harryzilla » Do 08.11.2007, 14:39

Wie wäre es mit einem Anime-Corner in der "Pranke" unter MP's Leitung?
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Beitrag von Joan_Landor » Do 08.11.2007, 14:42

Dafür! +++
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Beitrag von Harryzilla » Do 08.11.2007, 14:50

Hoffentlich liest der Prankenmeister unsere Bitte/Wunsch/Idee. :?
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Beitrag von Xyrxes » Do 08.11.2007, 15:03

Neutral +++ ---


Aber nur aus Egoismus.
Anime sind mir unwichtig.
Auf jeden Fall will ich aber das Mario in der Pranke schreibt.
+++

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Beitrag von Harryzilla » Do 08.11.2007, 15:26

Eine ehrliche Aussage. Xyrxl :respekt:
Bin gespannt wie die anderen Kongulaner/Innen dazu stehen.
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Beitrag von Azrael_Vega » Do 08.11.2007, 18:11

ich wäre auch dafür +++

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Beitrag von Joan_Landor » Do 15.11.2007, 23:16

Bild

Murder Princess (Japan 2007; 6 Episoden)

Der König von Foreland wird von einem Wissenschaftler und den von ihm geschaffenen Robotern ermordert, Prinzessin Alita kann in den Wald fliehen. Dort begegnet sie der kampferprobten Kopfgeldjägerin Faris und ihren seltsamen Gefährten. Durch einen Zufall tauschen die beiden ihre Körper. Alita sieht darin eine Chance, ihr Königreich zu retten, und erobert mit Faris’ Hilfe den Thron zurück. Doch natürlich muss Faris nun an die Stelle der Prinzessin treten, denn sie steckt ja in ihrem Körper. Faris wird also zur Herrscherin gekrönt und soll herrschen bis Prinz Kaitou von seinem Feldzug zurückgekehrt ist. Doch die Feinde des Landes geben nicht so schnell auf: Sie gieren nach der Alten Macht, die unter dem Schloss verborgen ist. Wird Alita die störrische Faris lange genug als Beschützerin im Schloss halten können? Und was ist das für eine mysteriöse Macht, die aus einer früheren Epoche der Menschheit stammt?

Sehr schöne Geschichte über Freundschaft, Versprechen, Familienbande, Vergebung und die Frage, ob die Menschheit es überhaupt verdient hat zu existieren.
Die Charaktere sind bis auf einen gut ausgestaltet, die Motive ihres Handelns nachvollziehbar. Auch machen einige im Laufe der Episoden interessante Entwicklungen durch.

Die Bilder sind recht schön gezeichnet, wenn mir auch das Design einiger Kreaturen nicht besonders zugesagt hat. (Es wimmelt nur so vor Monstern und Mutanten. Das war bisweilen etwas zu viel des Guten.)

Großes Problem: Die Musik! Grauenvoll. Die Bilder werden von der aufdringlichen HardRock-Musik quasi erdrückt Es wird beim Musikeinsatz auch keinerlei Rücksicht auf die Stimmung der jeweiligen Szene genommen. Alles ersäuft im Geschrammel. :x

Alles in Allem daher leider nur: --- +++


EDIT: Ich sehe gerade, dass alle dt. Review-Schreiber die Musik grandios finden. Ich muss wohl einsehen, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre. :roll:
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Beitrag von Joan_Landor » So 18.11.2007, 18:12

Bild

Shinigami no Ballad (6 Episoden; Japan 2006)

Die Shinigami (eine Todesbotin, die die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits begleitet) Momo begnügt sich nicht mit ihrer eigentlichen Aufgabe der Totenbegleitung, sondern erfüllt auch deren letzte Wünsche. Und so begibt sie sich immer wieder in die Menschenwelt, um den Hinterbliebenen bei ihrer Problembewältigung zu helfen ...

Zu Heulen schöne Serie. Ich habe erst vier Teile hinter mir, weil man die nicht einfach, wie ich es sonst mache, hintereinander wegziehen kann. Doch bisher ist ein Teil schöner als der andere, und am Ende einer jeden Folge fließen bei mir die Tränen. Bild

Im Mittelpunkt der Geschichten steht nicht die Shinigami, sondern die Menschen, die sich besucht. Die Folgen sind in sehr ruhigem Ton gehalten und haben eine schöne, sehr sorgfältig gestaltete Bildersprache, ohne aber allzu sehr ins Sentimenal-kitschige abzudriften. Da die Protagonisten bisher immer Kinder waren, nehme ich an, dass man mit dieser Serie wohl 8-12-Jährige als Zielgruppe ins Auge gefasst hat. Die Geschichten, die erzählt werden, sind daher sehr einfach, vermitteln dabei aber Lebensweisheiten, die man sich durchaus zu Herzen nehmen kann (auch als Erwachsener).
Schön.

+++ +++
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Beitrag von mario-pana » Di 20.11.2007, 13:45

@Joan_Landor

Shinigami no Ballad hab ich mir zwar gesichert, aber bisher noch nicht angesehen. Ich finde die Geschichte einfach zu dramatisch und lese ich deine kleine Rezi, sehe ich mich in meiner Annahme bestätigt. Na, ob ich das jetzt noch schaffen werde, mir die Serie anzusehen?

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Beitrag von Joan_Landor » Di 20.11.2007, 19:49

Doch, das schaffst Du. +++
Als dramatisch würde ich die Serie gar nicht bezeichnen. Der Begriff impliziert (für mich) ja immer große Gefühle und Bombast. Es sind hier aber eher die kleinen Dinge, die so wichtig sind. Und, wie gesagt, die Folgen kommen eher leise daher. Wenn ich schreibe, dass ich nach jeder Folge heule, dann heißt das nicht, dass ich es wegen eines tragischen Schicksals einer Figur tue, sondern eher aus, wie soll ich sagen, Rührung. ("Hach war das schön." *schnief*)
Und da die Folgen alle unabhängig von einander sind, kannst Du ruhig einfach mal eine gucken. Wenn sie Dir nicht gefällt, hast Du eben nur eine Geschichte kennengelernt. (Tipp: Die erste ist nicht die beste.)
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Beitrag von mario-pana » Mi 21.11.2007, 08:04

Erster Punkt, warum ich auf die Serie angesprungen bin, war das Charadesign, dass ich einfach nur herrlich finde.

Dass die Geschichte um einzelne Schicksale kreist und Momo ein Todesengel ist, der die Seelen abholt und ins Jenseits begleitet, hab ich erst im Nachgang erfahren.

Ehrlich gesagt bin ich bei solchen Animes immer nah am Wasser gebaut. "Die letzten Glühwürmchen" kann ich mir immernoch nicht ansehen. Nach mehreren Anläufen mußte ich immer wieder abbrechen, denn es war mir doch zu traumatisch (wer weiß, was mir in einem vorherigen Leben passiert ist).
In Hinblick auf "Shinigami no Ballad" werd ich es jetzt aber dennoch wagen. Die Neugierde siegt über den "Dramatic Effect". :)

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Beitrag von Harryzilla » Do 22.11.2007, 20:44

Gedo senki/Tales From Earthsea (2006) --- +++

Goro Miyazaki hat noch einen langen Weg vor sich um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
Am besten ist Studio Ghibli dann, wenn sie eigene Geschichten verfilmen und nicht wie hier eine Adaption von Ursula K. LeGuin. Die gezeichneten Figuren wirken etwas simpel und holprig gezeichnet.
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Beitrag von Elite » Sa 24.11.2007, 14:06

Ich war ebenfalls von "Tales from Eathsea" sehr enttäuscht. Als ich schon gehört hatte, dass er in Japan wie eine Bombe eingeschlagen ist stieg die Vorfreude immer weiter an und da er aus den Ghibli Studios kommt, woher auch "Prinzessin Mononoke", "Das wandelnde Schloss" und "Chihiro's Reise ins Zauberland" sind, meine absoluten lieblings Animes übrigens, waren die Erwartungen wirklich unglaublich hochgeschraubt. Letztendlich wurden sie zwar nicht erfüllt, aber ich bereuhe den Kinogang keineswegs und ich fand es sehr schön mal wieder einen Anime auf der großen Leinwand bewundern zu dürfen. :D
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Beitrag von Joan_Landor » Sa 24.11.2007, 15:39

Och nö. Sagt doch nicht alle sowas. In den Film habe ich so viele Hoffnungen gesetzt. :oops:
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Beitrag von Harryzilla » Sa 24.11.2007, 19:33

Ich fand ihn leider elendiglich langweilig und durchschnittlich animiert. Mit einer niedrigen Erwarungshaltung gefällt er dir ja möglicherweise.
Zuletzt geändert von Harryzilla am Sa 24.11.2007, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Elite » Sa 24.11.2007, 20:48

Ja, er hat schon so einige Längen, aber ganz so schlimm wie Harry fand ich ihn nicht. Fand ihn ganz ok, aber den Erwartungen wurden bei weitem nicht gerecht. :?
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Beitrag von Joan_Landor » Sa 05.01.2008, 23:30

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Arashi no yoru ni (Japan 2005/06; "On a stormy night")

Der kleine Ziegenbock Mei flüchtet vor einem Unwetter in einen verfallenen Schuppen. Dort trifft er auf den Wolf Gabu. Da es aber stockdunkel ist, und der Geruchssinn der beiden verstopft ist, kommen sie miteinander ins Gespräch und bemerken viele Gemeinsamkeiten, ohne zu ahnen, wie unterschiedlich sie eigentlich sind. Die beiden verabreden ein Picknick für den nächsten Tag und trennen sich. Am nächsten Tag sind beide fruchtbar erschrocken, als sie sich zum ersten Mal begegnen. Und doch halten sie sich an ihre Abmachung, wenn das dem Wolf mitunter auch arg, arg schwerfällt. Und das Unmögliche geschieht: Der Ziegenbock und der Wolf schließen Freundschaft! Doch dann kommen ihre jeweiligen Artgenossen dahinter, und die heißen die Liaison gar nicht gut ...

Himmel, ist das süß! Nein wirklich. Die Geschichte um diese scheinbar unmögliche Freundschaft ist zwar sehr einfach erzählt (logisch, basiert sie doch auf einem Kinderbuch), entfaltet aber gerade dadurch ihren besonderen Charme. Dabei besticht sie auch oder gerade durch ihre netten kleinen Einfälle: Der Name des Ziegenbocks Mei ist z.B. auf Japanisch unser "mäh". Wenn also Gabu im Laufe des Films mal aufgeregt nach seinem Freund ruft, meckert er quasi wie eine Ziege. :-P
Die Zeichnungen sind offenbar Computer-gestützt, was aber ihrer Natürlichkeit keinen Abbruch tut. Die Mischung aus aquarelligem Hintergrund und typischen Anime-Kulleraugen ist durchaus gelungen. Die Musik legt sich bisweilen etwas schwer über die Bilder. Hier wäre weniger mehr gewesen. Aber ich will gar nicht klagen. Der Film wird bisweilen mit Disneys Bambi verglichen, doch im Vergleich mit ihm ist Arashi no yoru ni weniger sentimental-kitschig als der Klassiker. Die Geschichte wird einfach sehr warmherzig erzählt und überbringt auf diese Weise geradezu leichtfüßig die schöne Botschaft, dass Freundschaft über alle Rassengrenzen hinweg möglich ist.

+++ +++

Bild Bild Bild

Ich habe den Film englisch untertitelt gesehen. Ich weiß aber, dass von subs4u ein deutscher Fansub existiert. Leider gibt es aber sehr wenig Torrent-Seeds dafür, und IRC ist noch immer ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Es hat nicht zufällig jemand von Euch diese deutsche Fassung, nein? Bild
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Beitrag von mario-pana » So 06.01.2008, 06:09

:king:

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Beitrag von Joan_Landor » So 06.01.2008, 16:00

Hah! Hat sich erledigt! Ich kann jetzt IRCen! :king:

Bildernachschlag: :)

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Beitrag von Harryzilla » Sa 29.03.2008, 19:58

Appurushîdo/Appleseed (2004)
Handlung: +++ +++
Animation: +++ +++ +++
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Beitrag von mario-pana » Di 15.04.2008, 01:09

Itsudatte my Santa (2005)

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Wie konnte ich den Anime in den letzten Monaten nur so schmählich vernachlässigen. Ein wirklich unverzeihlicher Frevel, wie ich feststellen muss.
Auch ist es doch ungemein ungewöhnlich eine Weihnachtsgeschichte mitten im Jahr zu sehen, wo doch noch soviel Zeit bis zu diesem Fest ist. Doch es hat sich gelohnt und die weihnachtliche Atmosphäre ist letztendlich nicht allzu gewöhnungsbedürftig.

Der junge Santa ist schon ein bemitleidenswerter Zeitgenosse, denn nicht nur dass er Santa heißt, hat er am 24. Dezember auch noch Geburtstag. Für die junge Santa Clause Schülerin Mei ist das zuviel und sie krümmt sich vor Lachen auf dem Boden. Doch nur für einen kleinen Augenblick, denn schließlich kam sie um dem einsamen jungen Mann etwas vom Weihnachtsglück abzugeben. Das gestaltet sich aber gar nicht so einfach, denn heutzutage glauben nicht mehr viele an den Weihnachtsmann/frau. Erschwerend kommt hinzu, dass Mei nur Gegenstände herzaubern kann, die mit „S“ anfangen. Ihr Repertoir an Wünschen, die sie erfüllen kann ist somit begrenzt. Doch sie gibt nicht auf und setzt alles daran Santa glücklich zu machen und verliebt sich dabei in ihn.

Itsudatte my Santa basiert auf einem Manga von keinem geringeren als Ken Akamatsu, aus dessen Feder auch so herrliche Geschichten, wie „Love Hina“ oder „Magister Negi Magi“ kommen. Wer die genannten Serien kennt weiß, dass diese mit einer ordentlichen Portion Fanservice aufwarten und so strotzt auch diese 2-teilige OVA Serie vor solchen Elementen. Zudem katapultiert uns der erste Teil der ersten OVA noch von einem Gag zum anderen, so dass man aus dem Lachen echt nicht mehr raus kommt. Mir haben wirklich die Augen getränt und der Bauch wehgetan vor Lachen. Es ist aber auch zu herrlich, wenn Mei eine riesige Ladung Sardinen herzaubert und Santa tolpatschigerweise mit einem Yakuza aneinander gerät. Die zweite Hälfte schlägt dagegen sehr emotionale und ernste Töne an, wobei es natürlich um Liebe, Glück und ähnliche Gefühle geht. Der Zeuber des Weihnachtsfestes erfasst einen unweigerlich.
Episode zwei beginnt dann im Sommer und endet ebenfalls wieder beim Weihnachtsfest. Und ebenso werden in der ersten Hälfte die Gags gezündet und wird in der zweiten wieder auf der ernsteren Schiene gewandert. Leider fällt die Qualität hier etwas ab, denn nicht nur dass die Gags nicht so recht sitzen, ergeht man sich auch in Wiederholungen, die sehr an Episode eins erinnern. Das geht sogar so weit, dass die Macher sogar Animationssequenzen wieder verwendeten (nur mit anderem Hintergrund). In der zweiten Hälfte liefert man dann aber doch noch soviel eigenständiges, dass man angenehm unterhalten wird.
Am Ende von Folge 2 gibt es übrigens eine Vorschau auf eine dritte Folge, die aber nicht mehr produziert wurde, was die Sprecherin der Mei aber auch andeutet.

Hinsichtlich der Animation sieht das geschulte Auge Itsudatte my Santa das geringe Budget durchaus an. Zum einen zeigt es sich in den wiederholten Szenen und auch in gewissen Vereinfachungen in der Animation. Letztendlich kann man aber dennoch sehr zufrieden sein, denn man bewegt sich auf höherem Niveau als so manche TV-Serie. Zudem kommt das herrliche Charakterdesign, dass die Handschrift von Ken Akamatsu klar erkennen lässt. Wer Love Hina und besonders Magister Negi Magi kennt, wird das bestätigen können.
Und auch die Klangkulisse stellt sehr zufrieden, untermalt sie mit ihren sehr guten Klängen doch wirklich gelungen die unterhaltsame Geschichte.

Alles in allem wird man mit Itsudatte my Santa hervorragend kurzweilig unterhalten, sollte aber ein Faible für Hahn-im-Korb Geschichten mitbringen und sich auch mit Love Storys anfreunden können. Es ist eine locker leichte Comedy Unterhaltung mit herrlichen Gags und dank der ansprechenden Inszenierung fesselt das Ganze bis zum Schluss.

Die OVA Serie bekommt von mir: +++ +++


Zur DVD:

Bild

Die DVD Auflage der unterhaltsamen OVA kommt aus dem Hause Anime Virtual und kann man als wirklich gut deklarieren.
Zum einen sind Bild und Ton erstklassig und zum anderen verfügt die Scheibe über deutsche Synchro, sowie japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln. Da ich die Folgen nur in letzterer Form genossen habe, kann ich zur deutschen Synchro nichts sagen. Die Untertitel sind erstklassig und halten sich total an das tatsächlich gesprochene. Zwar fliegen sie in schnellen Passagen etwas zu fix vorbei, doch kann man alles in allem sehr zufrieden sein.
Einziges Manko sind die Extras, die vollkommen fehlen. Nicht einmal Trailer zu anderen Titeln gibt es.

Schließlich bin ich aber dennoch zufrieden. Anime Virtual hat sehr gute Arbeit geliefert. Auch wenn es an Extras fehlt, so hat das international agierende Label die eigentlichen Folgen doch mit, soweit ich das beurteilen kann, großer Sorgfalt bearbeitet.

Im Übrigen ist die DVD in zwei Versionen veröffentlicht worden. Als normale DVD und zusammen mit einer Figur der Santa Clause Ausführung von Mei.

Der DVD gebe ich: +++ 1/2


Burst Angel – Infinity (2007)

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Das Studio Gonzo steht für Unterhaltung auf sehr hohem Niveau. Leider haben sie sich mit der Cyberrobot Serie Burst Angel aber etwas vergriffen, denn sie ist doch zu trivial geraten und fesselt lediglich in den Actionszenen. Inhaltlich enttäuscht sie zuweilen sehr und auch Animationstechnisch lieferte man keine Glanzleistung ab.
Das mag wohl auch der Grund gewesen sein, warum Panini Video von einer richtigen DVD Veröffentlichung der abschließenden OVA Episode abstand nahm. Das international agierende Anime Label veröffentlichte vor einigen Jahren die komplette TV-Serie auf 6 DVDs und blieb den Fans die OVA Folge eben schuldig.
Ganz lehr sollten die treuen Fans aber nicht ausgehen und so veröffentlichte man „Burst Angels – Infinity“ auf der beigelegten DVD der AnimaniA Ausgabe Nummer 11/2007.

Jo und Meg sind unterwegs um ein altes Gruppenmitglied aus ihrer Zeit als Straßenkinder zu besuchen und zum Geburtstag zu gratulieren. Doch müssen sie bei ihrem Eintreffen feststellen, das Shelly von einem irren Serienkiller angegriffen und schwer verletzt wurde. Jo entschließt sich daraufhin den Täter dingfest zu machen und Meg will ihr dabei helfen. Jedoch gestaltet sich das unternehmen schwierig, denn ihr Gegner ist nicht zu unterschätzen. Schon bald geraten sie in höchste Gefahr…

Vergleicht man diese OVA mit der Serie, so stellt sie eine angenehme und unterhaltsame Episode dar, die nicht ganz so trivial ausfällt, wie ihr Fernsehpendant. Die Story ist unterhaltsam und es fehlt ihr auch nicht an der nötigen Dramatik. Dass sich die Geschichte auf Jo und Meg beschränkt und man nicht die anderen lieb gewonnenen Charaktere der Fernseserie zu sehen bekommt kann man durchaus verschmerzen, denn nicht nur die Geschichte ist gelungen, sondern auch die Action und die gebotenen Effekte. Abermals stammen nämlich die Mechs (bzw. der Mech) aus dem Computer und stellen ein Highlight dar. Jo darf ordentlich ihre Knarren zum Einsatz bringen und gegen den fiesen Bösewicht kämpfen und Meg ist dieses Mal sogar zu was nütze, was ja in der Serie nicht immer der Fall gewesen ist.

Alles in allem ist die OVA kein absolutes Highlight, aber dennoch ein unterhaltsames Episödchen. Die Fernsehserie wird damit nicht abgeschlossen, da sie an sich auch schon abgeschlossen war. Vielmehr ist es Geplänkel danach.
Ich wurde jedenfalls angenehm kurzweilig unterhalten.

Die OVA bekommt von mir: +++ +++


Zur DVD:

Die beigelegte DVD in der AnimaniA enthält die OVA Episode in erstklassiger Bild und Tonqualität.
Dass Panini nicht viel Zeit investierte merkt man, denn der Abspann wurde nicht mit Credits versehen und zudem verfügt die Folge nur über den japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln. Diese sind leider nur oberflächlich getimt, weswegen man zuweilen schon zur Pausetaste greifen muss, um alle Texte auch gut lesen zu können. Dabei hält man sich weitgehend, soweit ich das beurteilen kann, an das tatsächlich Gesprochene und weicht nur selten davon ab.

Alles in allem kann man für einen Schnellschuss mit dieser Präsentation durchaus zufrieden sein. Zudem bietet die Scheibe noch einige Folgen zu anderen Serien und massig Extras zu weiteren Titeln.

Der DVD gebe ich: +++

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mario-pana
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Beitrag von mario-pana » Sa 19.04.2008, 11:29

Soul Taker (2001)

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Opening: http://www.youtube.com/watch?v=9v6iXIo88ns

Vergleiche, wie „Film Noir“ und „Mario Bava“ haben mich auf Soul Taker richtig aufmerksam gemacht. Besonders letzteres, denn schließlich mag ich Bava und seinen visuellen Stil sehr gern.
Das SPV die DVD Auswertung übernahm erfüllte mich etwas mit Sorge und damit lag ich nicht wirklich falsch, aber auch nicht wirklich richtig.

Von seiner Mutter erstochen gleitet Kyousuke Date dem Tode entgegen. Doch der junge Mann stirbt nicht. Er wird von einem Mädchen gerettet und gesund gepflegt. Aber etwas ist anders. Von Stund an verfügt Kyousuke über geheimnisvolle Kräfte und kann sich in den SoulTaker verwandeln, eine Art Übermensch mit unbeschreiblichen Kräften. Er will den Gründen, warum seine Mutter ihn töten wollte und warum er über diese Fähigkeiten verfügt auf den Grund gehen und er will seine Schwester Runa finden, die von der gefährlichen Organisation „Hospital“ gesucht wird. Zusammen mit Shiro Mibu begibt er sich auf die gefährliche Reise, auf der sich ihm immer wieder mächtige Mutanten in den Weg stellen.

Anfangs war ich nur mäßig begeistert, denn was sich vor meinem Auge entblätterte war ein optisch sehr gewöhnungsbedürftiges Szenario, das keinen großen Zusammenhang erkennen lässt und von der Inszenierung her sehr holprig war. Zudem erfährt man über die Hintergründe nichts und steht somit recht verloren da. Einzig die Action vermochte hier zu begeistern. Kyousuke Dates Erscheinung als SoulTaker hat große Ähnlichkeit mit den Figuren der Tokusatsu Serien und man kann auch Akustisch eine gewisse Gemeinsamkeit feststellen, denn die musikalische Untermalung klingt wie aus einem Gamera Film.
Aber zurück zur Handlung.
Mein anfänglicher Eindruck war somit eher ernüchternd, doch begeisterte mich die optische Bildgestaltung und sorgte somit dafür, dass ich die Serie weiter verfolgte. Vergleiche mit Mario Bava würde ich da nicht wirklich ziehen, denn dafür ist der Bildstil doch zu ungewöhnlich. Bavas Spiel mit Licht, Schatten und Farben ist primärer, als sein Spiel mit der Optik. SoulTaker hingegen spielt nicht nur mit den Farben, sondern auch mit der Bildoptik indem man sehr oft auf Großaufnahmen und schräge Bilder nutzte um die Geschichte zu visualisieren. Dem Erzählfluss schadet diese Inszenierungsform etwas, aber nicht sehr.
Wichtig ist letztendlich, dass man der Serie eine Chance geben muss, denn erst im Verlaufe der Episoden erfährt man mehr über die Hintergründe und es entfaltet sich das wahre Potential der Geschichte. Man erfährt nämlich nur soviel, wie der Hauptcharakter und wird dadurch auch erst in den letzten Episoden über alles aufgeklärt. Damit stellt sich SoulTaker beinahe selbst ein Bein. Wer durchhält wird angenehm unterhalten und bekommt eine optisch und inhaltlich ungewöhnliche Serie zu sehen.
Aufgrund der optischen Inszenierung bekommt man hin und wieder Standbilder präsentiert, doch primär überwiegt eine gelungene Animation. Das Charakterdesign ist dabei wirklich gelungen und vornehmlich erwachsen gehalten. Lediglich Komugi Nakahara, die klene Krankenschwester sticht mit ihrem niedlichen Äußeren hervor. Sie lockert das Geschehen auf und erscheint zudem in den verschiedensten Verkleidungen. Gelungenste ist hier ihr Hasenkostüm mit einer riesigen Möhre auf dem Rücken. Einfach nur niedlich.
Über die musikalische Untermalung hab ich ja schon gesagt, dass sie wirklich klingt wie aus einem Gamera Film der Heisei Ära, was so gesehen auch sehr ansprechend ausfällt. Dabei ist der Opening Song wirklich rockig und unheimlich gut gelungen, der Ending Song hingegen eher einfühlsam und ruhig, aber auch hier wirklich klasse. In jedem Fall sind sie recht maskulin, da jeweils von einem Mann gesungen.

Fazit: Denke ich so darüber nach, dann kann ich am Ende doch eine Linie zu den Inszenierungen von Mario Bava ziehen, wenn auch nicht in Gänze.
SoulTaker wird all jene angenehm unterhalten, die der Serie eine Chance geben und sich nicht schwer mit ungewöhnlichen Inszenierungen tun. Wie gesagt entfaltet sich einem die Story erst nach und nach. Die gelungene Action bekommt man gleich in der ersten Folge zu sehen, die an Tokusatsu Serien vom Schlage Kamen Rider, oder Guyver erinnert. Das Charakterdesign ist gelungen und auch die Animationen sind sehr gut.
SoulTaker ist eine sehr gute Serie.

Von mir bekommt SoulTaker: +++ +++

Anisearch.de: http://www.anisearch.de/index.php?page=anime&id=1178



Zu den DVDs:


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SPV hat die 13-teilige Serie auf 4 DVDs verteilt veröffentlicht. Bild- und Ton sind sehr gut und auch die Menüführung stellt zufrieden. Wie immer kann ich zur deutschen Synchronisation keine Angaben machen. Freunde der Version, Originaltonspur mit deutschen Untertiteln, werden wieder einmal eine leichte Enttäuschung erleben, obgleich sie nicht so krass ausfällt wie etwa bei SPVs Lupin III DVDs. Denn man kommt in den Genus von Teilweise Dubtitels. Dabei handelt es sich um leicht vereinfachte Dubtitles, das heißt man bekommt nicht den kompletten Schwachsinn der deutschen Synchro präsentiert. Erfreulicherweise hält man sich sogar recht oft an das wirklich gesprochene, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Weniger erfreulich ist, dass die Timung der Subs nicht immer stimmt. Manches mal kommen sie zu früh und Sätze fließen auch schon mal ineinander über, das heißt ein Satz ist akustisch schon gesprochen, wird aber erst im darauf folgenden Sub zusammen mit dem Text des danach sprechenden beendet. Das stört hin und wieder die Übersicht, ist aber auch nicht soo schlimm.
An Extras haben die DVDs Bildergalerien und Trailer zu bieten. Leider war’s das auch.

Letztendlich ist der geneigte Fan nicht zufrieden mit dem Ergebnis, denn es fehlt einfach die nötige Sorgfalt. Aber man kann dennoch zufriedener sein, als mit so manch anderer DVD Auflage, die uns im Anime Bereich zugemutet wird. Eine solide Umsetzung also.

Der DVD Auswertung gebe ich: +++

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