Zuletzt gesehener "Asiatischer Horrorfilm" !

Wo tote Mädchen aus dem Fernseher kriechen, um von Pilzmenschen zu naschen...

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Godzilla-2000
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Beitrag von Godzilla-2000 » Mi 03.11.2010, 00:05

The Chinese Whimsy
(Zhong Guo guai tan)
Taiwan, 1974
Ein junger Mann und sein Diener erreichen einen verlassenen Tempel, wo sie die Nacht verbringen wollen. Doch der Diener wird von einem Geist getötet, der alsbald selbst von einer Geisterfrau vernichtet wird. Diese erzählt dem jungen Mann anschliessend ihre Geschichte, und er hilft ihr, sich an ihren Mördern zu rächen.
Diese Ausgrabung auf einer alten koreanischen VHS war ihr Geld mehr als wert. Der obskure taiwanische Film, von einem damals schon in ziemlich schauerlichem Zustand befindlichen Master gezogen, ist ein klassischer chinesischer Geister-Spukfilm wie aus dem Lehrbuch, der selbst bei mitgenommenem Print, unverständlicher Sprachfassung und Pan-&-Scan-Bildformat noch grossartige Atmosphäre und schaurig-schöne nächtliche Tempel-Sets durchscheinen lässt. Wäre in vollem Cinemascope (und nach digitalem Re-Mastering) eine Pracht.
+++ +++
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Beitrag von Uzumaki » So 21.11.2010, 08:21

Noroi (2005)

Japans Antwort auf THE BLAIR WITCH PROJECT. Und wie beim genialen US-Grusler funktioniert auch Kôji Shiraishis Film einwandfrei, obwohl er mit fast 2 Stunden Laufzeit deutlich länger ist. Ein spurlos verschwundener Reporter hinterlässt eine Dokumentation, in der er einem seltsamen Fluch auf den Grund geht. Und die hat sich gewaschen. Sehr langsam aber konsequent entfaltet sich das Grauen, hier und da meldet sich schon mal vorsichtig eine Gänsehaut, doch die erste Stunde dient eigentlich nur zum Auslegen der diversen Handlungsfäden, die natürlich alle zusammenhängen. Dann aber, und spätestens in der letzten halben Stunde, zieht der Regisseur sämtliche Register seines Könnens und beschert dem Zuschauer verflucht intensive Gruselmomente, kalte Schauer, Gänsehaut und Zähneklappern inklusive. Mega! :angst: :angst: :angst: Ein Pflichttermin für alle J-Horror-Fans. +++ +++ +++ 1/2
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Beitrag von Dagon-sama » Mo 22.11.2010, 01:08

@Uzumaki

Kann ich nur so unterstreichen, vorallem toll das der Film ohne das Geistermädchen Klishee ausgekommen ist. Fands ja auch heftig das der Film ganze 2 "Schockenden" hatte, besonders beim letzteren blieb mir die Spucke weg.
Sehr toller Film! +++ +++ +++ +++
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Beitrag von Godzilla-2000 » Mi 01.12.2010, 20:01

The Vengeful Vampire Girl (The Female Vampire of the Night, Evil Under the Moon)
(흡혈귀 夜女 Heubhyeolgwi yanyeo)
Südkorea, 1981
Korea, Chosun-Dynastie: Der reiche Finsterling Sa-Yong Won tötet einen Mann, weil er dessen Frau Seol-Ri begehrt. Diese jedoch begeht Selbstmord, indem sie sich die Zunge abbeisst. Zehn Jahre später sucht sie Won als untoter Vampir heim, um sein Leben und seine Familie zu zerstören. Weder Martial-Arts noch Zen-Priester scheinen die Vampirfrau auf Rachefeldzug aufhalten zu können.
Wow. Ich bin hell begeistert von diesem Film des koreanischen Horror-Altmeisters In-Su Kim. Zwar beileibe kein Meisterwerk, dafür hat „The Vengeful Vampire Girl“ zu viele Schwachstellen, sei es der bisweilen rabiate und schlecht getimte Schnitt, die nicht besonders überzeugenden Martial-Arts-Choreographien oder das (zu) oft präsente Overacting. Dafür gibt es Atmosphäre pur, stimmungsvolle Szenen mit koreanischen Tempeln, düsteren Wäldern, verschneiten Berglandschaften und unheimlichen Höhlen, Blitze, fliegende Särge, wallende Nebel, einiges an Blut und etwas dezente Erotik. Die Auftritte der Vampirfrau sind zahlreich und oft in intensive Rot- und Blautöne getaucht, die Szenerie ist so gut ausgeleuchtet, dass man sich dabei mehr als einmal an Argentos "Suspiria" und "Horror Infernal" erinnert. Das sieht schon in Vollbild auf einer uralten koreanischen VHS toll aus, nicht auszudenken, wie es im Kino gewirkt haben musste.
+++ +++ 1/2
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Beitrag von Harryzilla » Sa 04.12.2010, 18:48

Tetsuo: The Bullet Man (2009) ---

Ich hätte mir nie gedacht, dass ich einen Film von Shinya Tsukamoto einmal so schlecht finden würde.
Vor knapp 20 Jahren hatte ich das Vergnügen Tsukamoto zu interviewen. Damals hat er mit den ersten beiden Teilen von Tetsuo beinahe im Alleingang das fantastische Filmgenre in Japan revolutioniert.
Tetsuo: The Iron Man (1989) war ein radikaler Undergroundfilm. Tetsuo II: The Body Hammer (1991) war ein bildgewaltiges Meisterwerk. Der von David Cronenberg's Körperhorrorfilmen und den Einstürzenden Neubauten beeinflusste Tsukamoto war eine Zeitlang ein visionärer Filmemacher.
Ähnlich Dario Argento ging es mit ihm langsam bergab und auch Tsukamoto hat mit dem letzten Teil seiner Trilogie einen eher peinlichen Abschluss geschaffen.
Tetsuo: The Bullet Man ist ein billiges, hektisch geschnittenes, beinahe amateurhaftes Filmchen. Die ersten beiden Tetsuo-Filme verfügten über eine bizarre, kaum wiederzugebende Handlung. Die banale Rachegeschichte (inkl. Happy End) von Bullet Man hat kaum noch etwas mit den düsteren Vorgängern zu tun. Jammerschade.
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Beitrag von Godzilla-2000 » Sa 04.12.2010, 22:16

Mich hat vor allem irritiert, dass Tsukamoto in englisch drehte. Ich hatte mich vorab nicht informiert und fragte mich ernsthaft, ob ich im falschen Film war.
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Beitrag von Paul Naschy » Sa 04.12.2010, 23:52

The Bullet Man habe ich bisher leider noch nicht gesehen. Das ist wirklich jammerschade, aber ich muss mir unbedingt noch mein eigenes Bild von dem Film machen. Als ich 1992 in Nürnberg beim Weekend Of Fear "Tetsuo II: The Body Hammer" bewundern durfte, war das für mich auch so was wie eine Revolution über meine bisherigen Sehgewohnheiten. Ich hatte gehofft, dass "Haze" - den ich großartig finde - sowas wie eine Fingerübung für The Bullet Man darstellt.

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Beitrag von mario-pana » Mi 08.12.2010, 21:06

Suicide Circle (Japan / 2001)

Nach BATTLE ROYALE soll dies hier ein ähnlich gelagerter Film sein. Er handelt aber nicht von Schülern die sich gegenseitig umbringen, sondern von Schülern die sich selbst umbringen.

Gleich zu Beginn schmeißen sich satte 54 vor einen U-Bahn Zug, womit SUICIDE CIRCLE gleich den richtigen Einstand gibt. Die Blutfontänen sprießen. Und es geht munter weiter. Immer mehr Schüler und junge Menschen nehmen sich das Leben, scheinbar aus einer Laune heraus. Die Polizei ist ratlos, genauso wie der Zuschauer, der sich auch am Schluss noch fragt, was das Ganze denn nun eigentlich sollte.

Man irrt durch eine wenig heller werdende Geschichte und sieht zu wie die Leichen sich mehren. Dabei wohnt man Mordszenen bei, die ebenso aus einer Laune heraus entstanden zu sein scheinen, wie die Leute die sich da gerade umbringen. Das geschieht meist mit viel rotem Lebenssaft wobei ich eine Szene – und zwar die mit dem Rettich schneiden – ziemlich heftig fand. Aber warum, wieso, weshalb die sich da mit Wonne die Finger abschnippelt, dahinter steigt man nicht so wirklich. Vielleicht weil’s für den Zuschauer hübsch eklig anzusehen ist.

So gesehen ein kruder Film, der mit Kinji Fukasakus BATTLE ROYALE so gar nicht mithalten kann. Sicherlich werden Schauwerte geboten. Doch wenn es an einer guten oder wenigsten stimmigen Geschichte mangelt, nützen die blutigsten und besten Effekte wenig.
Schade. Und dabei bekommt der Japanisch-Film-Kundige einige bekannte Gesichter zu sehen.

Wertung: +++ ---

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Beitrag von Dagon-sama » Mo 31.01.2011, 00:25

Jigoku (Japan 1960)

Der junge Shiro Shimizu ist mit dem fiesen Tamura befreundet und gemeinsam fahren beide einen Mann zu Tode. Dies löst eine Kette vieler weiterer Sünden los, welche sich wie eine Klaue um jene Menschen bindet, mit denen beide in Kontakt kommen. Letzten Endes landen alle in der Hölle...

Tja, viel hab ich von diesem Klassiker schon gehört, aber irgendwie ist er immer an mir vorbei gegangen. Heute war es dagegen endlich soweit. Die erste Hälfte des Filmes beginnt mit der ersten Sünde Shiros, aus welcher noch viele weitere Sünden entstehen. Alle Menschen die man fortan antrifft, haben Sünden begangen und sind alles andere als gute Menschen. Die Kette der Ereignisse mündet schließlich im Tod aller Charaktere und daraufhin setzt die 2. Hälfte des Filmes ein... Die Hölle!
Der Film darf sich zurecht als erster Splatterfilm titeln, weil was hier geboten wird ist wirklich harte Kost. Es werden Zähne ausgeschlagen, spitze Gegenstände durch Körper gerammt, Leute geköpft, Leute gehäutet etc. Das alles im Zusammenspiel mit den wirklich düsteren Höllensets erschafft ein unglaublich krankes Szenario. Genauso stelle ich mir die Hölle vor, ein Ort des ewigen Leidens und Schmerzes!
Großartiger Film, der für manch einem zu düster sein könnte!

+++ +++ +++
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Beitrag von Dagon-sama » Mo 31.01.2011, 00:37

Sorry für den Doppelpost

Confessions (Kokuhaku) (Japan 2010)

Yuko Moriguchi ist Lehrerin und hat ihre Tochter auf grausamste Art und Weise verloren. Am letzten Schultag vor den Osterferien offenbart sie ihrer Klasse, das es 2 Schüler aus ihrer Klasse waren, die ihrer Tochter das Leben nahmen. Damit bringt die Lehrerin den Stein ins Rollen für ihren perfiden Racheplan...

Der neue Film von Tetsuya Nakashima ist wirklich harter Tobak und lässt sich schwer in ein Genre einordnen, aber da viele Webseiten ihn als Horrorfilm listen, will ich es ihnen gleich tun. Die Kette der Ereignisse, welche die Lehrerin durch ihre Anschuldigung auslöst ist Psycho-Horror vom feinsten und dürfte niemanden kalt lassen. Man erfährt nicht nur viel über die gepeinigte Lehrerin, sondern auch über die grade mal 13 jährigen Mörder ihrer Tochter. Man kann dem Handeln aller Figuren folgen, es teils gar nachvollziehen und damit haut der Film so richtig rein. Die Schüler haben getötet und müssen dafür von der Lehrerin bestraft werden, andererseits empfindet man auch Mitleid mit den Kindern, will aber auch das die Lehrerin ihre Rache bekommt. Es sind viele unterschiedliche Gefühle, die der Film in einem hervorruft. Das der Film dabei noch in düstere Bilder getaucht ist macht die ganze Sache nur noch deprimierender. Die visuellen Effekte sind ein Augenschmaus, da fallen Regentropfen in Zeitlupe, hier wird ein kleines Mädchen in einen See geworfen etc. Die Bilder sind alle fantastisch und schon ein kleines Kunstwerk in sich. Diese Geschichte um Mitleid, Liebe, Hass und Rache mündet in einem Finale, welches einem mit offener Kinnlade dasitzen lässt. Der Zuschauer wird hier einem wahrhaft grandiosem Psychospiel ausgesetzt. Der Film ist dieses Jahr die Oscarnominierung aus Japan und hätte diese mehr als verdient, aber da der Film sich um Rache an Kindern dreht, dürfte er bei den Amis nicht viele Chancen haben.
Ein grandioses Werk und Psycho-Horror vom Feinsten.
Da bleibt einem echt die Spucke weg!

+++ +++ +++ +++
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Beitrag von Dagon-sama » Di 12.04.2011, 16:10

Keitai Kanojo (Japan 2010)

Immer öfters bringen Männer wahllos Menschen in Tokio um und sterben kurz darauf ebenfalls. Schuld daran ist ein Dating-Game fürs Handy, in welchem der Geist eines Mädchens schlummert, welches auf Rache aus ist. Als die junge Erika mit dem Fluch konfrontiert wird, lüftet sich langsam das Geheimnis...

Fortsetzung des berühmten "Keitai Kareshi" und Filmdebüt für C-ute und Buono Sängerin Airi Suzuki. Obwohl der Film nicht wirklich was neues zu bieten hat, versteht er es blendend, bereits bekanntes spannend umzusetzen. So sind gerade die Amokläufe der Männer zu beginn ziemlich gut und spannend inszeniert und das Geheimnis um den Handygeist ist auch sehr interessant. Airi Suzuki geht in ihrer ersten Rolle richtig auf und besitzt sehr viel Talent, jetzt am Ball bleiben und sie könnte eine der Größen Japans werden, aber die Singerei wird sie sicher von vielen weiteren Rollen abhalten. Alles in allem hat mir der Film extrem gut gefallen, auch wenn er das Rad nicht neu erfindet. Aber Retro kann auch schön sein :D

+++ +++ +++
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Beitrag von Dagon-sama » Di 10.05.2011, 21:01

Schon wieder ich? :-P

I saw the Devil (Südkorea 2010)

Ein irrer Serienkiller tötet die Verlobte eines Geheimagenten und dieser macht fortan Jagd auf den Killer...

Mir fällt grad nur ein Wort zu dem Film ein : WOW! War das ein Kracher von Anfang bis Ende. Einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste, Serienkillerfilme die ich je gesehen habe. Alleine die Taxiszene ist es schon wert den Film gesehen zu haben. Unglaublich intensives Meisterwerk von einem Film!

Unbedingt ansehen +++ +++ +++ +++
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Beitrag von Azrael_Vega » Di 10.05.2011, 21:22

Dagon-sama hat geschrieben:Schon wieder ich? :-P

I saw the Devil (Südkorea 2010)

Ein irrer Serienkiller tötet die Verlobte eines Geheimagenten und dieser macht fortan Jagd auf den Killer...

Mir fällt grad nur ein Wort zu dem Film ein : WOW! War das ein Kracher von Anfang bis Ende. Einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste, Serienkillerfilme die ich je gesehen habe. Alleine die Taxiszene ist es schon wert den Film gesehen zu haben. Unglaublich intensives Meisterwerk von einem Film!

Unbedingt ansehen +++ +++ +++ +++

+++ +++ +++ find ich auch, hatte ihn mir mal am weekend ausgeliehen.
super spannender rache thriller, nur gegen ende fand ich es dann etwas leicht schwachsinnig, dass der bulle nicht schon früher den sack zu gemacht hatte... (dadurch wurde er gegen ende für mich etwas langatmig)

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Beitrag von Harryzilla » So 15.05.2011, 11:50

Wai dor lei ah yut ho/Dream Home (2010) --- +++

Einer Frau werden jede Menge Steine in den Weg gelegt um an ihr neues Apartment zu zu kommen. Sie wird zur Serienmörderin und tötet die Bewohner (inkl. einer schwangeren Frau) eines ganzen Stockwerks des Gebäudes.
Der Film beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit. Die abartigen Mordszenen sind auf Kategorie III-Niveau. Das Overacting der Schauspieler nervt jedoch etwas. "Dream Home" kritisiert die Hochpreispolitik bei HongKongs Immobilien. Wie Irma im vorbeigehen sagte: Typisch pervers asiatisch. Dem habe ich nicht viel mehr hinzuzufügen.

Akmareul boatda/I Saw The Devil (2010) +++ 1/2

Serienmörder tötet die schwangere Frau eines Geheimagenten. Dieser macht ihn ausfindig, verstümmelt ihn und läßt ihn frei. Das Spiel wiederholt sich, bis der Psychopath den Spiess umdreht.
Radikaler und brutaler Rachethriller. Sehr gut gespielt. Kann durchaus mit Klassikern wie "Se7en" (1995) mithalten. Gehe mit Dagon und Azrael konform.
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Beitrag von Harryzilla » So 22.05.2011, 20:18

Alien vs. Ninja (2010) --- 1/2

Zur Zeit der Samurai landet ein UFO in Japan. Die Ausserirdischen (Menschen in billigen Gummianzügen) dezimieren die Einheimischen und machen sie zu Fuck You-Zombies. Die Untoten fluchen nämlich was das Zeug hergibt. Einige Samurais stellen sich den Gummiviechern entgegen.
Wenn The Asylum in Japan Filme drehen würde, dann käme wohl so etwas dabei heraus. Besonders schlimm sind die ständigen Slapstick-Einlagen.
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Beitrag von Paul Naschy » So 22.05.2011, 21:04

klingt so, als könnte der in 20 jahren als trash collection # 638 dvd unterkommen :) danke für´s auf-dem-laufenden-halten, was aktuelle filmproduktionen abseits des mainstreams angeht!

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Beitrag von Harryzilla » Mo 23.05.2011, 07:17

Da kaum Feedback zu den Reviews kommen, poste ich eigentlich nur noch selten Filmbesprechungen bzw. halte mich noch kürzer als üblich.
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Beitrag von Paul Naschy » Mo 23.05.2011, 09:15

ich bin sicherlich nicht der einzigste hier, der deine kurzen, auf den punkt gebrachten reviews sehr zu schätzen weiss. wehe, wenn du das mal einstellst :motz:

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Beitrag von Harryzilla » Mo 23.05.2011, 09:24

der deine kurzen, auf den punkt gebrachten reviews sehr zu schätzen weiss
Mir geht es nicht nur um meine Kurzkritiken, sondern um jedes Mitglied welches sich die Mühe macht und in den entsprechenden Threads Reviews postet. Nicht nur Red Bull, sondern auch Feedback verleiht Flügel.
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Beitrag von Godzilla-2000 » So 10.07.2011, 19:04

Calamity of Snakes
(人蛇大戰 Ren she da zhan / 인사대전 Insadaejeon)
Taiwan/Hongkong/Südkorea, 1983
Ein junger Architekt erstellt für einen reichen Grossindustriellen (mit dessen Tochter er nebenbei liiert ist) ein Hochhaus, das als Hotel dienen soll. Während des Baus töten die Arbeiter auf Geheiss des obersten Chefs hunderte von Schlangen. Doch die Schlangen rächen sich, und die feierliche Eröffnung des Gebäudes gerät zu einer Katastrophe, als tausende von Schlangen angreifen.
Wie viele der obskureren "Hongkong"-Produktionen ist "Calamity of Snakes" wahrscheinlich ein taiwanischer Film, genauer noch eine taiwanisch-koreanische Produktion. Dieser Film wurde schon als "schlimmster" aller Schlangen-Horrorfilme bezeichnet, schon nach wenigen Minuten wird auch klar, weshalb: Hunderte, wenn nicht mehr als tausend lebende Schlangen mussten dafür grausamst ihr Leben lassen (die hier gezeigte Gewalt an Tieren erreicht wirklich einen traurigen Rekord), was dazu führt, dass man den Verantwortlichen ein ähnliches Schicksal an den Hals wünscht. Davon abgesehen wüten in diesem Film in haarsträubenden Szenen wirklich tausende von Schlangen, vermutlich ein einsamer (Welt-)Rekord. Wer dies sehen will, dem sei zum Auftrieb der japanischen VHS-Kassette geraten, die die weltweit einzige lizenzierte Veröffentlichung in Cinemascope (und zudem in – wenn auch absonderlichem – englisch) darstellt. In Hongkong auf Video (sowie Laserdisc, VCD) von Ocean Shores (alle Vollbild, kantonesisch, keine Untertitel; zensiert in einer Einstellung/Nacktszene). Bemerkenswert und einmalig ist die koreanische Version ("Insadaejeon"; "War Between Men and Snakes"), in der einige Rollen von koreanischen Akteuren besetzt sind (diverse Szenen wurden, wenn nötig auch zusammen mit den chinesischen Schauspielern, neu/alternativ gedreht) und die als einzige Fassung auch Prolog-/Epilog-Sequenzen enthält, in denen die Handlung nach Korea verlegt wird. Diese Fassung enthält ca. 35-45% alternatives Material, sowohl Gewalt gegen Tiere als auch Erotikszenen wurden ziemlich bzw. komplett getrimmt. Teile des Films wurden zudem im amerikanischen Schundfilm "Snake Inferno" "verbaut".
+++ ---
(Tierfreunde: Macht einen GANZ weiten Bogen um diesen Film.)
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Beitrag von Plasmo » Fr 22.07.2011, 08:10

怪談雪女郎 (Kaidan Yuki Jorô)
Japan 1968


Die Story basiert auf einer der Kapitel aus Lafcadio Hearns berühmter Geschichtensammlung Kwaidan - Seltsame Geschichten und Studien aus Japan. Filmisch realisiert dürfte den meisten die Geschichte wohl schon aus Kobayashis Meisterwerk Kwaidan (Japan 1964) reichlich bekannt vorkommen, welches ebenso Hearns Erzählungen als Vorlage hatte. Im Film von '64 erschien die Geschichte um die Schneefrau als zweite Episode unter dem Titel Yuki Onna. Die Figur der Schneefrau selbst geht natürlich aus dem sehr reichhaltigen Mythenfundus Japans zurück und gelangte durch Hearn lediglich zu besonderer Aufmerksamkeit.

Wohingegen die Episode in Kwaidan nicht viel mehr als 30 Minuten dauert, hat der hier besprochene Film natürlich Spielfilmlänge. Neben der Länge und den somit notwendig zusätzlichen Storyelementen, gibt es aber auch teilweise Unterschiede in den auf beiden Seiten vorhanden Elementen.

Ein Meister und sein Schüler Yosaku sind im Wald auf der Suche nach einem speziellen Baum, welcher geeignetes Holz liefern soll, damit der Meister eine buddhistische Statue der Göttin Guānyīn für den hiesigen Dorftempel bauen kann. Sie finden den Baum und schlagen überglücklich ihr Zelt für die Nacht auf. In der Nacht passiert es dann, dass die Schneefrau dem Meister seine Lebensenergie entzieht. Yosaku wird ausnahmsweise verschont, obwohl die Schneefrau doch sonst kein Mitleid kennt. Einzige Bedingung: Yosaku darf nie unter keinen Umständen auch nur irgendein Wort über sie verlieren, da sie ihn ansonsten sofort töten würde.
Reichlich geschockt und in Trauer, aber immerhin noch lebendig wird der Auftrag die Statue zu erbauen nun auf Yosaku übertragen. Dieser fühlt sich zwar geehrt aber auch reichlich überfordert, so hat er doch kaum Erfahrung. Erschwerend hinzu kommt noch ein weiterer Konkurrent, welcher auch eine Statue schnitzt und Yosaku durchaus feindlich gesinnt ist. Da der Vorsteher des Tempels die bessere Statue der beiden aussucht, ist besondere Mühe geboten.
Eines Abends steht plötzlich eine unbekannte Frau im Regen vor seinem Haus. Seine Mutter bittet sie höflich ins Haus und die beiden freuen sich an. Der Name dieser schönen unbekannten ist bezeichnenderweise Yuki (jap: Schnee). Yuki entpuppt sich als außerordentlich gute Hausfrau und hilfreiche Muse zugleich, sodass die beiden heiraten und einen Sohn haben.
Die Jahre vergehen und es kommt zu diversen Auseinandersetzungen zwischen Yosaku und dem konkurrierenden Schnitzer, bei denen Yuki sich abermals als große Hilfe erweist und sich aufopferungsvoll verhält um Yosaku zu helfen. Außer ein paar mysteriösen Vorfällen, die er nicht in Verbindung mit Yuki bringen kann, hat Yosaku die grausige Geschichte von damals schon fast vergessen. Eines Abends fängt er im Übereifer plötzlich an Yuki die Geschichte der Schneefrau zu erzählen, welche er erlebt hat und ihm gerade wieder eingefallen ist. Der Raum färbt sich plötzlich schneeweiß, Wind jault durch das Haus und Yuki steht vor ihm wie ausgewechselt. Erst jetzt realisiert er, dass seine Frau die ganze Zeit schon der böse Geist aus dem Wald war. Fest entschlossen ihn zu töten, weil er das Geheimnis letztlich doch preisgegeben hat, kann Yuki es letzten Endes doch nicht übers Herz bringen. In all den Jahren hat sie zuviel menschliches Glück erfahren und eine durch und durch schöne Zeit mit ihm und dem gemeinsamen Sohn erlebt, als dass sie es jetzt einfach vernichten kann. Sie lässt ihn also am Leben, verschwindet dafür dann aber selber und ward von da an nie mehr gesehen.

Im Schlussteil lässt sich nun auch der größte Unterschied zu der Episode in Kwaidan erkennen. Während dort nämlich die Geschichte einen sehr negativen Grundton hat, welcher von Wut und Abneigung geprägt ist, wird in Kaidan Yuki Jorô meines Erachtens nach die Milde besonders hervorgehoben. Dadurch dass wir viel mehr über die Beziehung der beiden Hauptcharaktere erfahren, erscheint der Charakter der Schneefrau um einiges positiver. Die düstere Stimmung der aufs wesentliche reduzierten Kurzgeschichte macht hier wirklich einen ganz anderen Eindruck und bietet eine ganz andere Herangehensweise der Ausgnagsgeschichte. Beide Versionen haben ihre Vor- und Nachteile, aber ich muss sagen, dass mir die Episode in Kwaidan teilweise noch ein Stückchen besser gefällt.

Die Inszenierung des Films ist aus technischer Sicht her astrein und typisch für Filme gleicher Couleur aus den 60er Jahren in Japan. Wir bekommen außerordentlich viele Nahaufnahmen von Gesichtern zu sehen, die Bildkomposition ist übermäßig ästhetisch gehalten und das Spiel mit den Schatten wird zum Hauptbestandteil der Gruselszenen erhoben. Auch charakteristisch für diese Filme sind natürlich die klassisch geschminkten Frauengesichter, welche einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren lassen. Auch wenn jeder weiß, was hier zu erwarten ist, möchte ich es dennoch einmal besonders betonen, dass das Gesicht der Schneefrau wirklich herrlich schaurig geworden ist. Wirklich umwerfend atmosphärisch!

Für Fans der Filme definitiv also eine klare Empfehlung. Alle anderen werden den Film wohl sowieso nie sehen, da er weltweit ein ziemliches Schattendasein fristet. Neben einer japanischen Laserdisc und VHS, welche beide kaum zu finden sind, ist der Film so gut wie nicht erhältlich. Wirklich schade, dass sich außerhalb Japans eigentlich keiner so recht um klassische Kaidan-Filme bemühen will. Hier wartet wirklich noch ein riesiger Schatz, durch den ich mich selbst noch nicht mal annähernd durchgewühlt habe, aber dessen Ausmaße ich langsam zu erfassen verstehe.

Fazit: ++++++
-Wer ist der ärgste Feind unseres Mechagodzilla?
-Godzilla.
-Richtig!

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Beitrag von Godzilla-2000 » Fr 22.07.2011, 08:58

Das ganze noch mit Ifukube-Soundtrack. +++
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Beitrag von Plasmo » Fr 22.07.2011, 17:15

Ganz vergessen!

Wobei man dazu sagen muss, dass der Soundtrack nicht allzu schwer ins Gewicht fällt. In den Precredits kurz den Namen gelesen, kommt dann nichts besonders gutes, unterhält aber dennoch und ist in letzter Instanz auf jeden Fall sehr stimmig.
-Wer ist der ärgste Feind unseres Mechagodzilla?
-Godzilla.
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Morty
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Beitrag von Morty » Sa 23.07.2011, 18:26

Ebenfalls Kaidan Yuki Jorô gesehen.

Dick, dick, dick. Der Film hat im Prinzip genau das geliefert, was ich erwartet habe. Lange hat es gedauert, nun konnte ich ihn dank Plasmo sehen - nochmals vielen Dank!

Viel brauche ich eigentlich nicht mehr sagen: Ein sehr ernster, tragischer und optisch sowie akustisch famoser Film. Am Ende gab es noch eine dicke Gänsehaut, denn hier hatte ich zum ersten Mal bei einem japanischen Kaidan-Film etwas feuchte Augen - die Schlussszene fand ich unheimlich emotional.

Trotzallem finde auch ich, dass Tanaka's Film nicht ganz an Masaki Kobayashi's Kurzepisode herankommt. Die war letztendlich noch etwas ausgeklügelter, vor allem natürlich optisch, aber die Anwesenheit eines Tatsuya Nakadai's macht sich da ebenfalls bemerkbar.

1968 war schlichtweg ein Killerjahr für japanische Horrorfilme. So viele grandiose Werke flimmerten über die Leinwand, und auch Kaidan Yuki Joro kann sich in diese Riege einreihen.

+++ +++ +++

Traumhaft wäre natürlich mal eine DVD-Veröffentlichung des Films. Am schönsten wäre meiner Meinung nach eine DVD-Version der lange zuvor veröffentlichten Kaidan-Laserdisc-Box von Daiei, u.a. auch mit Titeln wie "Kaibyo Arima Goten" (1953) oder "Botan dôrô" (1968).

Aber das wird wahrlich nur traumhaft bleiben.

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Beitrag von Godzilla-2000 » So 24.07.2011, 02:25

Ein Lebenszeichen von Morty! :klatsch:
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Beitrag von Morty » So 24.07.2011, 09:58

Ich lebe noch, ja! :)

Übrigens erscheint Kuroneko im Herbst von Criterion auf DVD und Blu-ray. Somit der erste japanische Kaidan-Film in HD - und gerade noch DER... das muss man sich mal vorstellen, wie das dann aussieht. Dauergänsehaut ist wahrscheinlich die Antwort.

@Godzilla-2000: Wir sehen uns hoffentlich mal wieder im Messenger... :)

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Beitrag von Godzilla-2000 » Mi 10.08.2011, 11:11

The Samurai and the Spider Demon
Shibukawa Bangorô
Japan, 1922.
Die Abenteuer von Bangorô Shibukawa, einem Samurai aus dem alten Edo, der unter anderem einen Sumo-Kampf bestreitet, gegen einen weiblichen Spinnen-Dämon kämpft und in die Gefangenschaft feindlicher Schergen gerät.
Ein rarer japanischer Horror-Stummfilm von 1922 (womit er sowohl das grosse Kantô-Erdbeben von 1923 mit anschliessendem Flammenmeer als auch den zweiten Weltkrieg überstand, mithin die beiden Ereignisse, bei denen fast alle japanischen Filme dieser Zeit – 99% – vernichtet wurden).
Natürlich ist das Dargebotene heute eher belustigend denn unheimlich, was nicht zuletzt am Benshi (Erzähler in japanischen Stummfilmen) liegt. Doch auch Overacting, Laufgeschwindigkeit sowie die ans Kabuki-Theater gemahnten Samurai-Kämpfe tragen das Ihre dazu bei. Der Film enthält bizarren Stoff, mit einer mehrere Meter grossen Riesen-Spinne als Höhepunkt. Die Hauptrolle spielte Matsunosuke Onoe, der erste richtig grosse Leinwandstar Japans.
+++
Zuletzt geändert von Godzilla-2000 am Sa 20.04.2013, 01:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Godzilla-2000 » Do 15.09.2011, 10:53

Red Spell Spells Red
紅鬼仔 Gong gui zai
Hongkong, 1983
Forscher aus Honkong öffnen in Malakka das Grab eines boshaften "Roten Zwerg-Zauberers" ("Red Dwarf Sorcerer"). Jener hatte dereinst alle seiner Feinde mit einem Fluch belegt, damit sie eines schauerlichen Todes sterben mögen. Wie sich herausstellt, ist der Geist des Zauberers beim Öffnen des Grabes entfleucht und richtet nun seine böse rote Magie gegen die Forscher. Alsbald häufen sich unter diesen rätselhafte und bizarre Todesfälle.
"Roter Zauber zaubert rot" – blutrot, um genau zu sein. Dieser legendäre (weil sehr rare) Hongkong-Schocker mit bewährt denkwürdigem Titel hält sich nicht zurück mit rotem Stoff, und leider auch nicht mit übelstem Tier-Snuff. Zumeist "on location" und bemerkenswert aufwendig gedreht, kann der Film den grossen chinesischen und südostasiatischen "Black-Magic"-Filmen seiner Zeit trotzdem nicht so recht das Wasser reichen und dümpelt zwischen Ekel, Routine und Krudheit eher irgendwo im Mittelfeld der Kandidaten.
+++ --- 1/2
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Beitrag von oliver » Sa 17.09.2011, 09:11

Godzilla-2000 hat geschrieben:übelstem Tier-Snuff.
sowas ist für mich immer ein totales ko-kriterium wenn tiere für einen film gequält oder getötet werden.

außerdem spricht das ganze ja nicht grade für die special-effects abteilung, denn wären die gut, hätten sie das ja auch künstlich hinbekommen.

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Beitrag von Harryzilla » So 18.09.2011, 09:40

Gantz (2010) +++ 1/2

Die Realverfilmung von Gantz hält sich sehr stark an die Mangavorlage und auch an die Animeserie. Dies ist vermutlich der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Filmen. Mir persönlich hat die Umsetzung zwar sehr gut gefallen, aber wenn man die Vorlagen kennt, ist der Überraschungseffekt weg. Solche bizarren Geschichten können sich wirklich nur die Japaner ausdenken.
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