The Undersea Kingdom - gratis bei archive.org

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Beitrag von caro31 » Mo 03.10.2005, 15:01

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Dr.Prankenstein
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Beitrag von Dr.Prankenstein » Mo 03.10.2005, 16:53

Übrigens wird noch ein Nachfolger für die Rubrik "Serials" gesucht. Wenn es in PRANKE #29 den dritten Teil von Flash Gordon gegeben hat, ist dieses Serial nämlich abgeschlossen und wir können uns auf neues stürzen.

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Mosugoji
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Re: The Undersea Kingdom - gratis bei archive.org

Beitrag von Mosugoji » Di 19.06.2012, 08:12

So, jetzt habe ich mir dieses Republic-Serial von 1936 auch mal angesehen. Die Erwartung war etwas zwiespältig, einerseits liest man öfter das Undersea Kingdom nicht so dolle sei, andererseits kommen hier erstmals die tollen Badeofenroboter vor (die später auch in Dr. Satan und Zombies of Stratosphere wieder auftauchten), und dass war für mich ausschlaggebend.

Handlung
Turn-Ass (deutsch lesen!) und Navy-Offizier Crash Corrigan geht mit Profssor Norton in seinem neuen U-Boot auf Tauchfahrt. Begleitet werden sie von der Reporterin Lois (der Name war wohl ein Einstellkriterium bei Zeitungen?) und Billy, dem Sohn des Professors (ein vorlautes Balg). Außerdem sind zwei tollpatschige Seeleute mit an Bord, die aber so unkomisch sind, dass sie nur wenige Szenen bekommen haben und man auch komplett hätte rausschneiden können.
Die Tauchfahrt wird sabotiert und das U-Boot in ein Felsmassiv gezogen, denn 10.000 Fuß unter der Meeresoberfläche gibt es Land in dem die Sonne scheint! Atlantis. Kaum angekommen wird man in die lokale Rivalität zwischen Unga Khan und Hohepriester Sharad verwickelt. Die Rollen sind klar verteilt. Khans Leute tragen Schwarz, sind also abgrundtief böse, während die weiß gewandeten Sharadisten die Güte in Person sind. Naja nicht gleich zu Anfang, denn man will Crash wegen eines Faux pas per Gladiatorkampf loswerden, aber als Crash Sharad dann das Leben rettet wird er umgehend zum Oberkommandierenden der Weißen ernannt. Schon klar, wenn ich Angie vor einem Bus wegziehe, werde ich gleich Verteidigungsminister oder was?
Ein weiterer Unterschied ist, dass die Weißen -inklusive Crash- zum Gruß den rechten Arm heben (Hallo? 1936?), während die Schwarzen beide Arme recken, also Doppelnazis sind? Vermutlich müssen sie auch ihr Frühstücksei am dicken Ende aufschlagen, deswegen kann man schon mal in den Krieg ziehen...

Prof. Norton wird indessen von Unga Khan gefangen und per Gehirnwäsche zur Mitarbeit überedet, damit er ihm im Kampf gegen Sharad und für die anschließende Eroberung der "Oberwelt" die nötigen Waffen bastelt.
Bis hierhin verläuft die Serie recht flockig, doch dann tritt man auf der Stelle. Es geht nur noch darum, dass Crash versucht den Professor zu befreien, der wiederum will mit Material aus dem U-Boot einen Raketenmotor für Khan bauen. Das geht bis zur vorletzten Folge so weiter. Dann kann Khan Sharads Festung zerstören und zur Oberwelt auftauchen, wo er jedoch von der guten Kavalerie, ach nein Marine, zusammengeschossen wird. Ende.


Das Sehenswerte an diesem Serial ist der technologische Quatsch. U-Boot mit Blubberantrieb, der eckiger Juggernaut-Panzer mit Sirenengeheul (klingt besonders schön wenn er stoppt), ein Katamaran-Zeppelin, Cruise Missile-ähnliche Air-Torpedos, eine Videokommunikation mit nahezu magischen Fähigkeiten, eine Desintegrator-Erbebenmaschine, der hirnwaschende Transformator, Blechbüchsen-Atom-Guns und natürlich die mit zackigen Ralleystreifen angemalten Volkite-Roboter. Und obwohl Khan über diese erhebliche Technologie verfügt, wird der Kampf gegen Sharad überwiegend recht archiaisch mit Säbel und Streitwagen geführt...


Interessant ist der Hintergrund zu Hauptdarsteller Ray Crash Corrigan, der in dieser Rolle sogar seinen Schauspielernamen trägt. Das der schauspielerisch wenig überzeugende Crash immer wieder mit Turneinlagen glänzt, hat wohl seine spätere Rolle als Stuntman begründet. Er hat mehrere Affen im Kostüm gespielt, darunter White Pongo und Nabonga sowie -aktuell für uns interessant- das Riesenfaultier in Unkown Island (Die Insel der Dinosaurer). Sein letzter Film war der SciFi-Streifen It! The Terror from beyond Space, wo er das Titelmonster spielt. Dessen Grundidee des Astronauten-jagenden, außeriridischen Monsters war wiederum eine Inspiriationsquelle für Alien. Daher: Danke, Crash!

Undersea Kingdom ist wirklich kein Highlight, hat aber für Past-Future-Fans einige Highlights zu bieten. Als zweites Serial von Republic sieht man, dass man hier noch nicht die Qualität späterer Serials erreicht hat. Besonders die Cliffhanger sind eher Hänger, besonders zu Anfang weichen dramatisches Ende und folgende Auflösung mitunter so stark voneinander ab, dass man meint, hier wurde eine Alterntivfolge gedreht. Auch die Charaktäre sind nicht wirklich ausgereift, auch wenn es schon einige Ansätze zu sehen gibt, die später immer wieder aufgegriffen wurden, wie z.B. der entführte Wissenschaftler, der zur Waffenentwicklung gezwungen wird.
Alles in allem, ein Mal kann man sich Undersea Kingdom durchaus anschauen, das reicht dann aber auch.
Warum geht die Katze über das Möbiusband?
Weil sie auf die gleiche Seite will.

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