Zuletzt gesehene Action-Filme

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Paul Naschy
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Di 02.08.2016, 07:47

DJANGOdzilla hat geschrieben:Wird auch höchste Zeit für ne gute DVD von dem Teil. CMVs Trash Collection z. B. könnte ja mal wieder gute schlechte Filme bringen. :wink:

Innerhalb der TC wäre Sadomona natürlich ein Highlight – und mit Werken wie Das Kommando der Frauen in bester Gesellschaft!
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Fr 23.09.2016, 06:59

Tödliche Beute (US 1987) +++ +++ 1/2

Menschenjagd als Training für eine Söldner-Elite-Einheit. Doch leider suchen sie sich irgendwann mal den Falschen aus und werden selbst zu den Gejagten…

Temporeich, brutal, coole Frisur und Dialoge. Auch wenn das Vorbild klar ist: Ich würde diesen Film jederzeit allen Stallones vorziehen.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Di 15.11.2016, 20:21

Jack Reacher – Kein Weg zurück (US 2016) +++

Naja, wenn man sich ein bisschen Mühe gibt… den kann man sich schön trinken.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Do 29.12.2016, 10:06

The Trust (GB 2016) +++

Nicolas Cage und Elijah Wood als zwei sehr unterschiedliche Polizisten, welche sich zusammenraufen, um den Tresor einer Drogenbande zu knacken.

Nichts Neues, nicht wirklich wichtig, aber ganz angenehm britisch.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Mr. Z » Do 29.12.2016, 10:28

Paul Naschy hat geschrieben:The Trust (GB 2016) +++

Nicolas Cage und Elijah Wood als zwei sehr unterschiedliche Polizisten, welche sich zusammenraufen, um den Tresor einer Drogenbande zu knacken.

Nichts Neues, nicht wirklich wichtig, aber ganz angenehm britisch.
Komisch...den hatte ich noch garnicht auf dem Schirm?...wo ist der denn raus gekommen? ???
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Do 29.12.2016, 10:56

der lag in unserer videothek (ja, sowas gibts hier noch :) ) rum.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Mr. Z » Do 29.12.2016, 12:32

Paul Naschy hat geschrieben:der lag in unserer videothek (ja, sowas gibts hier noch :) ) rum.
Ach Paule...bitte keine Fremdworte...was zur Hölle ist eine VIdeothek?..klingt fast so, als könnte man da Filme leihen...haha...wie soll das denn gehen...nach Hause tragen und so..einen Stream?...du bist echt witzig!...mir hat sogar mal einer erzählt, Filme waren mal auf Kassette...haha..wie geht den ein kompletter Film auf MC?....
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Gorath » Do 29.12.2016, 17:15

Mr. Z hat geschrieben:
Paul Naschy hat geschrieben:der lag in unserer videothek (ja, sowas gibts hier noch :) ) rum.
Ach Paule...bitte keine Fremdworte...was zur Hölle ist eine VIdeothek?..klingt fast so, als könnte man da Filme leihen...haha...wie soll das denn gehen...nach Hause tragen und so..einen Stream?...du bist echt witzig!...mir hat sogar mal einer erzählt, Filme waren mal auf Kassette...haha..wie geht den ein kompletter Film auf MC?....
Die gab es mal in grauer Vorzeit, in jenen ruhmreichen Tagen des grade aufkommenden Heimkinos, als das Leben für Filmfreaks noch abenteuerlich, ereignisreich und im großen und ganzen analog war. :wink:
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Mr. Z » Do 29.12.2016, 17:30

Gorath hat geschrieben:
Mr. Z hat geschrieben:
Paul Naschy hat geschrieben:der lag in unserer videothek (ja, sowas gibts hier noch :) ) rum.
Ach Paule...bitte keine Fremdworte...was zur Hölle ist eine VIdeothek?..klingt fast so, als könnte man da Filme leihen...haha...wie soll das denn gehen...nach Hause tragen und so..einen Stream?...du bist echt witzig!...mir hat sogar mal einer erzählt, Filme waren mal auf Kassette...haha..wie geht den ein kompletter Film auf MC?....
Die gab es mal in grauer Vorzeit, in jenen ruhmreichen Tagen des grade aufkommenden Heimkinos, als das Leben für Filmfreaks noch abenteuerlich, ereignisreich und im großen und ganzen analog war. :wink:
Yoah...und irgendwie viel cooler als heute...wir waren Jäger...nicht Konsumenten! :-P unerschwingliche VHS Tapes von Zombie Filmen bei Kaufhof in einem abgerenztem Bereich....oder dt. Filmkunst auf VHS bei Tankstellen....Verleihclubs mit Katalogen...ich glaube, ich mache hier mal einen Post auf...Videokassetten...eine Kunstform!...eine Ära...
Zuletzt geändert von Mr. Z am Do 29.12.2016, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Gorath » Do 29.12.2016, 17:38

Naja ihr wart ja alle schon etwas älter in den 80ern und 90ern, meine Lust am Film ist ja erst in den frühen 2000ern so richtig erwacht. :D Mit 9 oder 10 Jahren durfte ich ja vieles was so erschien noch nicht sehen. :wink: War aber trotzdem eine gute Zeit.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Mr. Z » Do 29.12.2016, 17:51

Gorath hat geschrieben:Naja ihr wart ja alle schon etwas älter in den 80ern und 90ern, meine Lust am Film ist ja erst in den frühen 2000ern so richtig erwacht. :D Mit 9 oder 10 Jahren durfte ich ja vieles was so erschien noch nicht sehen. :wink: War aber trotzdem eine gute Zeit.
Yup....ich habe Krieg der Sterne mit 10 Jahren gesehen...der hatte ne 12 Jahre Freigabe.....war dem Kinobetreiber echt egal...hey...danke Kinobetreiber!...und für Zärtliche Cousinen..FSK 16... habe ich meinen Schülerausweis gefälscht...hat niemand interessiert!....hey...ich mag nochmal minderjährig sein...das hat Spaß gemacht!
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Gorath » Do 29.12.2016, 18:30

Meine früheste Erinnerung an Krieg der Sterne verdanke ich Pro7.^^ Ich wünsche mir irgendwie schon seit Jahren das ich Episode 4-6 mal auf der großen Leinwand sehen kann.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Mo 20.03.2017, 00:43

Free Fire (F/GB 2017) +++ +++ 1/2

Sehr 70er Euro-Teil, ein Poliziotto ohne Polizei und mit dem Drehbuch eines schießwütigen Italwesterns. Kommt in einigen Wochen in die Kinos und nach dem Genuss der Sneak Preview hat er meine wärmste Empfehlung.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Mi 12.04.2017, 22:54

Fast & Furious 8 (US 2017) +++ 1/2

Teil 7 war so unglaublich überzogen, dass ich ihn richtig gut fand. Ein Vorzeigebeispiel für gut gemachten Hochglanz-"Trash". Teil 8 liefert zwar – wie sein Vorgänger – zeitgeistige gute Action, flacht aber aufgrund der Durchschaubarkeit und der abrupten Schauplatz-Wechsel wieder etwas ab. Wer die Serie bisher als unterhaltsam einstufte, wird meiner Einschätzung nach auch hiermit seine Freude haben.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Mo 08.05.2017, 10:41

Triple 9 (US 2016) +++ +++

Ein zu Beginn unnötig kompliziert aufgebautes Action-Thriller-Drama, welches dann aber in der 2. Hälfte gewaltig an Spannung zunimmt. Das Meisterwerk von John Hillcoat bleibt für mich "The Road", dennoch haben wir es hier mit einem sehr guten Genrebeitrag zu tun.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von MonsterZero » Mo 08.05.2017, 11:35

Für mich stehen Proposition, Road und Lawless auf der gleichen Ebene.
Ich war ein bisschen von Triple 9 enttäuscht, als ich ihn damals sah.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von DJANGOdzilla » Di 16.05.2017, 17:05

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL
[THE LOST EMPIRE][USA][1984]

Bild

Regie: Jim Wynorski
Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Angela Aames, Paul Coufos, Robert Tessier, Angus Scrimm, Blackie Dammett, Linda Shayne, Kenneth Tobey, Tom Rettig, Angelique Pettyjohn


„In einer Zeit vor der Geschichtsschreibung existierte eine vergessene Kultur, ein seltsames Volk. Sie wurden die Lemuren genannt. Um ihre große Macht zu schützen, pflanzten sie ihre Geheimnisse der Wissenschaft in ein paar unglaubliche Juwelen ein – schimmernde Steine, die ein völlig eigenes Leben besaßen: die Augen des Avatara. Dann wurden die Lemuren bei einer Schlacht im Weltall, bei der die Erde beinahe vernichtet wurde, besiegt und die Augen voneinander getrennt. Es steht geschrieben, dass, wer immer die Juwelen wieder zusammenbringt, mit absoluter Macht regieren wird. Danach trachtete ein skrupelloser, teuflischer Geist. Er wollte sich durch nichts und niemandem in seinem Plan stören lassen. Und so ist es – bis heute.“

[grammatikalisch holprig, inhaltlich wirr – so müssen gesprochene Einleitungen sein!]

Inhalt:

Super-Bullette Angel [Melanie Vincz] verliert ihren Bruder, ebenfalls im Polizeidienst, als dieser versucht, einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft zu verhindern. Angel dürstet es nach Vergeltung und versucht herauszufinden, wer für das Verbrechen verantwortlich ist. Die Spur führt schnell zum geheimnisvollen Dr. Sin Do [Angus Scrimm], der auf einer Insel haust und dort regelmäßig Kampfsport-Turniere veranstaltet. Angel beschließt, sich als Teilnehmerin einzuschleusen, allerdings kann sie das nicht allein tun, da sich aus Sicherheitsgründen immer nur Dreiergruppen anmelden dürfen. So holt Angel erst ihre indianische Gefährtin White Star [Raven De La Croix] ins Boot, mit welcher sie sich dann aufmacht, um eine weitere Kandidatin für die Mission zu rekrutieren: die Kleinkriminelle Heather [Angela Aames], die allerdings erst aus dem Knast geholt werden muss. Dermaßen formiert gelingt es den drei Grazien tatsächlich, sich Zugang zu Dr. Sin Dos Festung zu verschaffen. Schnell zeigt sich, dass der kriminelle Doktor auf die magischen Steine aus dem Einleitungstext scharf ist, um damit – logisch! - die Welt zu beherrschen. Die drei Engel versuchen das zu verhindern, müssen dafür aber ihre gesamten Kräfte mobilisieren.

Kritik:

In der Wissenschaft heißt es, die große Kunst eines jeden guten Films läge darin, dessen Thematik bereits innerhalb der ersten Szenen symbolisch auf den Punkt zu bringen. So beginnt Sam Peckinpahs Western-Abgesang THE WILD BUNCH mit einer Sequenz, in der spielende Kinder ein paar Ameisen per Lupe und Sonnenstrahl grausam über den Jordan schicken, während George Lucas Sternen-Oper STAR WARS mit dem Bild eines kleinen Rebellenschiffs eröffnet wird, das sich auf der Flucht vor einem übergroßen imperialen Sternenkreuzer befindet. DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL beginnt mit dem von James Bond bekannten weißen Kreis auf schwarzem Untergrund, in welchem dann, während er immer größer wird und bald die ganze Leinwand ausfüllt, das erste Filmbild zu sehen ist - nur, dass das erste Filmbild hier aus den überdimensionalen Hupen einer klassischen 80er-Jahre-Dauerwellen-Blondine besteht, die gerade im Begriff ist, sich ein Diamant-Collier zuzulegen. Man kann also unmöglich behaupten, dass Autor und Regisseur Jim Wynorski seine Hausaufgaben nicht gemacht hätte, denn haargenau das erwartet einen in den nun folgenden 80 Minuten: altbewährtes Agenten-Allerlei mit großzügigem Atomtitten-Bonus. Den Rest an Assoziation besorgt dann der deutsche Titel, der das Werk nicht nur rein zufällig in die Nähe der bis in die 80er Jahre erfolgreichen TV-Serie DREI ENGEL FÜR CHARLIE rückt, in der drei attraktive Privatdetektivinnen dem Bösen regelmäßig in den Allerwertesten traten.

Die fröhliche Unbekümmertheit, mit welcher dieser hochgradige Blödsinn an den Mann (beziehungsweise 'an die Männer', denn diese dürften die Hauptzielgruppe gewesen sein) gebracht wird, ist dabei ziemlich ansteckend und sorgt von Beginn an für gute Laune. Denn THE LOST EMPIRE, wie die Nummer ein wenig langweilig im Original heißt, zögert nicht lang und präsentiert bereits nach wenigen Minuten eine Kette angenehm kurioser Verrücktheiten, was mit ein paar Ninjas beginnt, die in ihrer Maskerade eher so aussehen, als wären sie gerade aus einem Sadomaso-Schuppen geflohen, und einen Juwelierladen derart überfallen, dass sie stocksteif in der Gegend herumstehen und ihre Wurfsterne wie Jo-Jos an Schnüren baumeln lassen, bevor sie sie dem per Schusswaffengebrauch energisch dagegen protestierenden Ladenbesitzer beherzt in den Schädel treiben. Auch nachfolgend verzichtete man auf alles, was irgendwie Langeweile verbreiten könnte, und führt mit Angel (!) den ersten titelgebenden Engel ein, welche eine Geiselnahme in einem Schulgebäude dadurch beendet, dass sie mit dem Motorrad durch die Eingangstür brettert und so lang in der Gegend herumballert, bis nur noch einer der Gangster übrig ist. „OK, Schwein, das waren sechs. Jetzt hast du keine Kugeln mehr“, bemerkt der Überlebende, bevor er sich eine tödliche Kugel von der Angesprochenen einfängt. „Solltest mal in die Schule gehen, Punk! Und besser zählen lernen“, entgegnet diese, während ihr Gegenüber auf dem Lehrerpult verreckt. Besser kann man einen Charakter kaum etablieren - auch, wenn die Anleihe bei DIRTY HARRY mehr als nur offensichtlich ist.

Ungleich bizarrer geriet hingegen die Einführung des zweiten Engels, White Star genannt, die so komisch heißt, weil sie eine Indianerin ist, die erst irgendwie aus irgendeiner parallelen Geisterwelt herbeigerufen muss, aus welchem sie, von einem zünftigen Sternchen- und Funkenregen begleitet, ehrfurchtgebietend und mit stolz geschwellter Brust (wobei eine Brust dieses Ausmaßes streng genommen gar nicht ungeschwollen sein kann) hervorreitet und dabei ein schickes pseudoindianisches Faschingskostüm spazierenträgt, das ihre enorme Oberweite nochmals zusätzlich herausarbeitet. Und das dritte Mitglied der Truppe, Heather gerufen, muss erstmal aus dem Knast befreit werden, wo sie sich allerdings gerade – welch Zufall! - ein Schlammcatch-Match mit einer Mitgefangenen liefert, die sich allen Ernstes Peitschen-Lilly nennt. „Hey, du Tittenkönigin! Komm mal rüber und lass dich anfassen!“ heißt es da nur wenig galant, während die Gegnerin antwortet: „Du schwimmst in deinem Blut, Scheißtier! Nicht umsonst nennt man mich Peitschen-Lilly.“ Die anschließende Rekrutierung des Engels Nummer 3 findet natürlich – wie es eigentlich bei jedem diplomatischem Gespräch der Fall sein sollte! - unter der Dusche statt.

Wer es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht begriffen hat, dem ist nicht mehr zu helfen: DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL ist Quatsch im Quadrat, will aber auch gar nicht mehr sein als eben dieses. Kleine-Jungs-Träume werden wahr, wenn die drei Engel, zwar ohne Charlie, dafür aber mit reichlich Holz vor der Hütte, gegen ein kriminelles Superhirn antreten müssen, das auf einer einsamen Insel in einer (eindeutig nur gemalten) Festung haust und es für eine gute Idee hält, regelmäßig attraktive Frauen in einem mörderischen Wettkampf aufeinander zu hetzen, um die Siegerinnen im Anschluss der privaten Haus- und Hofarmee einzuverleiben. Wer es dennoch schafft, dem Unhold zu nah auf die Pelle zu rücken, muss dann noch an allerlei abstrusem Getier wie Roboterspinnen, Kampfgorillas und grobschlächtigen Killerglatzen vorbei. So kostengünstig dieser herrliche Unfug in der Herstellung auch gewesen sein mag - Jim Wynorski [→ DIE INSEL DER RIESEN-DINOSAURIER], welcher später der tiefergelegten Unterhaltung treu blieb, inszenierte sein launiges Debüt mit der nötigen Kompetenz und kreierte zusammen mit Kameramann Jacques Haitkin [→ NIGHTMARE] durchaus ansprechende Bilder, die sich - bis auf wenige Ausnahmen – hinter seriösen Produktionen dieser Epoche nicht zu verkriechen brauchen. Die musikalische Untermalung Alan Howarths [→ HALLOWEEN 4] lädt zum Mitwippen ein, ist für einen Beitrag dieser Kategorie allerdings eher ungewöhnlich und erinnert eher an die Soundtrack-Kompositionen John Carpenters (mit welchem Howarth allerdings auch oft zusammenarbeitete). Die Darsteller liefern im Rahmen des Benötigten ebenfalls zufriedenstellend ab. Zwar hapert es in den Hauptrollen auffallend an behaupteter Kampfkunst, dennoch machen die drei Damen tüchtig Dampf und dürfen im Finale besagten Kampfgorilla mit einem beherzten Tritt in die Klöten auf die Matte schicken.

Kurzum: DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL wird seiner Intention voll und ganz gerecht und ist haargenau die kalkulierte Spaßbombe geworden, die er auch sein wollte. Die pubertäre Polizistinnen-Posse ist eine wilde Mische aus DREI ENGEL FÜR CHARLIE, DIRTY HARRY, DER MANN MIT DER TODESKRALLE und JAMES BOND (die Tarantelszene ist ein direkter Verweis auf 007 JAGT DR. NO und statt einer Katze streichelt der Oberschurke hier zärtlich eine Schlange), abgeschmeckt mit Mega-Möpsen, SM-Ninjas und einer kleinen Portion Fantasy-Firlefanz. Und selbst ausgemachte Emanzen dürften trotz der eindeutigen Fixierung auf nackte Haut und große Oberweiten nur wenig zu meckern haben haben, immerhin wird hier die geballte Ladung Frauen-Power geboten, gegen welche die Herren der Schöpfung nicht mal im Ansatz eine Chance haben. So kommt Angels Geliebter Rick zwar ziemlich sympathisch daher, ist ohne sie jedoch reichlich hilflos und holt sich selbst beim schmusigen Techtelmechtel mit seiner Angebeteten eine blutige Nase. Die deutsche Sprachfassung mogelt dem Ganzen dann abschließend noch ein gutes Dutzend dummer Sprüche unter ("Eine alte indianische Weisheit sagt: Trau niemals einem Vogel ohne Federn." - "Ich kenne auch eine: Wer vögelt, kann auch fliegen."), fertig ist die Gute-Laune-Laube! Ab auf die Insel!

+++

s. auch: DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL
Regelmäßig neue Reviews von Stuart Redman und DJANGOdzilla bei
JÄGER DER VERLORENEN FILME

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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von godzilla2664 » Mi 31.05.2017, 18:49

die DVD liegt bereits in meinem regal :banana: :banana:

danke für die ausführliche Besprechung!! +++
Keep watching the Skies!

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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Paul Naschy » Do 01.06.2017, 07:01

bei mir steht sie immerhin schon auf der einkaufsliste.


Baywatch (US 2017) ---

Puh, geschafft.
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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von mario-pana » Mi 21.06.2017, 09:23

Max Payne

MAX PAYNE hier im Forum einzuordnen finde ich nicht leicht, oder habe den rechten Platz noch nicht gefunden.
Wie Elite an anderer Stelle schon erwähnt hat, handelt es sich um die Verfilmung eines Computerspiels, so wie etwa DOOM oder RESIDENT EVIL.
MAX PAYNE ist jedoch weit weniger phantastisch angehaucht, obschon solche Elemente zu finden sind. Die Hintergründe dafür finden aber eine profane Auflösung. Naja, doch nix mit Monstern. Zumindest nicht im Sinne des phantastischen Films.
Ich hatte MAX PAYNE vor Jahren schon einmal gesehen und konnte danach die schlechten Kritiken nicht nachvollziehen, die im Netz zu lesen sind. Welchen Film ich damals wohl angeschaut hab?
Jedenfalls ist MAX PAYNE durchaus ne Gurke. Ein recht durchschnittlicher Actioner, dem vor allem eine gute, stimmige Handlung fehlt. Das Drama um Max Payne hätte man schon etwas spannender umsetzen können. Auch wie er die Ermittlungen führt und hinter die eigentlichen Gründe kommt. Statt dessen unnötige Gewalt seinerseits, was ihn nicht gerade zum sympathischen Charakter werden lässt. Auf der anderen Seite Bösewichte, die wenig glaubwürdig erscheinen und sogar lächerlich anmuten. Hinsichtlich Dramatisierung muss der Regisseur noch einiges lernen.
Naja, wenns Drehbuch schon Schrott ist, muss wenigstens die Action überzeugen. Leider ist auch hier nicht alles in Butter. Sicherlich gibts ein paar schöne Schießerreien. Doch was fehlt ist die Heftigkeit, die solch Aktionen mit sich bringen. Soll heißen, in der Kinofassung wurde das Blut herausgenommen. Für die Auswertung auf Blu-Ray hat man einen Director's Cut fabriziert. In anderen Ländern auch als unrated Fassung betitelt. Hier ist Blut drinnen. Jedoch, oh Graus, CGI Blut. Eine Sache die ich nun überhaupt nicht mag. Ich habe Handarbeit gern. Lieber Kunstblut, statt Bits und Bytes. Naja, wenn ich die Brille abnehme verschwimmen die Konturen, dann kann ichs nicht mehr so deutlich erkennen. Dann passts schon.
Was mir an MAX PAYNE am besten gefallen hat, ist die Optik. Der Film ist in gute Bilder gekleidet. In atmosphärisch ausgeleuchtete Bildkompositionen, was wohl auch den Spielefans gefallen hat. Somit entsteht ein interessanter Look. Sehr schön dabei die Aufnahmen an frischer Luft, wenn es schneit. Passt schon. Gefällt.
Ein weiterer Pluspunkt ist Mila Kunis in der weiblichen Hauptrolle. Zwar sieht man sie nicht soo oft, doch sie wertet das Ganze auf. Ebenso wie Olga Kurylenko (trotz recht kleinem Part). Mark Wahlberg als Hauptdarsteller kommt auch gut.
Schade, es hätte ein wirklich unterhaltsamer Film werden können, wenn der Regisseur ein wenig mehr verstanden hätte einen ordentlichen Spannungsbogen zu spannen und der Actionregisseur die Fights ein wenig besser hätte koordinieren und inszenieren können. Sicherlich gibts gute Szenen und es kracht hier und da schon gut. Aber in der Gesamtheit betrachtet ist es ernüchternd.
Achtung Spoiler: Der phantastische Part besteht aus Haluzinationen der Drogensüchtigen. Schade dass hier nicht mehr dahintersteckt. Optisch ist es jedenfalls sehr gut umgesetzt.
Ohnehin ist, wie schon erwähnt der optische Part gelungen.
Alles in allem ein durchschnittlicher Actionfilm, der viel von seinem Potential verschenkt.

Film: +++ ---

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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von Elite » Mi 21.06.2017, 10:06

Danke für die schnelle Review! :)

Stimme dir im Großen und Ganzen zu. Hätte durchaus mehr werden können bzw. müssen bei dieser Vorlage. Die Handlung orientiert sich dabei zwar recht nah an der Vorlage, aber die Action des gesamten Films reicht kaum auch nur für ein Level im Spiel. Dafür, dass das Spiel nämlich für seine Bullet Time und stylischen Actionsequenzen berühmt geworden ist, sieht man davon einfach zu wenig im Film. Wenigstens stimmen die Optik und die Darsteller. Mit jemand anderes als John Moore hinter'm Steuer wäre das auch sicher gegangen.
So What If You Can See The Darkest Side Of Me? No One Will Ever Change This Animal I Have Become. Help Me Believe It's Not The Real Me Somebody Help Me Tame This Animal Bild

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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von mario-pana » Do 22.06.2017, 18:35

Antoine Fuqua oder Joss Whedon wären wohl eine gute Wahl gewesen. :wink:

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Re: Zuletzt gesehene Action-Filme

Beitrag von mario-pana » Do 22.06.2017, 19:41

Close Range

Scott Adkins wird Big Budget Action Fans sicher kein großer Begriff sein. In den Reihen der B-Movie Fans ist er nach wie vor DER Action Star. Für mich ist er der britische Van Damme, ohne dessen Selbstdarstellung. Adkins punktet durch eine beeindruckende Fight Akrobatik und steckt beim Spinning Kick den Meister leicht in die Tasche. So richtig zur Geltung kommt Adkins unter Regie von Isaac Florentine mit dem er die beiden mehr als empfehlenswerten Ninja Filme drehte und vielen noch besser bekannt sein sollte durch UNDISPUTED 2 und 3.
Vor kurzem nun kam CLOSE RANGE in die Videotheken und wurde vom Publikum gemischt aufgenommen. Viele bemängeln eine billige Optik und eine schlechte Geschichte und behaupten auch die Action sei nicht überragend.

Wie ich die Sache sehe:
CLOSE RANGE hat einen beeindruckenden Prolog. Hier stürmt Adkins in der Rolle des Ehemaligen Soldaten Colton MacReady in das Nest einer Verbrecherorganisation und macht erst mal alle kalt, die sich ihm in den Weg stellen. Realisiert wird das in sehr langen Einstellungen ohne Schnitt. So wie etwa in CHILDREN OF MEN oder LONDON HAS FALLEN oder dem Tony Jaa Film dessen Titel mir gerade nicht einfällt.
Das ist die Eröffnung und es folgt der Vorspann.
Was mir bei dem aufgefallen ist, hat meine komplette Sicht auf den übrigen Film geprägt. Er ist nämlich gestaltet wie bei einem Italowestern. Unterlegt mit vergleichbaren Klängen.
Wer nun die Western Brille aufsetzt und das folgende Geschehen genau in diesem Kontext betrachtet, der bekommt einen herrlichen B-Movie, ganz wie die B-Movies seinerzeit mit Audie Murphy, Joel McRae, Randolph Scott und wie sie alle heißen.

Wie hat Luigi Cozzi (Regisseur der HERCULES Filme mit Lou Ferrigno) einmal gesagt "man kann auch mit ner billigen Kamera gute Filme drehen, wenn man weiß wie man sie einzusetzen hat".
Dass Isaac Florentine für CLOSE RANGE nicht viel Geld zur Verfügung hatte sieht man schon. Doch im Gegensatz zu Gurken Regisseuren wie Keoni Waxman, weiß er wie man das nutzt und einsetzt was einem zur Verfügung steht und vor allem wie man mit Kamera und Schnitt umzugehen hat.
So besitzt die preiswert inszenierte Verfolgungsjagt in der ersten Filmhälfte ein gutes Maß an Spannung und Drive und die Schusswechsel im weiteren Verlauf des Films sind stets gelungen und am Ende sogar fesselnd gemacht.
Wovon dieser Western im Actionfilm Gewand aber auch noch lebt, ist Scott Adkins' Akrobatik in den Fights. Er wirbelt wieder sehr beeindruckend herum und ist agil und kraftvoll wie wenige seiner Zunft. Da kommt vielleicht noch Jason Statham ran, der jedoch etwas massiger ist wie Adkins.
Und auch diese Fights haben den richtigen Drive. Sie leben vom stimmigen Schnitt und der nötigen physischen Präsenz aller Beteiligter. Denn Adkins wäre in seiner Art nicht so wirksam ohne passendes Gegenstück.

Die übrige Darstellerrige sind wenig bis gar nicht bekannte Mimen. Abgesehen vielleicht von Nick Chinlund, den die meisten wohl noch als Bösewicht aus CON AIR kennen werden.
Jedenfalls sind alle überzeugend in ihren Rollen und füllen die schmale Geschichte mit dem passenden Leben.

CLOSE RANGE ist wie gesagt ein B-Movie Western im Action Film Gewandt. Eine hübsche kleine Geschichte aus der Isaac Florentine trotz geringem Budget ein Maximum herausholt, weil er weiß wie man gute Action inszeniert. Weil er weiß wo die Kamera hingehört und wie man mit dem Schnitt arbeitet um einer Fight- und Actionszene die richtige Wirkung verleiht. Denn es geht um Rhytmus. Wie sagte mal einer, "es ist wie ein Tanz. Wenn der Rhytmus nicht stimmt, siehts scheiße aus und verfehlt die Wirkung".
Ich wurde vortrefflich unterhalten und war überrascht vom Finale, das in alter Manier wie ein Duell 'Mann gegen Mann' anmutet. Hätte nicht gedacht, dass sich der Sheriff so entscheidet. Perfekt.
Und wie endet ein solcher Western? Ja, mit dem Helden, der auf seinem Pferd (Motorrad) in den Sonnenuntergang reitet. :wink:

Film: +++ +++ +++

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